Schlagwort: zeichnen

  • digitales Zeichnen: Erkenntnis eins bis vier

    Wir reden oft darüber, Juergen und ich, und versuchen auszuloten, was es denn mit dem digitalen Zeichnen – wie wir es nennen – so auf sich hat. Ich werde in den nächsten Tagen ein wenig über Jürgens persönliche Erfahrungen  des praktischen Herantastens an dieses Thema berichten.

    Erkenntnis eins: die Liste der zeichnerischen Techniken, von der Benutzung der Zeichenkohle bis hin zur Verwendung des Filzstiftes oder auch des schwarzen Kaffees, ist  durch die Verwendung des digitalen Zeichenstifts auf dem Zeichenbrett, iPad oder iPhone mit dazugehörigen Zeichenprogrammen  erweitert worden. Die Verwendung dieser digitalen Technik ist legitim und findet immer stärkere Verbreitung, auch wenn dies den zeichnerischen Traditionalisten bisweilen nicht so recht ins Konzept passt.

    Erkenntnis zwei: wie  jede Technik besitzt auch diese ihre individuelle Eigenart und muss im Einsatz erlernt und erprobt werden, um zu verwertbaren und zeigbaren Ergebnissen zu kommen.

    Erkenntnis drei: Im Erproben werden die Spezifika dieser Technik wahrnehmbar und erfahrbar. Ihre Kenntnis ist für die Bildgestaltung mehr als bedeutsam.

    Erkenntnis vier: Man ist nicht alleine, siehe David Hockney in diesem Video auf Arte. Und der dort getätigte Satz Satz von Auge, Hand und Herz, die man zum Malen/Zeichnen benötigt, und der auch beim Einsatz digitaler Techniken seine Bedeutsamkeit hat, gefiel besonders.

    (Fortsetzung folgt)

    Buchalov

  • Kopf durchpusten

    Juergen ist wieder da, zurück aus dem Urlaub, gut erholt.

    Er hat ein paar Zeichnungen mitgebracht. Und ein paar postkartentypische Fotos von Strand, Wellen, Sand und Wolken. Das Licht sei wirklich sehr schön gewesen. Er habe sich auf mehr nicht einlassen können und wollen, da die maritime Ästhetik so dominant gewesen sei.

    Ansonsten, so sagte Juergen, sei nicht viel Kreatives gewesen. Der Nordseewind habe seinen Kopf kräftig durchpustet und einigen kreativen Müll beseitigt und das habe erst einmal genügt. Er habe auch nicht groß Rückblick gehalten – dOCUMENTA13 und so -, sondern habe sich einfach nur durch wenig Tun ordentlich zurückgefahren. Und erholt. Drei Wochen lang.

    Buchalov

  • zurück und schon wieder weg

    Juergen ist aus „Kassel- dOCUMENTA“ zurück und doch schon wieder weg. Denn der Urlaub beginnt und bis Mitte August wird er den Rückzug üben, vielleicht auch ohne Internet. Er zieht sich an die Nordseeküste zurück, auf eine der Inseln, in die ostfriesische Insel – Bäderlandschaft.

    Jedes Jahr frage ich Juergen leicht kritisch warum er dies tut und erhalte immer die gleiche Antwort: das morgendliche Walken am Strand, die Überschaubarkeit und Beschaulichkeit der Insel, die bekannten Gesichter rundherum, der tägliche Rückzug in den Strandkorb – bei Wind und Wetter, das inselbedingte Innehalten der eigenen Person, die sofortige Vertrautheit mit den Abläufen des täglichen Insellebens, die Kargheit und Schönheit der Natur und der Rückzugsraum Ferienwohnung mit den Kurzbesuchen der Kinder.

    Er erhole sich dort immer sehr gut. Der Kopf werde klar. Er wolle einfach innehalten. Und dieses Jahr sei dies nach dem Tod von PM vor ein paar Tagen besonders notwendig. Auch Kassel wirkte noch sehr nach.

    Und er nutzt die Wochen auch zum Ausprobieren neuer kreativer Apps oder digitaler Ideen auf seinem iPad. Er experimentiert und übt dann. Das sei alles schon mehr als genug.

    Buchalov