Papier sei gut

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Die OrtsMarken, die OrtsMarken, die OrtsMarken, die OrtsMarken: das ist der neue Arbeitsschwerpunkt. Juergen ist diszipliniert, Glaubt er jedenfalls, denn er arbeitet thematisch das ab, was auf seiner Liste in seinem Handy steht. Und „BFT 2018 remember“ ist vorbei und die OrtsMarken sind jetzt halt dran. Seine Wand ist freigeräumt worden. Nackt, oder fast nackt schaut sie ihn an.

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Er schneidet und klebt,  kein Plan, ab und an eine Skizze, nur der Prozess ist wichtig. Er nimmt das Material, Papier und Pappe, das als Ausschuss auf einem kleinen Haufen in seinem Atelier herumliegt.

Papier sei gut, Papier liebe er. Papier sei im Überfluss im Atelier vorhanden. Reste seien auch gut. Reste liebe er. Reste seien ebenfalls im Überfluss im Atelier vorhanden. Und Verpackungsmaterial. So sagt er.

Er jetzt baut er OrtsMarken als Plastiken, große und kleine, dicke und dünne, bunte und fleckige, eckige und runde.

Buchalov

Was ist das eigentlich?

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Origami hat ihn immer interessiert. Schachteln hat er daraus schon hergestellt. Oder Leuchtkörper. Und nun hat er eine Form aus „Origami Architektur“ dazu verwendet, einige seine Drucke in Wandobjekte zu verwandeln. Sind das Skulpturen? Oder was ist das eigentlich?

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mühsam

Vier Stunden hat es heute gedauert bis Juergen am Punkt war. Es sei mühsam gewesen, meinte er. Es gab wohl vieles zu bedenken. Und die Erinnerung war schön.

Er hat das gesamte Material seiner „Buchalovs Freunde Tour“ vom Sommer gesichtet, gewogen, bewertet, sortiert, neun Skizzen ausgewählt, und die Wand begonnen, an der er alles zum Thema deponiert- situativ und rhizomartig. Auch dort kommt er manchmal den Dingen auf die Spur.

Und beim Verlassen des Ateliers ist das noch eine Skizze entstanden: wer weiß schon warum. Armin Rohrs Kommentar zur Zeichnung als Drahtstück auf weißem Papier als Hintergrund von gestern geisterte wohl noch durch seinen Kopf.

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XYZ – Woche: Tag 3

 

Wir sind heute erst später dazugestoßen. Während Antje und Elke in Juergens Atelier „Zelle k5“ schon an ihren Portraits gearbeitet haben, sind wir Beide erst einmal nach Issum gefahren und haben Juergens anstehende Ausstellung im „Weißen Häuschen“ aufgebaut. Juergen zeigt dort einige seiner „OrtsMarken“.

Danach ging es zurück ins Atelier. Hier sind einige Ergebnisse vom Rest des Tages, wobei Juergen heute mit sich und seinen Arbeiten gar nicht zufrieden war. Er habe schon bessere Tage gehabt, sagte er.

Portraits in Tusche von einer Fotografie, die er in seiner Papierbilderkiste gefunden hatte:

Die „Kartoffelköpfe“ sind heute im Papierkorb gelandet. Nur zwei Bilder haben es noch auf den Arbeitstisch geschafft und sind jetzt eher Behälter oder Kapseln oder so etwas ähnliches. Mal sehen, ob sie den Montag überstehen:

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intuitiv

Klar, ein grober Rahmen sei schon abgesteckt. Das Ziel sei auch klar: Horchgeräte. Oder OrtsMarken. Und das Wissen darum, wo es ungefähr, ganz grob hingehen könne, sei auch vorhanden.

Aber der Rest sei Umschauen im Atelier, Papiere und Pappen finden, Zeichnungen so ungefähr im Kopf haben, als Vorlage, Schere, Kleber, Cuttermesser, das Vertrauen darauf, dass man gedanklich abrufen könne, was man in der Situation benötigt und dann werde angehalten, geklebt, ausprobiert, verworfen, neu geklebt, weggeschnitten, umk4eist und und und. Fertig!

So beschreibt Juergen seine momentane Arbeitsweise bei der Herstellung der Papierplastiken. Ich finde das ganz vernünftig. Und intuitiv.

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