Schlagwort: Tagebuch

  • husch husch: #8 – 2013

    IMG_6382Man steht so rum, redet, da liegt Farbe und Papier: und husch husch entsteht was. Ein liegender Engel vielleicht? Egal!

    Buchalov

    For my english readers:

    We are standing around, we are talking, paper and colours are there: and „husch husch“ is something created. An angel?

  • schwebte im Raum 2

    IMG_6389Was ist Kunst? Dieses Thema von gestern hier fand seine Fortsetzung, als Juergen und ich am Sonntag Mittag im Duisburger Innenhafen die Ausstellung unseres Freundes Klaus P. Peltzer besuchten: großfomatige Arbeiten, gewaltig, voller Kraft und Energie, Blei und Eisen, und das kalte Material mit Leben gefüllt, besser: belebt. Auf diesem riesig langen Flur der Firma PEAG hingen sie und teilweise in den Büros und sorgten für Gesprächsstoff.

    Und dann diese Präsentation im zweitletzten Büro auf der rechten Seite mit Blick über den Innenhafen und auf die Küppersmühle: Peltzers Wandinstallation neben dem Bild eines Kindes.

    Was ist Kunst? Auf der Rückfahrt ging die Diskussion weiter.

    Buchalov

    For my english readers:

    What is art? This question was discussed again, as Juergen and I went to an exhibition of our friend Klaus P.Peltzer.

  • schwebte im Raum

    IMG_6383In „Zelle k5“ standen sie, Juergen, „Rudolf, der Bildhauer“ und „Jella, die Energetische“, und die Kunst schwebte mit Macht durch den Raum. Oder besser: es war die Frage, was denn Kunst sei, ob sie Künstler seien, die die drei heftig beschäftigte. Erst dachte ich, sie streiten sich, aber dann nahm ich wahr, dass es der Versuch war, eine Frage engagiert zu klären, die allen Dreien wohl sehr wichtig war und von der Juergen, das weiß ich, mittlerweile glaubt, dass sie eine unsinnige ist.

    Er meinte letztens noch, dass sich ihm diese Frage nicht mehr stelle. Er nehme wahr, dass die Menschen ihr Leben führten und Teil dieses Lebens seien auch kreative Prozesse und ihre Darstellung und das sei es dann schon. Und es seien oft hochinterressante Menschen. Ob die Ergebnisse solcher Lebensdokumentationen Kunst seien, sei für ihn als Punkt vollkommen unwichtig geworden. Alles sei ja zum großen Mix geworden: Kreatives, Konsum, Kunst, Produkte, Design, Esoterik, Privates, Fotos, Filme, Digitales. Und es werde alles gezeigt. Er empfinde sich selbst auch nicht mehr als Künstler. Was er in der Beschäftigung mit diesen Menschen und ihren Darstellungen für sich mitnehmen könne und wie es auf ihn wirke, das allein zähle. Die Frage nach der Kunst sei für ihn überflüssig geworden.

    Und „Jella“ schwieg.

    Und „Rudolf, der Bildhauer“, erwiderte, dass gute Kunst ihm wichtig sei, dass ihm die alten Meister am Herzen lägen, weil sie etwas zu sagen hätten, dass diese auch Wert auf das Technische gelegt hätten, heute werde ja alles nur noch hingerotzt, mit dem Ziel, es expressiv aussehen zu lassen, damit es sich besser verkaufe. Er gehe deshalb auch sehr selten in Museen mit Moderner Kunst, das Zeitgenössische finde er oberflächlich und von Genius könne ja bei den Zeitgenössischen wirklich keine Rede sein. Kunst sei für ihn letztlich nur das, was ihn innerlich berühre.

    Juergen war in diesem Gespräch irgendwie unausgeglichen und hat sein Unbehagen in zwei Skizzen einfließen lassen, die er während des Gesprächs anfertigte und in der hitzigen Debatte einfach so an die Wand klebte. Fertig!

    Buchalov

    For my english readers:

    They are standing and talking in the studio and art was flying with mighty power through the room. It was the question: What is art? Are we artists?