Strahlenmadonna

Mit Religion hat Jürgen ja nun wirklich nicht all zu viel am Hut. Aber im Kloster Mariengarden/Burlo bei Borken ist ihm im Januar dann wieder ein „kirchliches Highlight“ über den Weg gelaufen: die Strahlenmadonna. Wobei es weniger die Madonna war als vielmehr die Strahlen, die damit verbundene Energie und die Komposition des Motivs, die ihn so faszinierten.

Hier der Googlelink zu diversen Strahlenmadonnen: https://www.google.com/search?q=strahlenmadonna&tbm=isch

Und dort Juergens Skizze („wenn aus einer Strahlenmadonna ein Federball wird“):

Buchalov

fremdeln

„Im eigenen Atelier fremdeln“ – so geht es Juergen immer, wenn er nach längerer Fahrt wieder an seine „Arbeitsstelle“ kommt. Nach Tagen hat sich das dann aber gelegt.

Juergen meinte zu mir, dass das Fremdeln aber durchaus auch seine Vorzüge habe – man sei auf Distanz zu sich und den Umständen im Atelier. Man müsse neu verknüpfen, was schon Gewohnheit geworden sei. Und Gewohnheit könne ja bekanntlich einiges ersticken. Und dann werde es bei dem Versuch, sich neu zu verknüpfen, eben anders. In Nuancen nur, aber anders. Das sei gut!

Buchalov

P.S Illustriert habe ich diesen Beitrag mit zwei schnellen Zeichnungen zur „Null“, einem gemeinsamen Projekt mit Susanne Haun im letzten Jahr, die ich gestern  auf meiner Festplatte eher zufällig gefunden habe und die vielleicht thematisch nicht so gut passen – aber was soll’s.

Nachklang 2

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Zum Projekt „Null“, dem zeichnerischen Dialog zwischen Susanne Haun und Juergen, gab es einen Nachklang. Hier der Teil 2:

die Null – Nachklang

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Irgendwann kommt das Ende, bei Allem. Das weiß man. Das ist nicht schlimm, aber man sollte sich darauf einstellen.

Dies sagte ich zu Juergen, gedacht als anlassloses Statement, einfach nur so,  genau in dem Moment, schon vor Tagen, als Susanne Haun das gemeinsame dialogische Zeichenprojekt „Null“ fuer beendet erklärte. Sie hatte gute Gründe.

Und Juergen hat das auch sogleich verstanden und akzeptiert. „Aber von heute auf morgen läßt sich der innere Flow nicht stoppen“, erklärte er mir dennoch.

Und so ist dann doch im Nachklang noch einiges entstanden.

Also hier Teil 1:

Nullen im Raum

Es seien Wandobjekte, entstanden aus Druckstöcken, zum Thema „Null“ – ein Projekt, dass er zusammen mit Susanne Haun abwickelt. So Juergen.

Ich vermute, dass es sich um Werke handelt, die er dabei unter „was sich sonst noch so ergibt“ führt.

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So ist das eben!

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„Bisweilen schießt man am Ziel vorbei. Die Absicht ist das Eine. Was man erreicht das Andere.“ So Juergen.  Um die Schamlosigkeit der Null sei es ihm gegangen.

Und das Ergebnis? Rudolf der Bildhauer sehe im Bild nun Elvis Presley, Jörg einen Elefantenrüssel und ich eine halbe Cd mit Vagina und Eileiter. So sei das eben!

Buchalov

 

Schlag auf Schlag

#65.3 Vermessung der Null Kuester 2016

Es geht Schlag auf Schlag: Hier die neuen Zeichnungen aus dem „Nullprojekt“ von Susanne Haun und Juergen. Ich habe Juergen fragend angeschaut, aber er hat zu seinen Ergebnissen nichts gesagt.

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Mann, oh Mann! – Teil 2

#61.7 Nullratsche Kuester 2016

Hier die restlichen Zeichnungen zum ersten „Mann,oh Mann“-Beitrag. Es handelt sich um Nullratschen, Nullsägen und einiges zur Vermessung der Null.

 

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die Null kann eine Körperöffnung sein

 

#62.4 Obszönität der Null Kuester 2016

„Fuer mich ist „die Obszonität der Null“ kein Zwischenspiel in dem zeichnerischen Dialog mit Susanne“, sagte Juergen zu mir, nachdem wir uns in den letzten Tagen nicht gesehen hatten. „Wenn diese Obszönität denn überhaupt existiert.“ Susanne hatte dies nämlich auf ihrem Blog so geschrieben und einige Fragezeichen in den Raum gestellt.

„Die Null kann auch eine Körperöffnung sein“, meinte Juergen ebenfalls, fast beiläufig. Und dann ergänzte er: „Könnte auch schamlos sein, das Ganze, irgendwie.“ Aber Scham habe ja mit Tabubruch zu tun. Und den könne er in den letzten Zeichnungen hier nicht erkennen. Das sagte er mehr zu sich selbst, zur Selbstvergewisserung.

„Ich hatte kein inneres Problem die Null so zu zeichnen“, ergänzte er.

Und ob  denn das, was er da gezeichnet habe wirklich zu intim sei ? fragt er nach einiger Zeit des Betrachtens. Ich fand nicht. Und ob es andere so empfinden, das kann schon sein. Aber ist das ein Grund sie nicht zu zeigen? Sollen Bilder etwas mit uns machen oder nicht?

Buchalov

 

 

 

Mann, oh Mann!

#61.1 der Nulltunnel Kuester 2016

„Mann, oh Mann!“, stöhnte Juergen.

Während Susanne Haun bei ihrem gemeinsamen Zeichenprojekt zur „Null“ im Nulltunnel feststeckte und nach Nullseilen mit dem Nullanker rief, um das rote Nullseil werfen und sich aus diesem Tunnel herausziehen zu können, so schrieb sie jedenfalls, saß Juergen in seinem Atelier „Zelle k5“ und zeichnete und zeichnete und zeichnete. Da hatte sich wohl einiges aufgestaut und bei ihm konnte von Feststecken im Tunnel keine Rede sein.

Ich werde wohl bei der Menge an Material, das er produziert hat, zwei Beiträge posten müssen. Hier die ersten Bilder, als direkte Antwort auf Susannes Arbeiten.

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