Schlagwort: Tagebuch

  • über Menschen

    DSC08641Manchmal sitze ich in Juergens „Zelle k5“ und schaue mich nur so um. Heute fand ich einen Zettel, den ich mit Interesse gelesen habe und dessen Veröffentlichung mir Juergen gestattet hat. Da wühlt etwas in ihm, glaube ich.

    „Man nennt es Individualität, Individualismus oder Eigenkonzept. Ich nenne es heute mal System oder Organismus. Jeder von uns ist ein solches System. Menschen sind ein System, jeder. Das habe ich erneut erfahren, gestern. In der Gemeinschaft. Jeder von uns ist so ein Organismus.

    Systeme sind zielgerichtet und absichtsvoll und wollen Ergebnisse erbringen. Und es gibt offene und geschlossene Organismen.

    Geschlossenes Systeme schotten sich ab, sind sich sicher und wünschen diese Sicherheit, verstärken sich selbst, geben Informationen nach Außen ab, nehmen aber nur wenig bis gar nichts auf, Neues wird erst einmal grundsätzlich abgelehnt, sie funktionieren, nach eigenem Duktus, verteidigen ihren Platz im Gefüge, können mit Isolationen leben, haben eine Außendarstellung, sind erfolgreich und  benötigen eigentlich niemand äußer sich selbst. Sie genügen sich selbst.

    Offene Systeme sind offen, sind dialogisch, sind kommunikativ, lernen und verändern sich, leben mit Unsicherheit und versuchen sie auszuhalten, sind auf den Prozess angelegt und wissen, das Scheitern dazugehört,  geben Informationen ab und nehmen ständig Dinge auf, funktionieren, flexibel, verteidigen ihre Positionen, indem sie sich auf den Kern ihres Wesens beschränken, können nur schlecht bis gar nicht mit Isolation leben, sind erfolgreich, stellen sich in ihrem Unfertigsein als lebendig nach außen dar und benötigen immer den Anderen, den Partner. Ohne das gegenüber geht nichts. Fehlt der Dialog, verkümmern sie.“

    Buchalov

    For my english readers:

    Sometimes I sit in Juergens „Zelle k5“ and look around. Today I found a note, that I red with interest and Juergen has allowed me the publication.

  • mehr war nicht zu erfahren

    IMG_6217Ich traf Juergen eben bei einem kleinen Abendspaziergang und fragte, wie denn heute das Treffen der Ateliergemeinschaft verlaufen sei. Juergen stockte und erzählte dann, dass man sich mit dem Thema der Autorenschaft beschäftigt habe. Und wie das bei den Kunstwerken sei, die man von jemandem übernommen habe, mit dessen Einverständnis selbstverständlich, und die dann anschließend nach eigenem Plan überarbeitet würden. „Rudolf, der Bildhauer“ und er hätten nämlich diesen Fall gehabt. Und in der Diskussion sei über geistiges Eigentum und „Appropriation Art“ gesprochen worden. Und dann habe man den Bogen ganz weit gespannt und beredet, wie man sich als Kreativer über „copy and paste“ die Welt aneigne und ins eigene Schaffen einfließen lasse.

    Aber Juergen wirkte dennoch angespannt. Und als ich nachfragte, meinte er nur, das das mit der Entwicklung der Ateliergemeinschaft als Gemeinschaft über gemeinsame Aktionen oder Themen und dem Dialog in der Gruppe im Moment doch nicht so einfach sei. Das Treffen liege ihm in diesem Punkt sehr im Magen. Es habe aber leckere Berliner zum Kaffee gegeben. Mehr war nicht zu erfahren.

    Buchalov

    For my english readers:

    I met Juergen on a little evening stroll, and asked, what today happened on the meeting in  the studio community. Juergen paused and told, that they had dealt with the issue of authorship. And what happened with the works of art, that was taken by someone with his approval, of course , and then was edit by this one in his own way. And in the discussion they had talked about „Appropriation art“.

  • InEcken

    IMG_6145iPhoneography war das Stichwort mit dem mich Juergen heute wieder einmal konfrontierte. Ich habe schon einmal darüber berichtet. Er habe jetzt die erste Fotoserie mit dem iPhone fotografiert und mit einigen Apps bearbeitet. Die Dunkelkammer im Smartphone sozusagen. Er war mehr als zufrieden.

    Die Bilder gehören zu seinem Thema der „InEcken“ und können hier angeschaut werden: >>[…]

    Buchalov

    For my english readers:

    iPhoneography was the keyword I was confronted with today by Juergen again. He had now photographed the first series of photos with the iPhone and edited it with some apps. The darkroom in the smartphone so he said. He was more than satisfied.