Man sieht immer, was man sehen will, meinte Juergen. Und die Linie ist das geheimnisvolle Mittel, das es möglich macht.
Was soll man dazu sagen?
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Dass er so ein Grundvertrauen in die eigenen kreativen Prozesse habe, hatte ich ja schon vor Tagen berichtet.
Jetzt hat Juergen mir seine Ergebnisse vorgelegt, und ich zeige sie hier. Es gehe um Tilmann Riemenschneiders Figuren, um Gaunerzinken, den ihm einzig bekannten Astronauten mit Schnauzbart und um den Versuch einer seriellen Anordnung. Sagt Juergen.
Buchalov
Wenn man Juergens „rosa Zimmer“ in der „Zelle k5“ betritt, sieht man erst mit dem zweiten Blick, was er da so alles an Papieren, blanko und bebildert, groß und klein, in seinem Regal angehäuft hat. Er sammelt alles, alles, was nur irgendwie im Copyshop um die Ecke vervielfältigt werden kann oder auf das man drucken kann.
Man findet auch große Poster, Reste vom Andruck aus Druckereien, oder großformatiges Chinapapier. Einiges wird ihm vorbeigebracht und geschenkt. Vieles nimmt er so im Vorbeigehen mit. Irgendwie kann er immer alles gebrauchen.
Er liebt besonders Blätter aus Atlanten, aus anatomischen Büchern, von Flugobjekten, technische Zeichnungen, Konstruktionspläne, Landkarten und und und. Wenn er sie als Datei findet, druckt er sie aus und lagert sie hier. Irgendwie seltsam, wo er doch so gerne mit dem Digitalen arbeitet.
Momentan sucht er gezielt Bilder zum Thema „Haut“ und „der künstlichen Befruchtung“. Juergen hat nichts dagegen, wenn ihm Material zugeschickt wird. Da freut er sich. Sagt er.
Buchalov