was sein muss, muss sein

Die Atelierräume aufräumen, Staub saugen, den Flur streichen, den Müll entsorgen, Unnützes in die Ablagen verfrachten, die Wände von alten Bildern befreien, Material sichten, Post in Empfang nehmen, Getränke besorgen, und und und.

Es sei schon einiges zu tun, meinte Juergen. Und das, bevor ein Bild an der Wand hänge, für die anstehende Ausstellung am nächsten Wochenende. Was sein muss, muss sein.

Hier noch einmal der Link zur Einladung: >>> [ …]

Buchalov

 

einfach mal reinschauen

IMG_1547Juergen bittet mich ja hin und wieder darum, auf Sachen von ihm hinzuweisen. Das mache ich ja gerne. Das gilt auch für seine neuen, digitalen Collagen von „unterwegs“, entstanden auf der Basis seiner Reisetagebücher. Wie er damit weiter umgehen will, weiß er noch nicht.

Einfach mal reinschauen: >>> [unterwegs – Collagen]

Buchalov

Arbeiten mit Jürgen auf Prösitz = Ur = Ursprung/Anfang = Element – Zeichnungen von S.Haun und J.Küster

Susanne Haun

Jürgen alias Buchalov und ich haben die Zeit auf Prösitz auch zum Arbeiten genutzt.

Da wir unser double bind Projekt (siehe hier) abgeschlossen haben und nun auf der Suche nach einem Ausstellungsort sind, haben wir ein neues noch unbenanntes Projekt begonnen.

 Stehend und gehen, jeder hat für sich begonnen (c) Foto von M.Fanke Stehend und gehen, jeder hat für sich begonnen (c) Foto von M.Fanke

Dabei sind wir anders vorgegangen als bei unseren gemeinsamen Berliner Blättern (siehe hier ein Beispiel).

Unsere Erfahrungen, die wir beim gemeinsamen Zeichnen in der Vergangenheit machten, sind selbstverständlich eingeflossen. Die Umgebung „Prösitz“ ist in unsere Arbeiten ein entscheidender Faktor. Wir arbeiteten im stehen und gehend und saßen uns im Zeichenprozeß nicht gegenüber. Jeder hat für sich begonnen und der andere hat im zweiten Schritt ergänzt.

Danach haben wir die Arbeiten gruppiert und vier Gesamtbilder daraus gelegt.

Erste Gruppierung (c) Foto von Susanne Haun Erste Gruppierung (c) Foto von Susanne Haun

Im nächsten Schritt wurden Verbindungen geschaffe, die wir wieder auseinanderrissen…

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Berliner Blätter und „disegno esterno“ und „disegno interno“

Susanne Haun

Der italienischer Theoretiker, Federigo Zuccari prägte um 1600 die Begriff „disegno interno” und „disegno esterno”, innere und äußere Zeichnung. Der „disegno interno” liefert die Idee, der „disegno esterno” sorgt für die Ausführung.

Berliner Blätter 02 2014 - 2  (c) Zeichnungen von J.Küster und 0004 Berliner Blätter 02 2014 – 2 (c) Zeichnungen von J.Küster und 0004

Nun können Jürgen Küster und ich uns überlegen, welches disegno von wem in welchen Blättern steckt!

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich während meines Studiums besonders gerne von der Geschichte der Zeichnung höre und lese.
Das folgende Zitat von Vasari gefällt mir sehr gut:

„Die Zeichnung, der Vater unserer drei Künste, Architektur, Bildhauerei und Malerei, geht aus dem Intellekt hervor und schöpft aus vielen Dingen ein allgemeines Urteil, gleich einer Form oder Idee aller Dinge der Natur, die in ihren Maßen überaus regelmäßig ist. So kommt es, dass die Zeichnung nicht nur in den menschlichen und tierischen Körpern, sondern auch in den Pflanzen, Gebäuden, Skulpturen…

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Was soll man dazu sagen?

IMG_1460Man sieht immer, was man sehen will, meinte Juergen. Und die Linie ist das geheimnisvolle Mittel, das es möglich macht.

Was soll man dazu sagen?

Buchalov

zentrale Knoten

Es gibt Tage und Momente, da bündeln sich die Ereignisse. Da werden Handlungen und Dinge, die sich vorher über einen längeren Zeitraum angebahnt haben,  zu zentralen Knoten und entscheiden sich oder werden zu fertigen Ergebnissen.

„Solch eine Phase habe ich jetzt Ende November“, sagte Juergen heute zu mir. Er war alleine im Atelier. Ich hatte ihn mit Elisabeth, unserer gemeinsamen Freundin, besucht. Er sagte das, weil er seine „InEcken“, die digitalen Zeichnungen,  immer noch im Entstehen sind, diese aber den Umfang von 100 Exemplaren erreicht haben. Und weil er mit seinem Atelier umzieht, in die „Zelle k5“ und das „rosa Zimmer“. Ein Türschild hat er heute angebracht. Auch seine Drucke, die großen, zu den „InEcken“, finden ihr Ende. Noch zwei Arbeitsschritte, dann ist er damit fertig und wird sie uns sicherlich vorstellen. An der Serie wird er aber zukünftig weiterarbeiten. Juergen hat also reichlich zu tun.

Eine kleine Auswahl, eine beliebige, der „InEcken“ hat er jetzt auf einer seiner Seiten „Zelle k5“ eingestellt.

Buchalov

For my english readers:

There are days and times, when events are bundled. Acts and things, which have previously been initiated over a longer period, are now coming to the central node and were chosen or come to a finishing result.

„Such a phase is now going on for me in late November,“ Juergen said to me today. He was alone in the studio. I had visited him with Elizabeth, our mutual friend. He said this, because he is still working with his „InEcken“ and they have reached the amount of 100 copies. And he is changing his studio, and works in the room „Zelle k5“ and „rosa Zimmer“.

husch husch selbst

Juergen meint, dass wenn nichts geht, geht der Versuch eines Selbstporträts immer. Und dann sei heute auch mal wieder ein „husch – husch – Tag“. Also kombinieren wir das mal: „husch – husch – selbst“.

Buchalov

For ma english readers:

If nothing is going on, Juergen says, a self-portrait is always possible. And today is once again a „hush – hush – day“. So we combine this : „hush – hush – self“.

Hockney 2

Juergen saß im Atelier an seinem Zeichentisch – er zieht momentan in kleinen Schritten in die neuen Räume um, aber davon später mal mehr – und hatte vor sich den dicken „Hockneywälzer“ liegen: „David Hockney, a bigger picture, Verlag Hirmer“.

Er sei zwiegestalten, sagte Juergen. Auf der einen Seite finde er es toll, dass er mit seinem Ansatz das iPad zu nutzen nicht alleine sei, auf der anderen Seite habe das wieder so den Touch als wenn man einem großen Künstler, nämlich Hockney, nachäffe. Dabei verwende er, Juergen, das iPad aus eigenem Antrieb jetzt schon seit gut zwei Jahren. Da habe er von Hockneys Liebe zum Pad noch nichts gewusst. Juergen ist nämlich sein eigener Ansatz sehr wichtig. Es gäbe aber auch eine ganze Szene, die sich mit dem Zeichnen auf dem iPad beschäftige. Als Beispiel nannte er mir die folgende Seiten: Sketchbook, Simki68, fingerpainted

Er sei mir auch noch einmal sehr dankbar dafür, dass ich seine Erfahrungen mit dem digitalen Zeichnen im Blog veröffentlicht habe.

In der Ausstellung in Köln seien die ausgedruckten iPad – Bilder ja die größten gewesen. Das Problem der Pixeliegkeit bei Vergrößerung der Zeichnungen habe Hockney mit Hilfe einer Software gelöst, nur welche, sei ihm, Juergen,  immer noch nicht bekannt. Aber das wäre wichtig. Vielleicht kann ja jemand aus der Bloggemeinde mit seinem Wissen  helfen.

Dass er die Drucke dann auf Dibondplatten aufgezogen habe, sei technisch eine wirklich gute Lösung. Für ihn, Juergen, sei das aber zu teuer. Da müssten dann Trägerplatten aus anderem Material her. Er denke an Holz, weil er Holz liebe. Oder ähnlichem Material.

Hockney arbeite auf dem iPad auch anders als er, meinte Juergen. Hockney gehe als Maler natürlich malerisch an die Sache heran: Hintergründe erstellen und Schicht für Schicht durch Punkte, Linien und Schraffuren das Bild aufbauen, wenig radieren.

Er, Juergen, gehe so vor, dass er von der Kontur her komme, zeichnerisch das Blatt fülle und durch die farbige Fläche den Figuren das Volumen gebe. Und ganz wichtig: er arbeite mit Layern, d.h. mit verschiedenen Ebenen, die sich übereinander legen lassen, in ihrer Transparenz verändern lassen und baue so Schicht für Schicht das Bild auf. Mit den Layern lasse sich auch gut experimentieren und verschiedene farbliche sowie kompositorische Varianten ausprobieren. Und er radiere viel, auf den Layern, weil durch die Radierlöcher die anderen Schichten zum Vorschein kämen und das nicht immer kalkulierbar sei und daher dem ganzen Bild viel Lebendigkeit gebe. Juergen meinte, er sei ja auch kein Maler, sondern eher ein Zeichner.

Die Schnelligkeit des Vorgehens im Vergleich zur Aquerellierung als Versuch der Skizzierung wisse er genau wie Hockney schon sehr zu schätzen. Das möchte er nicht mehr missen. Und vom Zeichnen mit dem Finger sei er auch weg. Er benutze schon lange einen Stift. Er habe dann ein besseres Gefühl.

Buchalov

For my english readers:

Juergen was sitting in the studio at his drawing board and was reading a big book of Hockney: „David Hockney, a bigger picture, Hirmer Verlag.“

He was divided, said Juergen. On the one hand it’s great, that he can use the iPad with his own approach and he is not alone in doing this On the other hand it looks like imitation of the  great artist Hockney. He, Juergen, uses the iPad  now for over two years by its own initiative. At this time he hadn’t any knowledge about Hockney and his love to the iPad. His own approach is very important for Juergen. However, there is also quite a scene using the Pad for there drawings.