Buchalov
Schlagwort: Tusche
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Husch husch #2 – 2019
Gnadenlos hingehuscht, sagt Juergen über diese vier Zeichnungen, die er vor ein paar Tagen als Skizzen für eine kleine Papierplastik angefertigt hatte. -
der zweite Schritt: #1 – 2019

„Source“ oder „Quelle“ oder „Skizzenbuch“ oder „blankbook“ oder „Ideenkiste“: so wollte Juergen eigentlich diese neue thematische Linie nennen, die ihn neben „husch husch“ und „aus Juergens Materialkiste“ zukünftig ab 2019 begleiten soll. So hatte er sich das ausgedacht.
Denn bei Juergen fängt ja alles damit an, dass ihm im Alltag irgendetwas auffällt. Oder das er Fragen stellt, zu allem und jedem. Und dass er es per Foto oder Skizze oder Notiz festhält. Die erste Fixierung halt. Das erste Festhalten. Aber es ist eigentlich der zweite Schritt im Prozess, der zweite Schritt der Aneignung und Verarbeitung, der so bedeutend ist. Dann beginnt es wirklich. Denn der erste Schritt ist ja die Entdeckung, der Gedanke, die Idee, das, was ins Auge springt.Ob es einen dritten und weiteren Schritt gibt, zeigt sich im Laufe der Zeit.
Den zweiten Schritt möchte er zukünftig hier häufiger zeigen. So hat er es mir erzählt.
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und mal wieder die Wand …

Also: bei Betreten des Ateliers werden als erstes eine oder mehrerer Tuschezeichnungen erstellt.
Dann gehe es erst richtig los. Oft sortiere er auf dem Tisch Dinge, schleiche durchs Atelier und suche und finde, was auch immer, arbeite an den Dingen, die er sich vorgenommen hat, gehe zu seiner Wand, nehme Dinge ab, setze Bilder hinzu, finde irgendetwas und bringe es dort unter, sitze mit einer Tasse Kaffe vor seiner Wand, lasse seine Ateliergäste darauf schauen und lasse sich erzählen, was sie sehen, was ihnen auffalle, schreite die Wand ab, überlege manchmal, ob er die Löcher zuschmieren solle, die ihn anschauen, sitze da und trinke Kaffee, schaue hin, schaue weg, finde mal wieder etwas, und und und. Aber es gehe in diesem Falle immer um die „Buchalovs Freunde Tour 2018“.
Beim Betrachten seine bestückten Wand würden ihm immer Dinge aufgehen. Immer! Zum Beispiel die Farbgebung. Oder wie die Dinge über die Fläche verteilt seien. Ob sich einiges doppele. Oder ob es Stellen gebe, die gebrochen seien. Oder etwas hänge, was nun wirklich nicht dahingehöre.
Und dann fotografiere er sie immer wieder ab, wegen der Dokumentation der Zwischenschritte . Oder er filme sie.
Sie sei Rhizom, sagte Juergen heute morgen. Sie wachse mit der Zeit und den Fortschritten in der parallellaufenden Arbeit. Überhaupt sei ja alles Rhizom: das Thema „BFT 2018 remember“, die Vorgehensweise, die Präsentation des Ergebnisses.
Jetzt, wo er drüber nachdenke: die Wand sei ein eigenständiges Werk. Na ja!
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