Schlagwort: zeichnen

  • digitales Zeichnen: Erkenntnis neun

    Auch der Einsatz von Fotomaterial ist möglich und eröffnet die Möglichkeiten der digitalen Collage. Fotos können auf Ebenen kopiert und anschließend bearbeitet werden. Kombinationen mit Zeichnungen oder Übermalungen oder zeichnerischen Verbindungen sind möglich. Alles was die traditionelle Collage kann, kann auch das Zeichenprogramm – ohne Schere und Kleber.

    Erkennntis neun: Alle Formen von Fotomaterial – eigenes und fremdes – können unter Berücksichtigung des Urheberrechts mit zeichnerischen oder malerischen Elementen innerhalb der Zeichenprogramme verknüpft werden. Neue Bilder entstehen aus den Bruchstücken schon existierenden Bildmaterials.

    (Fortsetzung folgt)

    Buchalov

  • digitales Zeichnen: Erkenntnis sieben und acht

    Die verwendeten Zeichenprogramme enthalten eine große Vielfalt an verwendbaren Effekten, Stiften, Oberflächen und Hilfsmitteln. Ihr Einsatz sollte gut überlegt sein. Man ist stets in der Gefahr sich in der Vielfalt der Verwendungen zu verlieren und damit das Bild zu überfrachten. Ein wenig ist mehr. Die Künstlichkeit bzw. Retortenhaftigkeit einiger Hilfsmittel verbietet ihren Einsatz. Die Beschränkung auf ein persönliches Kerninstrumentarium, welches einem persönlich liegt – Juergen verwendet in der Regel die Hilfsmittel des traditionellen Zeichnens – ist angebracht.

    Erkenntnis sieben: Digitales Zeichnen bedeutet, sich bei de Anzahl der zu verwendeten Hilfsmittel zu begrenzen und mit einem Kerninstrumentarium, das man vorsichtig in der Benutzung ausbaut, zu arbeiten.

    Digitalen Zeichnungen sieht man schnell ihre „digitale Künstlichkeit“  auch in Form von „Leblosigkeit“ an, da die Oberflächen der Linien und Farbverläufe flach angelegt sind. Sie wirken bisweilen wie gedruckte Flächen. Ihnen fehlt das oberflächlich Materielle. Ihnen fehlen die Reste von Farbpigmenten, die Papierunebenheiten, die Materialspuren eben, welche im Licht körperlich wirken. Digitale Flächen ähneln in ihrer Erscheinung gedruckten Flächen von Druckstöcken aus Linoleum, Holz oder Gummi.

    Erkenntnis acht: Es gilt, so Juergen, digital durch die Verwendung weniger und traditionelle – orientierter Hilfsmittel so zu zeichnen, dass die „digitale Künstlichkeit“ der Flächen oder Linien durch Bearbeitung möglichst wenig in Erscheinung tritt und die Bilder oder Skizzen sich traditionell gefertigten Ergebnissen in der Wirkung annähern.

    (Fortsetzung folgt)

    Buchalov

  • digitales Zeichnen: Erkenntnis fünf und sechs

    Juergen verwendet in erster Linie die Programme „sketchbook pro“ und „procreate“ zur Erstellung seiner digitalen Zeichnungen auf dem iPad oder dem Zeichenbrett von Waecom. Wenn er neue Apps findet probiert er sie aus.

    Die Verwendung von Layern/Ebenen ist dabei Kern der Programme und für ihn der Clou. Sie lassen farbliche Schichtungen zu, erlauben das Kopieren und Abpausen von Motiven und sind ein gestalterisches Mittel, dem scheinbar keine Grenzen gesetzt sind.

    Erkenntnis fünf: Layer sind ein Specificum des digitalen Zeichnens, das den Bildern Tiefe verleihen kann und zudem den gestalterischen Spielraum immens erweitert.

    Durch die Verwendung von Layern wird auch das Abpausen von Motiven möglich, die dann wiederum direkt im Bild verwendet werden können oder weiterberarbeitet werden. Auch Überzeichnungen oder Übermalungen sind mit diesem Instrument problemlos möglich. Aber ebenso ist ein vollkommen freies Arbeiten möglich. Wird ein Radierer zusätzlich eingesetzt, so können untere, schon verdeckte Schichten nach vorne gebracht werden und Ausschneidungen vorgenommen werden. Layer können zu neuen Ebenen vereint werden.

    Erkenntnis sechs: Layer laden zum experimentellen, freien und expressiven Zeichnen ein.

    (Fortsetzung folgt)

    Buchalov