Cers

Version 2

Es war ein Orkan. Oder Mistral. „Cers“ heißt er und letzte Woche pfiff er uns hier in Spanien um die Nase, ziemlich heftig. Das Wohnmobil wackelte ganz schön und einen riesigen Palmwedel hat es auch aufs Dach gefeuert. Einige Vorzelte nebenan haben sich ins Nirwana des Strandes und der Welt aufgemacht oder sind in sich zusammengefallen und Bäume sind ebenfalls entwurzelt worden. Und bei unserem Nachbarn Mik aus Holland sah es anschließend so aus.

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„“Cers“ ist Name für den Mistral in Katalonien, Narbonne und in Teilen der Provence. Er ist im Winter kalt, im Sommer warm. Die Böen erreichen oft 10 Bft. Der Himmel ist fast immer klar und die Luft relativ trocken.“ So habe ich es bei Wikipedia gelesen.

Und wie geht Juergen damit um? Er hilft, wo er helfen kann und zeichnet im Wohnmobil stoisch weiter. Dem Sturm wird mit Skizzen getrotzt, meinte er.

täglich

Ich sitze neben Juergen, täglich, während er vor dem Wohnmobil an seinem Campingtisch zeichnet. Und ob dabei etwas Belangloses oder Bedeutsames zustandekommt, hängt vom Wind ab, der uns anweht. Weht er zu stark, geht nichts. Weht er gar nicht, fehlen die Ideen, die er ständig mit sich bringt. Der Wind ist der inspirative Geist des Ortes. So Juergen.

Buchalov