Schlagwort: Papier

  • Papiere

    IMG_1179Wenn man Juergens „rosa Zimmer“ in der „Zelle k5“ betritt, sieht man erst mit dem zweiten Blick, was er da so alles an Papieren, blanko und bebildert, groß und klein, in seinem Regal angehäuft hat. Er sammelt alles, alles, was nur irgendwie im Copyshop um die Ecke vervielfältigt werden kann oder auf das man drucken kann.

    Man findet auch große Poster, Reste vom Andruck aus Druckereien, oder großformatiges Chinapapier. Einiges wird ihm vorbeigebracht und geschenkt. Vieles nimmt er so im Vorbeigehen mit. Irgendwie kann er immer alles gebrauchen.

    Er liebt besonders Blätter aus Atlanten, aus anatomischen Büchern, von Flugobjekten, technische Zeichnungen, Konstruktionspläne, Landkarten und und und. Wenn er sie als Datei findet, druckt er sie aus und lagert sie hier. Irgendwie seltsam, wo er doch so gerne mit dem Digitalen arbeitet.

    Momentan sucht er gezielt Bilder zum Thema „Haut“ und „der künstlichen Befruchtung“. Juergen hat nichts dagegen, wenn ihm Material zugeschickt wird. Da freut er sich. Sagt er.

    Buchalov

  • Frau R.

    Frau R. ist eine ganz Liebe. Ich mag sie sehr. Frau R. ist Fotografin. Und liebt alles, was mit Stoffen und Papier zu tun hat. Sie wohnt in der Nachbarschaft.

    Sie besucht mich bisweilen in der Garage und redet mit mir: über Fotografie und Textiles, über Familie und Menschen. Bisweilen blitzt in den Gesprächen ihre Sehnsucht auf, die Sehnsucht nach den Dingen hinter den Dingen und wie sie dem auf der Spur ist. Sie hat ein schlechtes Gewissen, weil sie sich zu wenig um ihre Fotografie kümmert. Sie habe ein Zeitproblem.

    Ich aber sehe, dass sie auf dem Weg ist. Es ist die Sehnsucht.

    Nach den Gesprächen habe ich manchmal den Eindruck, dass ich zuviel von der Maschine und über die Maschine erzählt habe. Beim nächsten male werde ich mehr zuhören und weniger reden.

    Heute Vormittag, ich hatte frei, war sie bei mir in der Garage.  Sie hat mir ganz viel Papier, Aquarellpapier, Papier für Ölarbeiten und Skizzenpapier, geschenkt – für meine Malecke im Schlafzimmer.

    Ich war etwas verlegen.

    Buchalov