Parzelle 268: #2

Und weiter geht es: Juergen zeichnet seine Parzelle in Ausschnitten und versucht herauszufinden, welche markanten Punkte er dort sieht und welche ihn von der Form her ansprechen. Er erkundet den Ort, die Stelle, an der er momentan im Wohnmobil lebt.

Aus seinem Gelderner Atelier hat er bedruckte Papiere mitgenommen, die als Abfallstücke im Atelier herumlagen. Er hat sie in DIN A 3 große Blätter gerissen und zeichnet nun auf ihnen. Später wird er alles im Querformat zu einem Buch mit japanischer Bindung zusammenfassen. So der Plan!

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Parzelle 268: #1

Das Projekt „Oliva, Parzelle 268“ hat begonnen. Juergen zeichnet. Täglich entsteht etwas.

Und es beginnt mit den Erinnerungen an diese Stelle, an diese Parzelle, auf der Juergen mit seinem Wohnmobil steht – aus dem Kopf aufs Papier gebracht. Wir beide, Juergen und ich, waren hier nämlich schon oft in den letzten Jahren. Aber erst jetzt will er diese Stelle gezielt zeichnerisch und fotografisch erkunden, erst jetzt. Komisch wie es manchmal so kommt.

Die Herangehensweise: es werden Fotos angelegt, Erinnerungen hervorgekramt, sich sehr genau umgesehen, gezeichnet, gesammelt, Fundstücke in eine leere Dose gepackt, Ideen entwickelt, sich eingestimmt, gewartet, oder plötzlich losgelegt.

Das Abschreiten: Juergen geht Wege ab, auf seinem Stellplatz, kurze Wege, oft nur ein paar Schritte, mit gesenktem Kopf und sucht und findet. Alles könnte bedeutsam sein. Alles ist bedeutsam.

Das Abwickeln: Fundstücke werden nicht so gezeichnet wie sie vor ihm liegen, sondern manchmal so, wie er sie beim Betrachten oder vor seinem geistigen Auge abwickelt.

Heute habe ich einen Ausschnitt davon gezeigt, was aus der Erinnerung entstanden ist.

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Weiteres zum Warmlaufen

Warmlaufen bedeutet sich vorbereiten. Oder sich einstimmen. Oder sich annähern. Mit Zeichnungen oder Fotos.

Genau das macht Juergen im Moment. Er stimmt sich ein auf sein neues Thema.

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warmlaufen

Warmlaufen! So nennt er es, wenn er sich projektmässig etwas vorgenommen hat, mittelfristig, und sich nun Schritt fuer Schritt langsam einarbeitet und Fahrt aufnimmt. Ich rede von Juergen und seiner Arbeitsweise.

Die folgenden Skizzen (Fineliner und Buntstift) gehören zum aktuellen „Warmlaufen“ (weitere folgen später):

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zweimal

Zwei Orte, ein Flussort im Gebirge mit Blick auf Sedimentgestein und ein Ort am Meer voller mäandernder Sonne, und daher zwei OrtsMarken: Vallon Pont d’Arc an der Ardeche und Montroig -Bahia im Miroland an der Costa Dorada.

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Ort, Platz, Stelle: ein paar Gedanken

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In Juergens Skizzenbuch zu den „OrtsMarken“ finden sich zwei Seiten, die mehr grundsätzlicher Art sind, und die er mir gezeigt hat:

Für seinen Besuch in Oliva- Nova in Spanien hat das wohl Konsequenzen. Hier seine Gedankensplitter:

Wer ein Konzept erstellt, engt sich ein. Wer Leitplanken einzieht, bleibt innerhalb der Begrenzungen frei. Die Ergebnisse der Ortserkundung könnten in konzentrischen Kreisen angeordnet werden. Oder in Form eines wuchernden Rhizoms. Das, was ins Auge springt, das was auffällt: festhalten. Das, was so unscheinbar erscheint: festhalten. Das, über das man stolpert: festhalten. Das, was es mit einem macht: festhalten. Festhalten bedeutet fotografieren, zeichnen, schreiben, kleben. Es gibt keine Phasen, sondern nur einen Anfang und ein Ende. Der Rest ist prozesshaft. Sortiert und ausgewählt wird am Ende im Dezember. Alles ist wertvoll. Und wichtig. Und bedeutsam. Fotos, die den Zeichnungen als Vorlage dienen, werden anschließend gelöscht.

Fragen: was macht den Ort aus? Was macht mich an dem Ort aus? Was macht der Ort mit mir? Was mache ich mit dem Ort? Die Begegnung mit Oliva – Nova ist keine jungfräuliche Begegnung. Also: Oliva Nova Nova.

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