

Buchalov
Die „Parzelle 268“, auf der Juergen momentanen im Wohnmobil lebt, und deren Untersuchung ist sein aktuelles Projekt.
Die Frage lautet: Wie stellt sich die Athmosphäre hier vor Ort dar?
Arbeitsauftrag: Beschreibe durch Haikus die Athmosphäre des Ortes und lasse den Ort zusätzlich durch einen Spaziergang wirken, den Du in freien Zeichnungen festhälst.
1
Zuerst die Hitze
mit Schweiß aus allen Poren:
in stillen Nächten.
2
Dann Wochen später
der Starkregen und Fluten:
(das) Herz in der Hose.
3
Die Sonne brennt ein
und der Meereswind glättet.
Der Regen bleibt Null.
4
Inselhaft Leben,
weit weg von Krieg und Leiden?
Nein, nein: ein Trugschluss!
5
Man lernt sich kennen
und trifft sich hier, dort und da:
aber flüchtig, flach.
6
Der Duft kommt vom Grill
und Fleisch zischt wie die Schlange.
Fett tröpfelt gelb rot.
7
Niemand beredet
oder nimmt den Krieg ins Visier.
Schließt man die Augen?
8
Ja, manche Hand hilft,
denn das einfache Leben
macht das notwendig.
9
Die Nachbarn wechseln:
das Kommen und das Gehen
weht die Namen fort.
10
Rotgelb die Sonne,
dunkel die Nacht und der Strand.
Ich bin klein und schaue.

Buchalov |

zwischendurch, aus der Erinnerung, eine Skizze zum Hoogen Dyck auf Restepapier: damit die Verbindung zu diesem Ort nicht abreißt.
Buchalov
Die Atelierräume aufräumen, Staub saugen, den Flur streichen, den Müll entsorgen, Unnützes in die Ablagen verfrachten, die Wände von alten Bildern befreien, Material sichten, Post in Empfang nehmen, Getränke besorgen, und und und.
Es sei schon einiges zu tun, meinte Juergen. Und das, bevor ein Bild an der Wand hänge, für die anstehende Ausstellung am nächsten Wochenende. Was sein muss, muss sein.
Hier noch einmal der Link zur Einladung: >>> [ …]
Buchalov
Juergen bittet mich ja hin und wieder darum, auf Sachen von ihm hinzuweisen. Das mache ich ja gerne. Das gilt auch für seine neuen, digitalen Collagen von „unterwegs“, entstanden auf der Basis seiner Reisetagebücher. Wie er damit weiter umgehen will, weiß er noch nicht.
Einfach mal reinschauen: >>> [unterwegs – Collagen]
Buchalov
Jürgen alias Buchalov und ich haben die Zeit auf Prösitz auch zum Arbeiten genutzt.
Da wir unser double bind Projekt (siehe hier) abgeschlossen haben und nun auf der Suche nach einem Ausstellungsort sind, haben wir ein neues noch unbenanntes Projekt begonnen.
Stehend und gehen, jeder hat für sich begonnen (c) Foto von M.Fanke
Dabei sind wir anders vorgegangen als bei unseren gemeinsamen Berliner Blättern (siehe hier ein Beispiel).
Unsere Erfahrungen, die wir beim gemeinsamen Zeichnen in der Vergangenheit machten, sind selbstverständlich eingeflossen. Die Umgebung „Prösitz“ ist in unsere Arbeiten ein entscheidender Faktor. Wir arbeiteten im stehen und gehend und saßen uns im Zeichenprozeß nicht gegenüber. Jeder hat für sich begonnen und der andere hat im zweiten Schritt ergänzt.
Danach haben wir die Arbeiten gruppiert und vier Gesamtbilder daraus gelegt.
Erste Gruppierung (c) Foto von Susanne Haun
Im nächsten Schritt wurden Verbindungen geschaffe, die wir wieder auseinanderrissen…
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