Schlagwort: Leben

  • double bind

    FotoDie Affinität zu dem Thema „Engel“ oder „Wesen“ könne er nicht leugnen. Juergen öffnete daher eine Schublade in seinem Archivschrank und zeigte mir eine Fülle von Werken, die wohl unbewusst, wie er meinte, in den letzten Jahren entstanden wären. Und als ihm das dann bewusst geworden sei, sei auch klar gewesen, dass er sich dem stellen müsse.

    Irgendwo hatte er wohl auch etwas zur Theorie des „double bind“ gelesen. Hier sieht er ein Erklärungsmuster für seine zwiespältige Haltung zu den Engeln. Er glaubt sogar, dass wir alle sehr oft doppelt gebunden sind in unserem Leben.

    Und da er sich Susanne Haun in ihrer Art zu denken, zu fühlen und zu arbeiten auch sehr nahe fühlt und sie auch auf dieser thematischen Schiene ist, haben sie für die nächste Zeit eine Zusammenarbeit zu diesem Themenbereich vereinbart. Das Projekt hat den Arbeitstitel „double bind“. Es stehe erst am Anfang. Und beide sind gespannt wie es sich entwickeln wird.

    Warum er mir das gerade heute erzählt hat? Ganz einfach: „Herman, der Vernetzer“ hat gestern wohl von seinem Unfall mit Engeln aus dem „studio4einhalb“ auf seinem Blog berichtet. Das, so sagte Juergen, sei ein Zeichen gewesen.

    Buchalov

    For my english readers:

    He could not deny the affinity to the theme „Angel“ or „entity“. Juergen therefore opened a drawer in his filing cabinet and showed me a lot of works, that probably emerged in the recent years. And when he realized that

    , it was clear, that he had to gone with this theme.

  • über Fehler

    IMG_5981Juergen stand mit „Rudolf, dem Bildhauer“ im „rosa Zimmer“, gegenüber „Zelle k5“. Sie sahen sich die Ergebnisse von Juergens letzten Drucken an und philosophierten über Sinn und Unsinn von Fehlern.

    Juergen erzählte, dass er, wenn Fehler im geplanten Druckprozess aufträten oder aus welchen Gründen auch immer Abweichungen von Druck zu Druck vorlägen, dass er sich angewöhnt habe, das als etwas Positives wahrzunehmen. Das öffne die Sache. Manchmal verfolge er so etwas auch weiter und merke, dass das Ergebnis besser sei als das, was er sich vorgenommen habe. Er sei mit der Zeit auch sensibler geworden für diese Abweichungen, die dann aber zum Zentrum würden. Das mache ihm Spaß. Und er zeigte einen Computerausdruck, der im Drucker hängengeblieben war.

    Rudolf sagte, dass er sich das nicht leisten könne. Er wolle die Perfektion und wenn das bildnerische Ergebnis nicht so sei wie er es geplant und entworfen habe, dann sei er unzufrieden, mehr als unzufrieden. Das sei schließlich sein Markenzeichen, diese perfekten, makellosen Oberflächen, die hundertprozentige technische Qualität seiner Skulpturen. Deshalb könne er auch mit den „hingeschmissenen“ bildhauerischen Ergebnissen nichts anfangen. „Baumarktbildhauerei“ nannte er das. Er nannte keine Namen. Aber wir wussten, wen und was er meinte.

    Buchalov

    For my english readers:

    Juergen stood in the „rosa Zimmer“, with „Rudolf, dem Bildhauer“. They looked at the results of Juergens last prints and philosophized about sense and nonsense of errors.

    Juergen said, that if there are errors in the planed process or if there are any deviations from print to print, that he was in the habit of doing it as something positive.

  • husch husch: #3 – 2013

    DSC05972Ich sitze in meiner Aquarellecke im Schlafzimmer und schaue in den Garten. Einfach so. Draußen liegt Schnee und ich habe kein Lust das Haus zu verlassen. Und für einen langen Blogbeitrag fehlt mir auch die Motivation. Ich will einfach nur rumhängen.

    „Husch husch“ also!

    Buchalov

    For my english readers:

    Im sitting in the sleeping room in my „Aquarellecke“. Outside it’s snowing and there is no pleasure for me to leave the house. And there is no motivation to do a long post today. I want to be lazy. Husch husch!