Buchalovs Tour 2020

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In den nächsten Tagen geht es los. Jürgen und ich fahren „die Buchalov- Tour“ für 2020.

Diesmal, so glaubt er, wird es eine besondere Tour, denn Jürgen will dorthin, wo für ihn alles anfing. Er will dorthin, wo er geboren wurde, dorthin, wo er zur Schule ging, das Abitur machte, dorthin, wo die alten Freunde wohnen, die er so lange nicht gesehen hat. Er wird sie besuchen. Und er will zum Grab seiner Eltern, er will in die Dörfer, in denen seine Ahnen lebten (bis ins 17 Jahrhundert reicht der Stammbaum, denn sein Sohn erstellt hat), und er will dorthin, wo seine Omas ihm die Haferflocken mit Schokolade, Zucker und Milch als besonderes Leckerchen mischten, er möchte in den Wald, in dem er gespielt hat, den alten Schützenplatz besuchen, dorthin, wo er zum ersten male geknutscht hat. So etwas halt.

Und damit ist das Problem klar: Wenn alles nur nach hinten gerichtet ist, dann ist das zwar eine Form der Vergewisserung, aber dann wird es auch oft schwermütig. Das weiß er. Aber darauf ist er eingestellt. Daher will er versuchen aus dem Blick auf das Vergangene einen Blick nach vorne zu entwickeln. Während der Fahrt. Das ist das Wichtigste. Von gestern zum Jetzt und morgen. Und das Zeichnen, Fotografieren und Kleben soll dabei helfen.

Nun ja, die Kunst soll natürlich nicht vergessen werden. Galerien, Museen und Künstler liegen auch auf seiner Route. Da wird sich sicherlich auch noch einiges spontan ergeben. Vielleicht möchte ja jemand von den Besuchern dieses Blogs, der an dieser Route wohnt, uns beide auch persönlich kennenlernen: einfach melden und dann schauen wir mal, was machbar ist.

Dokumentieren wird er wie immer in seinem zeichnerischen Tagebuch, den Fotos und den Berichten hier im Blog, auf Fb und Instagram.

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Auch ja: wo fahren wir eigentlich hin? Wir fahren an der Sieg entlang von Herchen bis Wissen-Sieg, in die Nebentäler des Westerwald bis nach Hachenburg, und dann über den Westerwald auch nach Limburg, der Domstadt. Dort wohnt nämlich Jürgens Schwester. Am Rhein entlang soll es dann wieder an den Niederrhein gehen.

Buchalov

P.S. Die Zeichnungen in diesem Beitrag sind in der Schweiz entstanden, in Windisch, als wir bei der damaligen „Buchalovs Tour 2017“ „sofasophia“ und „Irgendlink“ besucht haben.

Learning by visiting

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Am Wochenende konfrontierte mich Juergen mit dem Satz, dass Lernen nicht eine Anhäufung von Wissen sei und man auf den Stufen der Erkenntnis nach oben klettere. Nein, so sei es genau nicht. Es sei eher ein Wandern in Netzstrukturen. Von Knoten zu Knoten. Oder indem man neue Knotenpunkte schaffe. Nur so könne er jedenfalls momentan Kunst machen.

Und sein Netz werde immer dichter. Die Knotenpunkte, an denen sich Erkenntnisse „knubbeln“ würden, nähmen zu. Er lasse sich so richtig treiben, kein Lehrgangswissen mehr. Learning by doing und learning by visiting. Lehrgangswissen habe momentan keine Chance bei ihm.

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was weiss ich schon von …

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Jetzt stehen sie auf  Juergens Seite, die Hipstamaticfotos. „Was weiß ich schon von“ so lautet der Titel  der Zeichnungen, die Juergen im September und Oktober unterwegs erstellt hat. Auf Instagram hat er sie zum Teil schon gezeigt.

Schaut doch einfach mal rein: bitte hier klicken >>>>

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was weiss ich schon von … #1

Und Juergen erzählte, dass er immer mehr den Eindruck habe, dass er von den Menschen, den Dingen und den Vorgängen eigentlich nichts wisse. Eine Schande sei das. Also habe er sich entschlossen durch das Zeichnen eine Annäherung zu versuchen. Der Arbeitstitel laute „was weiss ich schon von …“.

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