

Buchalov |
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Es ist heute Mittwoch und sie waren zu dritt: die Malerin, die Zeichnerin und der Drucker – Antje, Martina und Jürgen. (Von Antje und Martina berichte ich in den nächsten Tagen.)
Erst einmal müsse man einen Überblick bekommen, meinte Jürgen. Also kamen alle seine Papercuts – Zwickel auf den großen Tisch und wurden hin und her geschoben, geordnet, wieder verschoben, wieder zugeordnet und und und. Und es gab eine Erkenntnis: Einige Zwickelformen bilden Gruppen. Und eine dieser Gruppe muss vervielfältigt werden.



Aber erst einmal wurden Reparaturarbeiten an alten Zwickelformen vorgenommen.
Dann wurden Schablonen von vorhandenem Material geschnitten, neue Formen hinzugefügt und wieder ausgelegt, sortiert und besprochen.
Und eine Richtung für morgen hat sich dabei herauskristallisiert: die neuen Formen werden erst einmal gedruckt werden. Dann wird weiter entschieden.
Buchalov

Jürgen bereitet das kommende Zwickelbüro vor: 1.-5.11.2023. Antje, Martina und Elke sind mit dabei. Sie treffen sich in seinem Atelier, „der Zelle k5“ am Ostwall in Geldern.
Also: auf seinem Arbeitstisch im Atelier liegen Papierreste, die aus altem Material vergangener Zwickelbüros bestehen, und aus Verpackungsmaterial, das an den Klebestellen gelöst wurde. So sehen Druckstöcke aus. Meinte Jürgen. Alles muss in die Hand genommen werden und wird in die Hand genommen: Begutachtung! Kann man das sortieren? Kann man es ordnen? Ergeben sich Hinweise – auf was auch immer?



Und im Kopf geistert das hier: Der Zwickel als großes Papierobjekt? Der Zwickel angedockt an Stoffe? Der Zwickel und die Tarnkappe? Der Zwickel und die Zeit? Der Zwickel am Körper? Neue Zwickelformen? Eine Zwickeltheorie?


Da muss er jetzt durch. Klar!
Buchalov