pingpongpeng #3 und #4 | der Löwe hat geantwortet | Fotoprojekt von Buchalov und dem Löwen | Altglasfotografie

Buchalov und der Löwe haben in ihrem Projekt vereinbart ein Vorlagenbild des anderen fotografisch fortzuschreiben. Irgendwie. Und mit der unten angegebenen Technik.

Der Löwe hat geantwortet und schreibt über sein Bild „pingpongpeng#4“:

„Licht ist das Lebenselexier für die Photographie, denn Photographie heißt “Malen mit Licht” … Da die Sonne bekannter Maßen Licht abgibt, musste nur ein passendes Motiv gefunden werden … Einmal ums Haus gegangen … da hängt ja noch ein Blatt am Ziehrahorn … Einige Bilder sind entstanden … Nun wird es physikalisch  Die strahlenförmige Lichtreflektionen sind genau rechtwinklig zur Schlitzblende, erste interessante Erkenntnis … und dann war da noch etwas … Physikunterricht … Stimmt Interferenzmuster … Man sieht im Bild die Überlagerung der Wellenberge und -täler, die Wellentäler sind die dunkleren Bereiche in den Sonnenstrahlen … Irgendwie muss es zu einem Doppelspalt gekommen sein … Die Schlitzblende ist ein Einzelspalt … Wie hätte das ganze an der Dreifachspaltblende ausgesehen? … Viele Fragen … Lange Rede ohne Sinn: Das Bild soll sagen: “Ohne Licht, geht in der Photographie gar nichts“ 

Hier der Link zum Bild von „der Löwe“: >>> pingpong#4

Kamera: Sony NEX 5 
Objektiv: Heidosmat f2.8 85mm MC adaptiert mit einem 3D-Druck M42-Selbstbauadapter mit Schlitzblende 

Copyright von Buchalov’s Bildern: Jürgen

Copyright von Löwen’s Bildern: Bernhard

Für die, die unser Projekt auf Instagram verfolgen wollen, hier der Link: Instagram: pingpongpeng1

Buchalov

project „parzelle 268 again“ | Fotos

Da gibt es in Geldern einen Copyshop. Weit und breit sind die ja mittlerweile um uns herum fast alle verschwunden, und in dem Laden in Geldern rackert der Copyist Oliver: und zu dem geht Jürgen gerne. Denn es gibt immer was zu erzählen über die Kunst, die Musik und die Politik. Und dort läßt Jürgen seine kleinen Heftchen und Bildersammlungen binden.

Das hier ist das Neueste: Parzelle 268 again – die Fotos / ca. 100 Seiten.

Buchalov

Nostalgie oder Zukunft? | Vintageobjektive | Altglasfotografie |

„Als ich jung war und damit meine ich, dass ich so um die zwanzig war, da habe ich mir eine analoge Spiegelreflexkamera gekauft, Mamiya Sekor, vom Mund abgespart, und habe so manche Stunde damit rumfotografiert, habe im kleinen Badezimmer, das zur Dunkelkammer wurde, entwickelt und mit den Ergebnissen experimentiert und dort die Bilder dieser Kamera in Form gebracht. Dann kamen die anderen Zeiten mit der Musik, dem Zeichnen, den Texten, dem Malen und dem Drucken.

Und jetzt bin ich wieder dort fotografisch angelangt, wo ich als junger Mann schon einmal war und fotografiere und experimentiere mit analogen Vintage- Objektiven und einer gebrauchten digitalen Kamera. Ist das jetzt Nostalgie oder ein Schritt in die Zukunft? Schließt sich ein Kreis oder führt das nach vorne.“ Jürgen macht sich Gedanken.

Buchalov

künftig/bald/nach vorne: Faltungen – einige Fragen. Wenn ihr mögt: bedient Euch!

Faltungen ist das Thema: Hier gehören heute und jetzt die Fragen hin, die Jürgen beschäftigen. Er geht immer von solchen Fragen aus, sucht Handlungsanweisungen, die etwas klären könnten und steigt dann in sein Thema ein. Ich lasse Euch gerne teilhaben.

Ihr dürft Euch gerne bedienen- er bittet ausdrücklich darum, denn ein gemeinsames Vorgehen bereitet einfach mehr Freude und fördert den Austausch.

Hier die Fragen und Anweisungen – vielleicht hat jemand Interesse daran ebenfalls einzusteigen, wie gesagt: bedient Euch, setzt um, was Euch anspricht, er würde sich freuen:

Was erhoffe ich mir in der Beschäftigung mit diesem Thema?
Streife durch Deine Atelierräume und sammle alle Papiere zusammen, an denen du Faltungen vorgenommen hast und versuche dich zu erinnern, warum du dies getan hast. Zeichne dazu ein Gedankenprotokoll.
Zudem kannst Du mit Deiner Kamera eine Reise durch die Räume vollziehen, die du bewohnst, Faltungen suchen und sie fotografisch dokumentieren. Eine Weiterverarbeitung ist sicherlich in Form eines Journals scheint sinnvoll.

Woher kommt die Faszination für Faltungen?
Es scheint unabdingbar, dass eine Reise in die Vergangenheit notwendig wird. Es gilt den Prägungen zum Thema auf die Spur zu kommen, indem man alphabetisch fortschreitend nach Erinnerungen im Zusammenhang von Faltung und Papier sucht und sie als Zeichen-Stichwort notiert.

Welche Faltungen kenne ich aus meiner Kinderzeit?

Mache eine Gedankenreise und falte mit Restepapier, an was Du Dich erinnerst. Als zweite Möglichkeit könnte man Papierflieger, Drachen, die Hexentreppe, Himmel und Hölle, die Ziehharmonika und Schachteln falten und in einer eingerichteten Fotoecke fotografieren.

Gibt es Grundtechniken der Faltung?
Im Atelier liegt ein Buch zum Thema „Basteln mit Papier“ und eine Internetrechersche zum Thema Origami oder Faltungen in der Architektur gibt vielleicht auch Hinweise. Sammle die Informationen in einer Datei und wende das Gelesene experimentell an.

Welche Auswirkungen haben Faltungen auf ein Motiv?
Erstelle eine Versuchsanordnung. Wähle dazu zwei Motive aus, ein flächiges und eines mit vielen Linien, kopiere sie und nimm Faltungen vor. Beginne einfach. Fasse die Ergebnis in einem Journal zusammen, in welchem die Ergebnisse eingeklebt werden.

Welche Faltungen kenne ich?
Gehe durch deine Räume und schaue Dir Werke an, die durch Falten entstanden sind oder an denen Faltungen vorgenommen wurden. Schneide spontan die Faltlinien als Netze in Holzplatten und drucke sie.

Was bewirkt ein Knick, oder auch mehrere, auf einem Stück Papier?
Nimm verschiedene Blätter -, dünne, große, kleine, blanko, bedruckt, beschriftet, bezeichnet – und vollziehe einen Knick oder mehrere. Arbeite möglichst frei. Fotografiere das Ergebnis oder klebe ein Papierobjekt oder einen Fries. Oder setze einzelne der Ergebnisse in offene Pappschachteln.

Was soll die Faltung nicht bewirken? Wenn du am Ende des Projektes angelangt bist, dann sortiere die Werke aus, die Deinem Anspruch absolut nicht entsprechen. Begründe! Gib ihnen eine andere Wertigkeit, indem Du sie fotografisch in einem Heftchen bündelst.

Wie verändert eine Faltung das zweidimensionale Blatt und die Motive darauf? Dies ist eine Vorher- Nachher Situation. Falte Papier und finde jemanden, der den Prozess und das Ergebnis mit seinen Mitteln beschreibt.

Wie wirken Faltungen und Licht aufeinander? Wie verändert sich die Zweidimensionalität? Baue Dir eine Fotoecke aus weisem Papier mit einer oder mehreren Lichtquellen und fotografiere Faltungen vor weißem Papier. Schicke die Ergebnisse Deiner bildhauerischen Arbeit einer bildhauerischen interessierten Person zur Stellungnahme oder Weiterverarbeitung. Es gibt viele mögliche Formen der Stellungnahme. Es geht um den Dialog.

Was verbindet Faltungen und Netze? Im praktischen Tun gibt es vielleicht Antworten: Falte, gezielt oder zufällig, entfalte und dokumentieren die vorliegenden Netze zeichnerisch, fotografisch und druckgrafisch. Klebe zudem die entfalteten Papiere zusammen.

Wie bringe ich Faltungen und Restepapier zusammen?
Fische mit geschlossenen Augen fünf der größten Blatter aus dem Stapel an Restepapier und falte eine Hexentreppe, eine Schachtel, ein Dach, ein Kanu, eine Ziehharmonika, einen Zylinder und eine freie Figur und vereine sie zu einem Ganzen.

Wie bringt man dass zusammen: Holzschnitt und Faltung?
Es wäre zu klären, welche Schnittstellen diese beiden Begriffspaare haben. Ziel, Inhalt, Methode, Organisationsform sind Oberbegriffe, die etwas strukturieren können – sie haben dir im Leben bei Vorträgen oder Zusammenfassungen stets geholfen. Nutze sie jetzt und arbeite theoretisch daran, anschließend praktisch.

Buchalov