BFT 2017: die Scherenschnitte

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„Kreuzcut“ nennt Juergen sie. Wieso, das entzieht sich meiner Kenntnis. Manchmal findet Juergen einzelne Worte einfach gut. Und die sammelt er dann. Ich glaube „Kreuzcut“ gehört dazu.

Jedenfalls sind es Scherenschnitte. Davon hat er nun einige fertiggestellt. Hier sind sie:

Und dieser Scherenschnitt  ist heute auf den letzten Sprung noch dazugekommen:

„Das sind“, so sagte er zu mir, „die letzten Arbeiten zur “ >>> Buchalovs Freunde Tour“ “ 2017″ <<<„

Buchalov

scheinbar aussortierte Papierbögen

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Die Lebendigkeit von Fragmenten ist es, die diese Bögen entwickeln.

Der Zufall in ihnen ist es, der diese Bögen so spannend macht.

Das Heraussuchen und Auswählen aus dem Bauch heraus ist es, was diese Bögen so interessant macht.

Dass aus Unfertigem Fertiges wird, macht diese Bögen so wertvoll.

Dass alles, auch die Reste, einen Wert hat, wird durch diese Bögen mehr als deutlich.

Es geht um die bedruckten Blätter, die Juergen im Arbeisprozess aussortiert hat, beiseite legte, ein großer Stapel, und die er später anderweitig verwendet. Sie sind fester Bestandteil des Prinzips „Zufall“ und „Experiment“.

Buchalov

daraus will noch was werden

Daraus will noch was werden. Nur was? Das weiß Juergen wohl auch nicht so richtig.

Ich habe ihn gefragt und er meinte, dass sei eben so, wenn man rumexperimentiere und rumspiele. Da gehe man sicher manchen Irrweg. Aber wenn schon. Irgendwann passe es dann schon.

Er könne mir, wenn ich wolle, den Weg beschreiben, den er bisher gegangen sei,  vom Ausgangspunkt bis zu dem, was momentan vorliege. Ich habe mich bedankt, bin aber gegangen. Ich hatte keine Lust, mir das anzuhören. Vielleicht später.

Buchalov

Vertrauen

Ich weiss ja, dass eine Plastik im additiven Verfahren der Anhäufung von Material entsteht. Aber das aus diesen kleinen Papierrollen mal etwas Bildhauerisches werden soll, kann ich noch nicht so recht glauben.

Das habe ich Juergen auch gesagt, als er heute an diesen Objekten arbeitete. Er aber meinte, dass er da schon ein grosses Vertrauen in den Prozess, das Material und den Einfallsreichtum habe. Zur Not könne er ja auch „Rudolf, den Bildhauer“ fragen. Wenn er denn in der Ateliergemeinschaft anwesend sei. Der habe für das Technische eigentlich immer eine Lösung.

Er, Juergen, tendiere momentan zu Fliesenkleber, den er auf die dünne Pappe aufbringen möchte. Und dann sehe man weiter.

Ich bin gespannt.

Buchalov

im Copyshop

IMG_7305Juergen erzählte mir heute morgen, dass er im Copyshop gewesen sei, und dass er wie immer im Papiermuell rumgestöbert habe – die Abfallpapiere interessieren ihn immer sehr stark – und dabei sei ihm ein Riesenpapier mit grauen Lichtverläufen in die Finger geraten, und er sei sehr fasziniert gewesen sei. Warum? Keine Ahnung. Er habe es sogleich fotografiert.

Und dabei sei diese ältere Dame neben ihn getreten – wie aus einer anderen Welt sei sie ihm erschienen – und habe gefragt, was er da mache, warum er das fotografiere. Sie sei neben ihm stehen geblieben- freundlich, neugierig, interessiert und habe geschaut und geschaut und geschaut. Irgendwas sei geschehen.

Gut, habe ich gedacht. Gut!

Buchalov