nicht unbedingt

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Ausstellungen sind nicht unbedingt Juergens Ding. Er teilt da die Auffassung von Einigen, vielleicht Wenigen: Zeit, die man auch anders verwenden kann – Energien, bei denen Aufwand und Ergebnis nicht so recht zueinanderpassen –  Buhlen um Teilhabe, teilweise unwürdig – Fremdbestimmtsein unter Ausstellungsbedingungen, die man nicht selbst bestimmt – die sozialen Medien lassen andere Ausstellungsformen zu. Und das sind nur einige wenige seiner Überlegungen. Er weiss, dass man trefflich darüber streiten kann.

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Und jetzt dieses Ausstellung im Wasserturm in Geldern, Thema: „jedem seinen Platz“, (s. hier: >>> [ …] <<<) im Rahmen der „Kreis Klever Kulturtage“: wieso nimmt er daran teil?

Die Antwort ist einfach: das Thema passt zu dem, was Juergen seit geraumer Zeit beschäftigt: OrtsMarken (s. hier: >>> [ … ] <<<).  Und es ist gut für die künstlerische Biografie. Und es bedeutet ein Minimum an Aufwand. Alles ist so unkompliziert. Punktum!

Buchalov

 

Mirolandwirkung

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Artelier Miro auf der Mas Miro

Ich habe ihn gefragt, ob denn die Tatsache, dass er sich in Miroland bewegt, dass die „Mas Miro“ einen Katzensprung von seinem Wohnmobil entfernt liegt, dass die vorhandene nicht vorhandene Anwesenheit von Miro gegeben ist, ich habe ihn gefragt, ob ihn das beeinflusse, ob das Wirkung habe. Er meinte etwas, in Stichworten:

Miros Bilder angeschaut, jede Menge davon, und nichts ist passiert, dass direkt gewirkt hätte.

Die „Mas Miro“ besucht, mehrmals, und vieles wirkte aus der Zeit gefallen.

Alles habe seine Zeit. Alle Kunst habe ihre Zeit. Auch die von Miro.

Über den Surrealismus einiges nachgelesen. Und wahrgenommen, und versucht, einzuordnen.

Fundstücke vor Ort gesammelt und zeichnerisch als OrtsMarken verwendet.

Die Atmosphäre  wirken lassen und sich inspiriert gefühlt.

Die Farbe Schwarz sei irgendwie wichtig geworden.

Eine touristische Vermarktung Miros: nicht erkennbar.

(Die Bilder sind als Besucher im Atelier von Miro 2018 entstanden)

Buchalov

Fineliner, Buntstift, Tusche

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Fineliner, Buntstift und Tusche, das sind die zentralen Werkzeuge mit denen Juergen unterwegs in seinem „mobilen Atelier“ arbeitet. Dazu zählt aber sicher auch sein iPhone und die Möglichkeiten der Fotografie und der Bildbearbeitung.

Hinzu kommt der Gedanke vom ungezügelten Wachsen der kreativen Dinge. Vom Rhizom eben! Und dieser Gedanke wirkt ständig und treibt voran.

In der Kombination versucht er mit diesem Werkzeug kreativ zu sein und dem Ausdruck zu verleihen, das ihn beschäftigt.

Das ist mir aufgefallen.

Buchalov

Zeichnen nach Photos

Juergen gehört nicht zu denen, die in der freien Natur oder dort, wo er unterwegs ist, sein Skizzenbuch zückt und zeichnet. Gelegentlich kommt das auch vor, sicherlich, aber es ist nicht die Regel, eher die Ausnahme.

Nein, Jürgen fotografiert und dokumentiert. Mit dem Smartphone. Schnell und zügig. Teilweise verhuscht. Flüchtig. Er will beim Fotografieren für seine Umgebung eigentlich unscheinbar sein.

Und manche der Bilder werden dann zur Basis seiner Zeichnungen. Aber nicht mit der Absicht einer originalen Wiedergabe, dafür ist ja das Foto da, nein als Basis von freien Zeichnungen. Die Anderen, oder viele davon, wandern in seine thematisch geordnete Materialkiste und warten dort – wahrscheinlich auf bessere Zeiten, oder auf die Zeiten, wenn sie benötigt werden.

Das ist seine Methode.

Buchalov