
Zum Projekt „Null“, dem zeichnerischen Dialog zwischen Susanne Haun und Juergen, gab es einen Nachklang. Hier der Teil 2:
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Irgendwann kommt das Ende, bei Allem. Das weiß man. Das ist nicht schlimm, aber man sollte sich darauf einstellen.
Dies sagte ich zu Juergen, gedacht als anlassloses Statement, einfach nur so, genau in dem Moment, schon vor Tagen, als Susanne Haun das gemeinsame dialogische Zeichenprojekt „Null“ fuer beendet erklärte. Sie hatte gute Gründe.
Und Juergen hat das auch sogleich verstanden und akzeptiert. „Aber von heute auf morgen läßt sich der innere Flow nicht stoppen“, erklärte er mir dennoch.
Und so ist dann doch im Nachklang noch einiges entstanden.
Also hier Teil 1:

Wenn wir unterwegs sind, zeichnet und fotografiert und schreibt Juergen stets und stetig und immer dann, wenn wir irgendwo etwas länger stehen. Er erklärt dann hochoffiziell das Wohnmobil und den Raum davor mit seinem Campingtisch zum mobilen Atelier.
Im Norwegen nun, während unserer letzten Fahrt, sind seine „Szenarien“ entstanden: über fünfzig Skizzen zu der Welt der Fjorde, Versuche, sich der Landschaft zu nähern und die einen erschlagende Schönheit der Natur irgendwie zu bannen, damit man an dem vielen Zauberhaften nicht erstickt. Die Überschrift „Szenarien“ fällt natürlich nicht vom Himmel.
Was daraus dann endgültig in der Winterzeit wird, wenn Juergen aufarbeitet, wird sich noch zeigen.
Buchalov