OrtsMarken und Restepapier

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Manchmal solle man sich einfach auf seine Wurzeln besinnen. Auf das, was man kann und was manchmal im Laufe der Zeit verschüttet wurde. Und das, was man liebte. Meinte Juergen. Zum Beispiel an Papier und an Kleber, an die Lust am Modellbau mit Papierschnittbögen, an das Kleben, an das Schneiden, an das Fummeln und Frimmeln, wenn man die kleinen Teile zusammenfügte. An die klebrigen Hände. Als kleiner Junge und auch als Jugendlicher habe er das so gerne gemacht. Wenn es keinen Kleber gab, habe Vater mit seinem Holzleim aus dem Werkraum im Keller oder Mutter mit so einer Art Mehlpampe nachgeholfen. Na ja.

Und jetzt sehe ich wie Juergen aus Abfallpapier, aus schon bedruckten Bögen und all dem Papierkram der im Atelier „Zelle k5“ herumfliegt und herumliegt „OrtsMarken“ baut und sich ohne Plan einfach so „voranwurstelt“, bewußt unperfekt. Rhizomartig halt. Und Restepapier ist ja im Überfluss vorhanden.

Ich glaube, das wird was.

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Tag 2

Gestern war der Tag der Orientierung. Nanni und Juergen werden jetzt gemeinsam  eine Woche lang  in >>> „Zelle k5“ <<< arbeiten. Gestern war der Tag der Orientierung: sich thematisch einjustierten, von den Reisen erzählen, Material zeigen, Schwerpunkte setzen und dem anderen mitteilen, was man erwartet, wo man steht. Die Beiden mögen sich.

Juergen hatte sich, das habe ich genau beobachtet, schon Tage vorher eingestimmt, sein Thema gedanklich umrundet, grobe Notizen angelegt, das Material auf dem Tisch ausgelegt, seine Tagebuch begonnen, das er Rapport nennt, und sich überlegt, wie er methodisch vorgehen möchte, um zu Ergebnissen zu kommen und dennoch die Offenheit im Arbeiten zu haben. Denn der Zufall sei, so sagt er dann immer, sein Partner. Ich kann das nie glauben wie gezielt und diszipliniert er da stets vorgeht.

Und heute war Tag 2. Sie haben gearbeitet, sich ausgetaucht, über die Schulter geschaut,  und einiges vom anderen aufgegriffen. Sie hatten auch Besuch von Mechthild, der Märchenerzählerin aus dem „Weissen Häuschen“ in Issum, und sie haben es sich insgesamt gut gehen lassen.

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BFT 2017: die Scherenschnitte

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„Kreuzcut“ nennt Juergen sie. Wieso, das entzieht sich meiner Kenntnis. Manchmal findet Juergen einzelne Worte einfach gut. Und die sammelt er dann. Ich glaube „Kreuzcut“ gehört dazu.

Jedenfalls sind es Scherenschnitte. Davon hat er nun einige fertiggestellt. Hier sind sie:

Und dieser Scherenschnitt  ist heute auf den letzten Sprung noch dazugekommen:

„Das sind“, so sagte er zu mir, „die letzten Arbeiten zur “ >>> Buchalovs Freunde Tour“ “ 2017″ <<<„

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Scherenschnitte und Zeichnungen

Also, ich soll  so schreiben, fordert Juergen:

Am Anfang stand die „Buchalovs Freunde Tour 2016“, diesmal nach Berlin zu Susanne Haun. Dabei entstanden – wie in den Jahren zuvor – zeichnerische Skizzen, die in Linolschnitte umgesetzt wurden. Die soll ich später mal zeigen.

Dann wird auf dieser Tour immer Kunst getauscht. Aus dem, was Juergen dann nach Hause mitbringt entstehen Zeichnungen. U.a. diese hier:

Und aus den Zeichnungen werden dann Scherenschnitte. So, fertig!

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der erste „Buchalovs Salon“ in 2017

 

Heute morgen haben Juergen und ich in „Zelle k5“ aufgeräumt, denn gestern fand dort der erste „Buchalovs Salon“ in 2017 statt. Freie Plätze gab es keine mehr und was um 15 Uhr begann endete um 19 Uhr: Ganz schön lange und ganz schön schön.

Juergen hat seine Projekt der „Buchalovs Freunde Tour 2016“ vorgestellt und u.a. seine neuesten Arbeiten dazu, die Scherenschnitte, gezeigt. Er will sie in den nächsten Tagen hier auch noch zeigen.

Zwei Vertreterinnen der Gruppe „Machart“ aus Brüggen hatten Gelegenheit von ihrer Gruppe und den Projekten zu erzählen und Ruth Brauer, Jürgens neue Nachbarin in der Ateliergemeinschaft, erläuterte in groben Zügen ihr neues Buchprojekt. Doris Capell als Leiterin der Kunstschule in Xanten berichtete von ihrer Arbeit dort und von ihrer eigenen malerischen Tätigkeit.

Juergen war im Rückblick heute morgen besonders erfreut darüber, dass sich mit einigen eine gemeinsame „Tuschewoche“ im November anbahnt, eine spontane Idee, aber das sind ja oft die besonderen. Denn eins ist ja wohl klar, sagte er: „Nicht nur, aber doch auch, über solche Aktivitäten, gemeinsames Agieren und Dialog, lässt sich ein weiterer Schritt in der eigenen Entwicklung tun und man ist halt eingebettet in eine künstlerische Gemeinschaft, wenn auch zeitlich begrenzt. Was will man mehr.“ Ich weiß, dass Juergen so etwas liebt, und dass dies für ihn der Honig in seiner Arbeit ist.

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Kreuzcut 2015 #7

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Kreuzcut 2015 #6

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Kreuzcut 2015 #5

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Kreuzcut 2015 #4

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Kreuzcut 2015 #3

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