Jürgen bat mich in seinem Atelier vorbeizukommen, gestern. Sein „Buchalov – Projekt“ finde kein Ende, sagt er. Der Film sei zwar fertig, aber jetzt würden noch zwei Drucke entstehen, Hochdruck/Holzschnitt – sehr aufwändig – nach dem Prinzip der verlorenen Platte. Und er wollte mir schon mal zeigen, was sich da entwickelt und wie weit er ist.
Anschließend will er alles zu einer Edition zusammenfassen: Film, Drucke, Zeichnungen. Ich bin gespannt.
Die vor Tagen gefundene Skizze habe ich um eine weitere ergänzt: die Weltprojektionsmaschine, Teil 2. Ich glaube es ist der Titel, der so fasziniert. Denn eine Weltprojektion ist wohl nicht möglich, oder?
Man – ich sollte sich – mir schon Rechenschaft darüber ablegen, was einen – mich antreibt bei der Erstellung und der Pflege eines solchen Blogs.
„Buchalovs Blog“ ist spontan und situativ entstanden. Beim Stöbern im Netz bin ich auf „WordPress“ und die dortigen Blogmöglichkeiten gestoßen. Die Anmeldung, das „sign up“ war, dann ein Klacks. Danach habe ich die konzeptionelle Idee zu diesem Blog vorangetrieben, eingebettet in mein „Buchalov Projekt“ in „Zelle K4“, und bei den Settings umgesetzt. Den letzten Schliff zur Gestaltung des Blogs kam von Guido Terlinden.
Und das Motiv? Warum blogge ich?
Wer Kunst macht, macht sie in erster Linie für sich selbst. Aber auch für die Öffentlichkeit. Und ich habe gerne die Kontrolle über meine gesamten kreativen Prozesse. Der Blog läßt dies alles zu.
Wer Kunst macht, ist auf Dialog angelegt. Dies ist die Intention eines Blog. Also macht ein Blog Sinn.
Der Dialog ist auf Zugewinn an Erkenntnis angelegt. Hier ruft der alte Sokrates. Dies lässt sich durch Bloggen erreichen.
Und nicht zuletzt: der Blog zwingt mich, Ordnung in meine Gedanken zu bringen. Sehr wichtig.