Interview

IMG_9412

Ich habe mit Juergen ein Interview geführt. Hier in Montroig hatten wir dazu die nötige Ruhe und das richtige Ambiente. Ich gab ihm Stichworte, er gab Antworten.

Leuchtürme? Felix Droese, William Kentridge, HAP Grieshaber und  alle die viele Dinge auf dem Weg nach Irgendwo.

Der Anfang? Die Zeichnungen mit Pauspapier unterm Küchentisch im Elternhaus der Fünfziger Jahre

Das Ende? Welches Ende?

Warum Kunst? Was sonst? Wenn man Antworten will, wenn man begreifen will, dann bleibt einem nur dieser Weg.

Wie? Das Rhizom füttern und die Methode festlegen und das Prozesshafte aushalten, auf den Zufall warten und Trial and Error.

Warum so? Weil ich nur das kann. Und weil es so in den Genen liegt. Und weil die Prägung in der Kinderzeit halt so war.

Was geht gar nicht? Eigentlich geht alles.

Widerlich? Das Enge, das Geschlossene, das Ausgrenzende, das Inhumane.

Toll? Das Internet und seine Freiheiten.

Niederlagen? Viele, sehr viele, und ständig. Und Rückschläge. Und wenn schon!

Highligts? Wenn es noch Tage später trägt.

Buchalov

 

OrtsMarken: kein Ende in Sicht

IMG_9419

OrtsMarken und kein Ende in Sicht.

Eine Freundin schrieb, dass es mittlerweile so viele OrtsMarken seien, dass sie die nicht mehr auseinanderhalten könne. Geht mir ja fast auch so. Vermutlich meint sie die Masse an Zeichnungen und Drucken und Papierobjekten. Ich sollte sie vielleicht einfach mal zählen und sortieren.

Und jetzt kommen hier noch einmal vier hinzu, und ein Ende ist tatsächlich nicht absehbar:

Buchalov

OrtsMarken “Mas Miro”

IMG_9363

Das sind die Bilder der Fundstücke, die Juergen und ich im Eingangsbereich der „Mas Miro“ gefunden haben als wir dort vor Tagen mit dem Rad vorbeigefahren sind.

Die „Mas Miro“ ist hier zu sehen: >>>[ … ] <<<

Und das sind einige der dazugehörigen Zeichnungen – obwohl Juergen momentan noch daran arbeitet und sich noch ein paar gestalterische Ideen erhofft:

Buchalov

P.S. Ob sich wohl die Energie der Menschen eines Ortes oder die Energie des Orte selbst in einem Fundstück wiederfindet? Und von dort, wenn ja, auf mein Papier weitergewandert ist? Ich glaube, jetzt habe ich mich gedanklich etwas vergaloppiert, na ja. Dennoch: es ist ein schöner Gedanke!

 

Skizzenbücher und anderes

IMG_9295

Es gibt ein Skizzenbuch für seine „OrtsMarken“.

Es gibt eins fuer seine vielen Orte.

Dann noch eines für seine Netze.

Und es gibt ein Skizzenbuch für all das, was thematisch auf den ersten Blick nicht zuordbar ist, so wie die Skizze oben.

Das sind Juergens Skizzenbücher, die er momentan auf seiner Reise benutzt. 

Es gibt aber auch eine  große Schachtel mit losen Blättern im DIN A4 Format. Sie liegt immer griffbereit in seiner Nähe. Es gibt weiterhin beliebige Papieruntergründe wie Zeitungspapier, Pappreste, Servietten, Verpackungstüten, Kartons und alles das, was man unterwegs so findet und als Zeichengrund benutzen kann.

Buchalov

sieben Orte

IMG_9370

Die Sieben ist eine besondere Zahl, keine Frage. Also, so Juergen: warum solle er nicht mal die nächsten sieben Orte zeigen, aus der Liste der Orte, die er so im Laufe der Zeit zeichne. Kurzfristig gehe es um hundert dieser Stellen. 500 sei das langfristige Ziel. Gezeigt werden jetzt hier die Orte 49 bis 56.

Buchalov

Skizzen von Netzen

IMG_9346

Da waren noch fünf Seiten in dem Skizzenbuch frei, in das Jürgen alles hineinzeichnet, was ihm so über den Weg läuft – der zeichnerische Mix halt. Und diese fünf Seiten hat Juergen jetzt mit Skizzen von Netzen gefüllt. Es sieht so aus, als wenn er danach ein eigenes Skizzenbuch zu diesem Thema anlegen werden wird.

Dieses Motiv des Netzes ist nicht so einfach vom Himmel gefallen. Schon letztes Jahr hat Juergen mir hier in Montroig erste Tuscheskizzen gezeigt, die auf Fundstücken von kleinen Metallnetzen basierten. Bei vielen in letzter Zeit im Atelier entstandenen „OrtsMarken“ taucht es so massiv als Motiv auf, dass er sich ihm jetzt nicht mehr als eigenständigen Teil entziehen will.

Und es gibt die Nähe zu seinem wichtigsten kreativen Baustein: dem Rhizom.

Buchalov