Schlagwort: Pastell

  • Protokolle – mindmaps

    Diese Woche ist „Kunst – Blogparaden – Woche“. Und daher schreibt nicht Buchalov auf diesem Blog in den nächsten Tagen die Beiträge, sondern Juergen.

    Mit der Frage „Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?  habe ich gestern den dritten Teil der Blogparade gestartet. Ich freue mich auf Eure Posts und natürlich sind  alle Beiträge herzlich willkommen.

    Mindmaps als gestalterisches und inhaltliches Mittel waren letzte Woche ein Thema bei Susanne Haun. Dies hat mich daran erinnert, dass auch von mir dazu einiges existiert, das hier hier eingesehen werden kann: >>[…]. Die Reihe nennt sich „Protokolle“, „wer schreibt, bleibt“, weil sie im Anschluss an Besprechungen mit Personen und Gruppen entstanden ist und den Versuch darstellt, im Nachhinein zu fassen und wirklich zu begreifen, was dort besprochen wurde. Die Mindmaps dienen der Klärung von Lebenssituationen. Diese Reihe stellt für mich ohne Zweifel eine künstlerische Arbeit dar.

    Juergen

    For my english readers:

    Mindmaps as a creative and substantive resource were an issue last week in Susanne Hauns Blog. This has reminded me, that there exists a lot of mindmaps made by me,  that  can be viewed here: >> […]. The series is called „Protokolle“, „wer schreibt, bleibt,“ because it was created after discussions with individuals and groups and is an attempt to grasp the fact and to understand really, what happened there. The mindmaps are used to clear situations.

  • Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?

    Heute startet der dritte Teil unserer Blogparade. Ich hatte mir zur Vorbereitung einige Fragen auf einen Zettel geschrieben, versucht, die Sachlage einzugrenzen, Rudolf den Bildhauer zu Rate gezogen, meine Tochter Swetlana befragt und mich dann nach einiger Zeit entschieden. Meine Frage lautet also:

    Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?

    Es wird, wie so oft, keine eindeutige Antwort geben, so vermute ich. Aber das Ausloten der beiden Positionen fände ich schon reiz- und sinnvoll. In unserer Ateliergemeinschaft fällt manchmal der Satz, dass wir dort in einer zweiten Welt leben, parallel zur Wirklichkeit, in einer Welt der Beschäftigung mit uns selbst – auf einer Insel. Meine eigenen Ansprüche und die mich faszinierende Beschäftigung mit dem Künstler und Menschen HAP Grieshaber und seinem sinngemäß wiedergegebenen Satz, dass er die Welt mit seiner Kunst verändern wollte, ihm dies aber nicht gelungen sei und er nun hier auf seiner Alm seine eigene Welt geschaffen habe, waren weitere Anlässe für mich, diese Frage aufzugreifen.

    Wenn es Flucht aus der Realität ist, bewegen wir uns dann in Richtung „l’art pour l’art“. Arbeiten wir also sinnfrei? Arbeiten wir dann nur auf uns selbst bezogen? Ist kreatives Schaffen somit ein Mittel der Psychohygiene? Sind wir alleine mit uns? Spielen wir nur? Sind wir Unterhalter, Alleinunterhalter? Die künstlerischen Exoten? Und wie stehen wir dann zu unserer Verantwortung für das Ganze?

    Wenn es Aufarbeitung der Wirklichkeit ist, wohin führt es dann? Was verändert dieses Tun wirklich? Wird Kunst Teil der gesellschaftlichen Prozesse? Sind wir somit politisch? Ist Kunst politisch? Produzieren wir dann gesellschaftliche Werke? Werden wir Teil einer Gemeinschaft mit ähnlichen Absichten? Was ist dann unter dem Begriff Kunst zu verstehen? Geben wir die kreative-kritische Distanz auf? Was ist mit der künstlerischen Freiheit? Wo liegen unsere Wirkungen?

    Kreatives Handeln als Flucht und/oder Aufarbeitung der Wirklichkeit: darauf möchte ich es reduzieren und im Dialog mit Euch auffächern.

    Am Ende der Woche wird aus den Teilnehmen der Diskussion per Losverfahren eine Person ermittelt, die als „Danke schön“ für die Beteiligung an der Aktion ein kleines Werk des Künstlers erhält (s.o.) und zusätzlich wird als Preis jeweils ein „Sternzeichenbuch“ verlost, das der Hamburger Galerist Karsten Peters gesponsort hat.

    Ich bin der Dritte im Rahmen der Blogparade. Wir alle erhoffen uns eine lebhafte Diskussion zu unseren Fragen. Im Abstand von einer Woche waren und sind folgende Künstler  im Netz:

    For my english readers:

    Today starts the third part of our blogparade. In  the last days I prepared therefore some questions, written on a piece of paper. It limited the circumstances, I consulted  Rudolf the sculpture, asked my daughter Svetlana and then I did a decision. Thats my question:

    Does artistic or creative work means escape from reality? Or is it the reworking of our surrounding reality?

    Juergen

  • Blogparade #2, zweite Woche

    Die Blogparade geht in die zweite Woche. Das Verfahren habe ich hier schon in einer Vorankündigung beschrieben.

    Heute stellt Ute Schätzmüller ihre Frage, und sie freut sich sicherlich über jeden Beitrag. Zu gewinnen gibt es auch etwas – als Anreiz: obiges Bild von Ute und das Sternzeichenbuch, gesponsert vom Galeristen Karsten Peters. Aber aus der Erfahrung der ersten Blogparade und der letzten Woche weiß ich, dass in erster Linie wohl die Lust und Freude am Dialog, am Erkenntnisgewinn, die Triebfeder für Eure Beiträge ist.

    Utes Frage lautet:

    “Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?”

    Buchalov

    For my english readers:

    The blogparade is going into the second week. I have already described the method in a notice.

    Today Ute Schätzmüller is doing her question, and she would be pleased to receive many, many posts. You can win one of her artworks and „the Sternzeichenbuch“ – as an incentive.

    This is Utes question: „May the sex of the artist play a role at the reception and evaluation of artwork ?“