
Buchalov |
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Jürgen meint, die Zukunft sei ein Boot, ein Gerippe von einem Boot.
Und die Zukunft fährt auf dem großen Meer des Lebens hin und her und kreuz und quer und wird von Wellen getrieben, einmal nach hier, einmal nach dort.
Das Boot ist sein Bild für die Zukunft.
An Bord dieser Zukunft befinden sich die Menschen, ihre Geschichten, ihre Erwartungen, die Bilder, die Gegenstände, die Hoffnungen, die die Zukunft so mit sich bringt, die sie ausmachen.
Zum Boot als Zeichen für die Zukunft gehört die Wolke. Sie steht für die Ungewissheit und Unbestimmtheit. Und der Nebel, indem die Dinge verschwinden oder entstehen oder entdeckt werden wollen.
Buchalov


Susanne Haun und Jürgen schicken sich in unregelmässigen Abständen schon seit Jahren Satzfetzen zu, die der andere literarisch und visuell ergänzen darf. Sie haben daran so ihre Freude. Auf Instagram kann man die Ergebnisse sehen: https://www.instagram.com/projektohnenamen/.
Eines der Mailart – Projekte von Jürgen beschäftigt sich aktuell mit dem Thema „jetzt“. Jürgen versucht den Begriff zu verstehen und suchte dafür Bilder. Und dann kam Susannes Satz mit der Vergangenheit dazu. Past/ present /future: das war die Verbindung zwischen diesen beiden Projekten und machte es Jürgen nicht leichter. Dann aber sah er Denkmäler.
Bei Wikipedia stand, dass das lateinische Wort für Denkmal „monumentum“ sei und sich aus den Wörtern monere ›mahnen, erinnern‹ sowie mens, mentis ›Denkkraft, Sinn, Gedanke‹ zusammensetze; es bedeute also, sich in Gedanken der Menschen mahnend zu erinnern. Das ist Vergangenheit: sich erinnern. Unter anderem.
In der ersten Collage erinnerte ich mich an eine Zeit, in der Jürgen überlastet war und ihm einfach zu viel durch den Kopf ging. Und bei der Zeichnung war es die Erinnerung an die, die in letzter Zeit von uns Gegengen sind. Gestorben.
Jürgen sendet an Susanne und folgenden Halbsatz: „Der Körper wartet …“
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