
Was man unterwegs so alles sieht – und Boote gehen bei mir immer.
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Was man unterwegs so alles sieht – und Boote gehen bei mir immer.
Buchalov

Juergen war mit seiner Tochter und mir eine gute Woche am Lago Maggiore. Jürgen behauptete schon vor Ort, das ihn alles total positiv anspringe. Er war vollkommen aus dem Häuschen über das, was er dort sah: der See in seiner Überschaubarkeit und Ruhe, die Vegetation in ihrer Pracht und Exotik, das Licht – mal mediterran, mal grau, trüb, mal leicht, mal bedrohlich, die Berge in ihrer Unerschütterlichkeit und gleichzeitiger Weichheit, das italienische Lebensgefühl, die Enge der Wege und Strassen, das Gefühl, dass Zeit ein Alter hat, dass in der Zeit die Dinge wachsen, die Architektur, der Atem des Geldes überall, und und und.
Harmonie und Schönheit und Landschaft waren mal wieder zwischen uns ein Gesprächsthema.
Buchalov
Jürgen schaute mich an und löste den Blick aus dem Skizzenbuch mit all den kleinen Booten, die sich Seite für Seite darin befanden und vor sich hindümpelten.
Boote sind archaisch. Boote sind Symbole. Boote sind Baumstämme, die schwimmen wollen. Boote sind die Freiheit. Sie geben den Kampf wieder zwischen uns und der Natur wieder. Wer im Boot sitzt, reduziert sich. Boote sind Handwerk. Boote sind mehr als Boote. Mit Booten geht es von A nach B. Mit Booten ist das Wasser weit.
Das sagte er zu mir, obwohl ich gar nicht gefragt hatte.
Und ich musste an Nanni und Jörg denken: >>>>>
Buchalov