Irgendwas wartet immer, also husch husch!
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Splitter, Fetzen, Bruchstücke, wenn die zu einem Ganzen werden, findet Jürgen das mehr als interessant. Der Vorgang habe etwas Spielerisches, Experimentelles, meinte er zu mir, als wir heute bei ihm saßen. Auf seinem iPad hat er mit dem Programm „sketchbook“ seine kleinen Aquarellskizzen und einige Fotofetzen aus der Toskana zu Neuem zusammenbaut. Er wisse auch, dass dies mit „Photoshop“ sicherlich komfortabler zu machen sei, aber in „sketchbook“ sei das Zeichnerische, das Radieren, das Ausschneiden, die Komposition weniger technisch, mehr händisch.
Jetzt hat er sie auf seiner Homepage „Einblick“ eingestellt: >>[…]. Das bedeutet: sie sind fertig. Denn immer wenn er etwas beendet ist, erscheint es an dieser Stelle. Ich habe noch gefragt, wie er sie präsentieren will. Großformatige Holzschnitte seine denkbar, aber da scheue er noch den Arbeitsaufwand, meinte er. Er müsse sich das noch genau überlegen.
Na ja!
Buchalov
Also heute war er nicht gerade bester Stimmung. Ich besuchte Juergen im Atelier „Zelle k5“ und er grummelte so vor sich hin und war sichtlich unzufrieden mit seinen Arbeitsergebnissen. Er weiss, dass nicht jeder Tag wie der andere ist und es eben auch Tage gibt, da gelingen die Dinge einfach nicht. Aber dennoch grummelte er.
Er werde einen neuen Themenblock eröffnen, meinte er. So wollte er sich offenbar retten. In den kämen dann alle die Skizzen und Entwürfe, die ihn einfach nicht zufrieden stellen würden. Und um mich zu ärgern, er schaute mich dabei blinzelnd an, werde er diesen Bereich “ Buchalovs verlorene kasachisch – kaskadische Skizzen“ nennen. Er verhaspelte sich schon beim Aussprechen der fünf Worte. Ich musste lachen.
Buchalov.