Schlagwort: Sternzeichen Buch

  • aufgeregt

    Juergen wirkte aufgeregt. Er hatte im Internet die „Kunst – Blogparade“ besucht und die Frage von Conny Niehoff gelesen: Wird Bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns zu sehr auf? Und wen interessiert unser geistiges Gedöns?

    Er habe auch die bisherigen Kommentare überflogen und jetzt drei Tage gewartet. Juergen setzte sich dann zu mir und legte, wirklich aufgeregt, los. Was das denn  für eine Frage sei? Oder besser drei Fragen? Wie solle man denn darauf antworten? Er erinnere sich an Armin Rohr, der ja dazu schon einiges gesagt habe? Und auch ich hätte dazu ja schon im Blog Postion bezogen. Wer lasse sich als Künstler denn auf Bewertung von außen ein?, fragte er, wie im Selbstgespräch. Gut, man würde bei Wettbewerben schon mal Sachen einreichen, aber da wüßte man doch, dass die Auswahl subjektiv getroffen werde.  Wenn es Bewertung gäbe, dann doch – wie bei ihm selbst-  im Gespräch mit seinen Kunstkolleginnen und Kollegen, denen nämlich, denen er vertraue, und das gehe dann in Richtung Eigenbewertung, Selbstkritik, um die Qualität der Arbeit auszuloten, um zu schauen wie man weiter vorgehen könne, um sich der eigenen Postion zu vergewissern. Und wer soll denn Kunst überbewerten? Wer ist das denn überhaupt?

    Und ob wir uns zu sehr aufdrängen, könne doch nur gefragt werden, wenn man etwas von jemandem wolle. Und dieser Jemand will dann vielleicht genau das nicht. Aber das käme doch eigentlich nur beim Verkauf von Kunst vor. Oder bei der Eigenpräsentation, bei der Herstellung von Öffentlichkeit mit der eigenen Kunst, wo auch immer, zum Beispiel auch bei Facebook.  Das könne man dort natürlich schon ganz schnell als Aufdrängen interpretieren.

    Und geistiges Gedöns! Was das überhaupt für eine Formulierung sei? Das klinge für ihn abwertend, denn gerade das Gegenteil sei es doch, was Kunst trage: Erkenntnisgewinn, der alte Sokrates, der Dialog, die Betrachtungen der Welt, das Verstehen, sich verorten, das erzählen an Tischen – wie Susanne Haun gestern geschrieben hat. Als wenn das alles keine Bedeutung habe.

    Ich habe versucht, ihn zu beruhigen und gemeint, dass hinter dem allen vielleicht das Wackeln über das eigene Handeln als Künstler oder die Frage nach der eigenen Rolle stehe. Dass könne er doch wohl verstehen, da er sich mit diesem Thema ja auch oft beschäftigte. Vielleicht seinen das Vergewisserungen der eigenen Postion. Das mache er doch auch.

    Das hat ihn dann versöhnlicher und wieder nachdenklich gestimmt.

    Aber dann sagte er noch: „Wieso, weshalb warum: wer nicht fragt bleibt dumm.“ Das sei seine Position. Und: man müsse sich halt entscheiden. Gelte nun “ Man lernt nie aus.“ Oder gelte „Man lernt nie. Aus!“

    Buchalov

    For my english readers:

    Juergen seemed excited. He had visited the internet, the „art – blogparade“  and read the question of Conny Niehoff: Is visual arts be overvalued? And  are we urging us to much? And who cares about our spiritual fuss? Juergen then sat down and  was really going on with wondering in an excitedly way. What does this question mean? Or rather three questions? How should one respond to this?

  • es endet und beginnt

    Meine Blogwoche endete gestern. Die von Conny Niehoff wird morgen beginnen.

    Ich möchte denen von Herzen danken, die in der vergangenen Woche auf meine Frage „Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?“ geantwortet haben und gemeinsam mit mir versuchten, den Dingen auf die Spur zu kommen. Es war eine Herausforderung und Bereicherung zugleich, da es meine erste Blogparade war und die Kommentare doch viel Aspekte enthielten, die auch nach dieser Woche noch nachwirken. Ich habe viel Inhaltliches und einiges mehr an Kontakten mitgenommen.

    Die Zugriffszahlen auf meinen Blog sind rasant in der vergangenen Woche gestiegen und erreichten Spitzenwerte, die ich dort bisher nicht kannte. Es gab 45 Posts zu meiner Frage, von 14 Autoren. Dies waren im Einzelnen: Barbara, Susanne Haun, klaus, muetzenfalterin, Oliver Kohls, ute schätzmüller, Tobias, derdilettant, Armin, mandoisland, Helen Königs, gabyrichter, Frank Koebsch und dedepuppets. Das hätte alles ein wenig mehr sein können, aber vielleicht war meine Frage auch zu stark künstlerbezogen und zu allgemein gehalten. Oder zu verwirrend? Zu komplex? Oder einfach zu einfach? Daraus kann man für zukünftige Blogparaden nur lernen.

    Da Susanne, Ute, Frank und Oliver Teilnehmer der Blogparade sind, bleiben sie bei der Verlosung der Radierung und des Sternzeichenbuches außen vor. Als Glücksbote habe ich selbst agiert, indem ich die Zettel mit den Teilnehmern auf dem Tisch in Linie in beliebiger Reihenfolge gelegt habe, die Quersumme der Uhrzeit bildete, zu der ich das gerade tat und dann von links nach rechts abzählte -und danach vom ersten Treffer aus wieder mit der Quersumme das Gleiche vollzog. Ein echter Zufallsgenerator.

    Bei der Verlosung meiner Radierung hat „Tobias“ gewonnen. Und das Sternzeichenbuch wird „dilletant“ erhalten. Herzlichen Glückwunsch an Euch beide!

    Am Montag startet Conny Niehoff mit ihrer Frage im Rahmen der „Kunst – Blogparade“. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf die Beiträge.

    Juergen

    For my english readers:

    My blog week ended yesterday. Conny Niehoff will start tomorrow.

    I want to thank from heart all those, which in the past week responded my question and tried with me to get on a track about the discussion – things. It was a challenge and enrichment, because it was my first blogparade and the comments contained much issues, that continued to have an effect after that week.

  • vermischen

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    Dinge vermischten sich. Und mündeten in diese Skizzen.

    Bei Facebook fand ich gestern den Link zu einem „Anonymous- Aktionstag- Aufruf“, den ich mehr als interessant fand. Die Engelsthematik, die Frage nach den Geistwesen, nach den Wesen und dem Sein überhaupt, lag wieder bei mir in der Luft. Und die Frage nach der reinigenden Kraft der Kunst, indem sie sich nach Innen richtet, war im Blog von mir gestellt worden.

    Herausgekommen ist dann dieses Skizze, nicht bewusst, spontan gestern abend auf dem iPad gezeichnet, und alle drei Punkte scheinen in sie hineingeflossen zu sein. So glaube ich.

    Noch zwei Tage, dann endet im Rahmen unserer „Kunst – Blogparade“ die Möglichkeit zur Beteiligung an meiner Frage: “Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit? Ich freue mich auf Eure Beiträge.

    Juergen

    For my english readers:

    Things mixed up. And they ended in this sketches.

    Yesterday in Facebook I found a link to an „anonymous call of action“, which  was, so I found,  very interesting. The „angel“ theme, the question of the spirit and being in general, was flying in the air and returned back to me. And the question about the cleaning power of art, by being aimed inwards, had been submitted in the blog of mine yesterday too.