

Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Susanne Haun und Jürgen schicken sich in unregelmässigen Abständen schon seit Jahren Satzfetzen zu, die der andere literarisch und visuell ergänzen darf. Sie haben daran so ihre Freude. Auf Instagram kann man einen Teil der Ergebnisse sehen: https://www.instagram.com/projektohnenamen/.


Susanne schrieb:
#109
S: „Die Welt ist kompliziert geworden, deshalb …“
Und Jürgen setzte fort: …
#110: „…hilft die Reduktion, auch auf ein Zeichen: z.B. den Kreis.“
Natürlich ist die Welt kompliziert geworden. Aber war sie das nicht immer? Kompliziertheit und Komplexität sind ja an sich nichts Negatives, denn sie sind auch ein Zeichen für Vielfalt, und die kann ja bekanntlich bereichernd sein. Aber in der Vielfalt kann man auch versinken und untergehen, wenn man nicht weiß wie schwimmen geht. Jürgen meint, dass ihm in all den Jahren dabei immer geholfen habe, dass er Fragen gestellt habe, ganz nach dem alten Sokratischen Prinzip, Und die Antworten halfen, Kurs zu halten.
In „der Zeit“ standen zum Tode von Habermas diese drei Fragen:
Ist es wahr? Frage nach dem objektiven Sachverhalt
Ist es richtig? Frage nach der sozialen und ethischen Begruendbarkeit
Ist es wahrhaftig? Die Frage nach der Ernsthaftigkeit des Sprechenden
Das hat mich beeindruckt.
Jürgen schickt an Susanne nun folgenden Satzfetzen:
#111: „Ist in der Natur nicht alles Zahl, oder…“
Buchalov

Der Grundgedanke: Skizzen aus zwei dicken Skizzenbüchern der letzten Monate wollte Jürgen mit Tusche auf großformatige weiße Blätter übertragen. Diese Tuschezeichnungen dienten als Oberflächen und Konturen für Scherenschnitte. Und was mit diesen dann weiter geschieht, wird die nächste Ausstellung zeigen.
Der Titel dieser Ansammlung von Scherenschnitten lautet: I look at the world from my window.






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