to grow | how can you record steps of growth? | first scetches

Diese Arbeiten hier sind schon vor Monaten (und in den letzten Tagen) entstanden als das Thema „to grow“ so langsam am Horizont auftauchte. Sagt Jürgen. Sehr übermächtig war damals die Frage, welche Möglichkeiten der Darstellung der Messung von Wachstum es geben könnte.

Buchalov

10 | Parzelle 268 again and again | investigation | the spirit of this place | Haikus

Die „Parzelle 268“, auf der Juergen momentanen im Wohnmobil lebt, und deren Untersuchung ist sein aktuelles Projekt.

Die Frage lautet: Wie stellt sich die Athmosphäre hier vor Ort dar?

Arbeitsauftrag: Beschreibe durch Haikus die Athmosphäre des Ortes und lasse den Ort zusätzlich durch einen Spaziergang wirken, den Du in freien Zeichnungen festhälst.

1

Zuerst die Hitze

mit Schweiß aus allen Poren:

in stillen Nächten.

2

Dann Wochen später

der Starkregen und Fluten:

(das) Herz in der Hose.

3

Die Sonne brennt ein

und der Meereswind glättet.

Der Regen bleibt Null.

4

Inselhaft Leben,

weit weg von Krieg und Leiden?

Nein, nein: ein Trugschluss!

5

Man lernt sich kennen

und trifft sich hier, dort und da:

aber flüchtig, flach.

6

Der Duft kommt vom Grill

und Fleisch zischt wie die Schlange.

Fett tröpfelt gelb rot.

7

Niemand beredet

oder nimmt den Krieg ins Visier.

Schließt man die Augen?

8

Ja, manche Hand hilft,

denn das einfache Leben

macht das notwendig.

9

Die Nachbarn wechseln:

das Kommen und das Gehen

weht die Namen fort.

10

Rotgelb die Sonne,

dunkel die Nacht und der Strand.

Ich bin klein und schaue.

Buchalov |

Hoogen Dyck | more scetches | part 9 | it goes around and around | Tusche und Buntstift

Und dann noch dieses hier:

Zuerst ist da der Spaziergang in der Natur auf dem “Hoogen Dyck”, dann die Photos, die dabei entstehen, und am Zeichentisch dann die Skizzen, fast immer auf Restepapier.

Buchalov

Hoogen Dyck | sketch |damit die Verbindung zu diesem Ort nicht abreißt

zwischendurch, aus der Erinnerung, eine Skizze zum Hoogen Dyck auf Restepapier: damit die Verbindung zu diesem Ort nicht abreißt.

Buchalov

was sein muss, muss sein

Die Atelierräume aufräumen, Staub saugen, den Flur streichen, den Müll entsorgen, Unnützes in die Ablagen verfrachten, die Wände von alten Bildern befreien, Material sichten, Post in Empfang nehmen, Getränke besorgen, und und und.

Es sei schon einiges zu tun, meinte Juergen. Und das, bevor ein Bild an der Wand hänge, für die anstehende Ausstellung am nächsten Wochenende. Was sein muss, muss sein.

Hier noch einmal der Link zur Einladung: >>> [ …]

Buchalov

 

einfach mal reinschauen

IMG_1547Juergen bittet mich ja hin und wieder darum, auf Sachen von ihm hinzuweisen. Das mache ich ja gerne. Das gilt auch für seine neuen, digitalen Collagen von „unterwegs“, entstanden auf der Basis seiner Reisetagebücher. Wie er damit weiter umgehen will, weiß er noch nicht.

Einfach mal reinschauen: >>> [unterwegs – Collagen]

Buchalov

Arbeiten mit Jürgen auf Prösitz = Ur = Ursprung/Anfang = Element – Zeichnungen von S.Haun und J.Küster

Susanne Haun

Jürgen alias Buchalov und ich haben die Zeit auf Prösitz auch zum Arbeiten genutzt.

Da wir unser double bind Projekt (siehe hier) abgeschlossen haben und nun auf der Suche nach einem Ausstellungsort sind, haben wir ein neues noch unbenanntes Projekt begonnen.

 Stehend und gehen, jeder hat für sich begonnen (c) Foto von M.Fanke Stehend und gehen, jeder hat für sich begonnen (c) Foto von M.Fanke

Dabei sind wir anders vorgegangen als bei unseren gemeinsamen Berliner Blättern (siehe hier ein Beispiel).

Unsere Erfahrungen, die wir beim gemeinsamen Zeichnen in der Vergangenheit machten, sind selbstverständlich eingeflossen. Die Umgebung „Prösitz“ ist in unsere Arbeiten ein entscheidender Faktor. Wir arbeiteten im stehen und gehend und saßen uns im Zeichenprozeß nicht gegenüber. Jeder hat für sich begonnen und der andere hat im zweiten Schritt ergänzt.

Danach haben wir die Arbeiten gruppiert und vier Gesamtbilder daraus gelegt.

Erste Gruppierung (c) Foto von Susanne Haun Erste Gruppierung (c) Foto von Susanne Haun

Im nächsten Schritt wurden Verbindungen geschaffe, die wir wieder auseinanderrissen…

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Berliner Blätter und „disegno esterno“ und „disegno interno“

Susanne Haun

Der italienischer Theoretiker, Federigo Zuccari prägte um 1600 die Begriff „disegno interno” und „disegno esterno”, innere und äußere Zeichnung. Der „disegno interno” liefert die Idee, der „disegno esterno” sorgt für die Ausführung.

Berliner Blätter 02 2014 - 2  (c) Zeichnungen von J.Küster und 0004 Berliner Blätter 02 2014 – 2 (c) Zeichnungen von J.Küster und 0004

Nun können Jürgen Küster und ich uns überlegen, welches disegno von wem in welchen Blättern steckt!

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich während meines Studiums besonders gerne von der Geschichte der Zeichnung höre und lese.
Das folgende Zitat von Vasari gefällt mir sehr gut:

„Die Zeichnung, der Vater unserer drei Künste, Architektur, Bildhauerei und Malerei, geht aus dem Intellekt hervor und schöpft aus vielen Dingen ein allgemeines Urteil, gleich einer Form oder Idee aller Dinge der Natur, die in ihren Maßen überaus regelmäßig ist. So kommt es, dass die Zeichnung nicht nur in den menschlichen und tierischen Körpern, sondern auch in den Pflanzen, Gebäuden, Skulpturen…

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Was soll man dazu sagen?

IMG_1460Man sieht immer, was man sehen will, meinte Juergen. Und die Linie ist das geheimnisvolle Mittel, das es möglich macht.

Was soll man dazu sagen?

Buchalov