Amtzell bei Lindau:
Lindau:
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Wir sind wieder unterwegs. Auf der „Deutschen Alpenstrasse“.
Diesmal hat Juergen ein paar Blätter dabei, einen Skizzenblock, seine kleine Kiste mit den Tuscheutensilien und den Kasten mit der Wassermalfaben. Und die Kamera – fertig!
Ich habe ihn gefragt, was er denn zeichne und fotografiere, wenn ihm nichts einfalle. Das gebe es nicht, hat er geantwortet. Zu sehen gebe es immer etwas, gerade auf so einer „Panoramafahrt“. Und Gedanken mache man sich ja schließlich auch immer. Das finde dann schon den Weg aufs Papier und bekomme damit eine Form. Da sei er sicher.
Und zur Not seien da noch die „Landschaften als Szenarien“, „die OrtsMarken“ und die „was weiss ich schon von – Bilder“. Ich solle mir mal nicht so viele Gedanken machen.
Buchalov
„Im eigenen Atelier fremdeln“ – so geht es Juergen immer, wenn er nach längerer Fahrt wieder an seine „Arbeitsstelle“ kommt. Nach Tagen hat sich das dann aber gelegt.
Juergen meinte zu mir, dass das Fremdeln aber durchaus auch seine Vorzüge habe – man sei auf Distanz zu sich und den Umständen im Atelier. Man müsse neu verknüpfen, was schon Gewohnheit geworden sei. Und Gewohnheit könne ja bekanntlich einiges ersticken. Und dann werde es bei dem Versuch, sich neu zu verknüpfen, eben anders. In Nuancen nur, aber anders. Das sei gut!
Buchalov
P.S Illustriert habe ich diesen Beitrag mit zwei schnellen Zeichnungen zur „Null“, einem gemeinsamen Projekt mit Susanne Haun im letzten Jahr, die ich gestern auf meiner Festplatte eher zufällig gefunden habe und die vielleicht thematisch nicht so gut passen – aber was soll’s.