XXX – Woche: Tag 3

 

Wir sind heute erst später dazugestoßen. Während Antje und Elke in Juergens Atelier „Zelle k5“ schon an ihren Portraits gearbeitet haben, sind wir Beide erst einmal nach Issum gefahren und haben Juergens anstehende Ausstellung im „Weißen Häuschen“ aufgebaut. Juergen zeigt dort einige seiner „OrtsMarken“.

Danach ging es zurück ins Atelier. Hier sind einige Ergebnisse vom Rest des Tages, wobei Juergen heute mit sich und seinen Arbeiten gar nicht zufrieden war. Er habe schon bessere Tage gehabt, sagte er.

Portraits in Tusche von einer Fotografie, die er in seiner Papierbilderkiste gefunden hatte:

Die „Kartoffelköpfe“ sind heute im Papierkorb gelandet. Nur zwei Bilder haben es noch auf den Arbeitstisch geschafft und sind jetzt eher Behälter oder Kapseln oder so etwas ähnliches. Mal sehen, ob sie den Montag überstehen:

Buchalov

OrtsMarken von der letzten Fahrt

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Skizzenmässig sind sie erfasst. In Jürgens Skizzenbuch: die OrtsMarken der letzten Fahrt, die ich auch schon hier im Blog vor einiger Zeit gezeigt habe. Juergen hat mir das Skizzenbuch gegeben, und ich habe einiges abfotografiert, um es Euch hier erneut zu zeigen. Im Winter werden sie in Juergens Atelier in einer weiteren Bearbeitung eine Fortführung finden.

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Ort, Platz, Stelle

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Juergen kritzelt ja immer auf irgendwelchem herumliegenden Papier herum und nun hat er mir ein abgerissenes Blatt zugesteckt. Es geht wohl ums Thema „Orte“ im Zusammenhang mit seinen OrtsMarken. Und darauf steht:

Der Ort, der Platz, die Stelle, sie haben stets ein individuelles Aussehen.

Und im Laufe des Tages ändert sich diese Physiognomie des Ortes, des Platzes, der Stelle.

Und sie erzählen Geschichten, diese Orte – wenn man sie lesen kann, denn sie haben jeder für sich eine individuelle Geschichte.

Zu den Orten, Stellen, Plätzen, die man besucht und sieht, entwickelt man eine Beziehung, mal mehr oder weniger intensiv und fortdauernd oder eben auch nicht.

Ein Ort mit seiner Bestückung, den OrtsMarken, verankert uns.

Wir gehen von Ort zu Ort, von Geschichte zu Geschichte, von A nach B. Wir gehen in der Zeit.

Der Name des Ortes ist wie ein Schlüssel: er öffnet die Kiste der Erinnerungen. Und diese Erinnerungen sind Marken.

Gibt es einen Ort ohne Bilder im Kopf?

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OrtsMarken und Restepapier

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Manchmal solle man sich einfach auf seine Wurzeln besinnen. Auf das, was man kann und was manchmal im Laufe der Zeit verschüttet wurde. Und das, was man liebte. Meinte Juergen. Zum Beispiel an Papier und an Kleber, an die Lust am Modellbau mit Papierschnittbögen, an das Kleben, an das Schneiden, an das Fummeln und Frimmeln, wenn man die kleinen Teile zusammenfügte. An die klebrigen Hände. Als kleiner Junge und auch als Jugendlicher habe er das so gerne gemacht. Wenn es keinen Kleber gab, habe Vater mit seinem Holzleim aus dem Werkraum im Keller oder Mutter mit so einer Art Mehlpampe nachgeholfen. Na ja.

Und jetzt sehe ich wie Juergen aus Abfallpapier, aus schon bedruckten Bögen und all dem Papierkram der im Atelier „Zelle k5“ herumfliegt und herumliegt „OrtsMarken“ baut und sich ohne Plan einfach so „voranwurstelt“, bewußt unperfekt. Rhizomartig halt. Und Restepapier ist ja im Überfluss vorhanden.

Ich glaube, das wird was.

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Husch husch #2 – 2018

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Dieses „husch husch“ ist ein „husch“ mit Vorlauf.

Es war ja klar, irgendwann im Laufe der einen Woche im Januar mit Nanni so besprochen, dass da auf die Schnelle auch noch Tonarbeiten zum Thema „unterwegs“ entstehen sollten. Und das war dann gestern. Zu sehen sind Jürgens „OrtsMarken“ und Nannis „Bali Verdrehungen“

Und „husch husch „war es auch, weil es im Atelier von ihr so elendig kalt war.

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Weitere „OrtsMarken“

Dies sind die letzten „OrtsMarken“ aus dieser Serie, sagte Juergen zu mir – mit Aquarell und Fineliner entstanden. Das soll jetzt genügen. Er hat sie in ein grosses Skizzenbuch gezeichnet und das ist jetzt voll.

Ich solle mich schon mal auf die Nachfolgezeichnungen freuen. Demnächst, bald!

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ein Ort

Einen Ort zu bestimmen, ihn zu begreifen, ihn zu verorten kann auf vielerlei Art und Weise geschehen. Manches erschließt sich zeichnerisch, einiges fotografisch, wieder anderes im Gespräch mit Menschen. Die Atmosphäre des Ortes wirkt auf die Seele und die Landschaft des Ortes wird zum Szenarium.

Jürgen hat in diesem Sinne in den letzten Tagen spiralförmig Fundstücke um sein Wohnmobil herum gesammelt, gezeichnet, aquarelliert und fotografiert. Das Ganze hat auch schon einen Arbeitstitel: ErdMarken oder OrtsMarken.

Gesammelt hat er das Ausgangsmaterial in einer kleinen Pappschachtel.

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