Die Null, die Null, die Null …
Was man da so findet!
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Ein zeichnerisches Gespräch unterscheide sich eigentlich nicht groß von einem normalen Gespräch. Die gesprochenen Worte werden durch zeichnerische Bildmotive ersetzt. Das ist alles. Meinte Juergen heute morgen zu mir.
Man versuche halt herauszubekommen, was der Andere einem sagen möchte. Ob mit Worten oder mit zeichnerischen Elementen: das sei alles gleich. Man verstehe den anderen gut, wenn man seine Zeichnungen verstehe, wenn man perfekt erahnen könne, was der andere einem sagen wolle. Meinte er.
Genaues Hinsehen, genaues Hinhören seine natürlich eine der wichtigen Voraussetzungen, um diesen Dialog erfolgreich voranzubringen. Und vielleicht auch ein wenig Wissen darum, wie der Gesprächspartner ticke, wie er angelegt sei. So Juergen.
Dann zeichnete er seine Antworten zu den Bildern von Susanne Haun, die ihm per Mail tags zuvor zugegangen waren. Er arbeitet mit ihr am gemeinsamen Projekt „das Jahr Null“: einem zeichnerischen Zwiegespräch.
Buchalov
Juergen hat sich, so erzählte er mir, da so eine Stelle im Atelier „Zelle k5“ frei gehalten. An diesem kleinen Fleckchen lagere er alle die Papierreste, die er momentan nicht benötige: Fehldrucke, Skizzen, Arbeitsergebnisse mit denen er unzufrieden sei, Papierarbeiten, die ihm misslungen seien und alle die Schnipsel, die so im Laufe der Produktion anfallen würden. Eine kleine Fundgrube halt.
Und dann finde er beim Durchstöbern schon mal so Dinge, da wundere er sich selbst. So gehe es ihm auch mit diesem kleinen Zettel, einer musikalische Notation, einer kleinen Komposition, die er niedergeschrieben habe, ohne dass eine konkrete Melodie ihm Kopf gewesen sei.
Mich würde ja schon interessieren, was man draus machen kann. Musikalisch natürlich.
Buchalov