Schlagwort: Zeichnung

  • Blogparade 2012: Vorankündigung

    Susanne Haun und Frank Koebsch haben Juergen zu einer Blogparade, die nächste Woche am 22.10. starten soll, eingeladen. Und er ist dabei. Er hat zugesagt. Gerne. Der Dialog, der Austausch im Netz, das Kennenlernen: das seien seine Motive. Und die Zugriffszahlen auf Buchalovs Blog könnten so auch erhöht werden. Aber das sei nicht so bedeutsam. Am Wichtigsten sei ihm der Dialog und was er daraus lernen könne, was er anschließend mitnehme in seinen Künstleralltag.

    Und so funktioniert es: Sechs Künstler stellen im wöchentlichen Fortgang eine Frage an die Netzgemeinde mit der Bitte um Beteiligung am Dialog. Nach dem Motto: posten und verlinken, was das Zeug hält und was die Frage notwendig macht. Und sie stellen sich, beziehen Position, tauschen sich aus, jeweils eine Woche lang. Und hoffen auf eine rege Diskussion. Und sie bitten zusätzlich um Verlinkung der Blogbeiträge im Netz.  

    Frank Koebsch hat das noch genauer erklärt:

    „Wie kann man an der Blogparade: Fragen zur Kunst teilnehmen?

    Teilnahme als Blogger

    Sie schreiben auf Ihrem Blog einen Artikel zu der Fragestellung. Stellen Ihren persönlichen Standpunkt in dem Artikel dar, greifen anderen Quellen auf und und …. Sie verlinken Ihren Artikel mit dem Ursprungsartikel auf dem Blog des Künstlers, der die Blogparade gestartet hat.  Sicherheitshalber posten Sie Ihren Artikel direkt als Kommentar zu dem Ursprungsartikel.

    Um die Diskussion interessant zu gestalten, würden wir uns freuen, dass Sie Ihren Artikel im Social Web Teilen. Somit geben Sie weiteren Menschen, die Chance sich zu beteiligen und ihre Meinung in die Diskussion einzubringen.

    Teilnahme über Twitter und Google+

    Für alle die über Twitter oder Google+  der Hash-Tag #bfzkunst (Blogparade: Fragen zur Kunst), so können ebenfalls anderen Menschen auf Ihren Beitrag aufmerksam werden.

    Teilnahme über die Kommentarfunktion der Blogs

    Es gibt eine ganz einfache Möglichkeit sich an der Diskussion teilzunehmen, nutzen Sie die Kommentarfunktion.“

    Am Ende der Woche wird aus den Teilnehmen der Diskussion per Losverfahren eine Person ermittelt, die als „Danke schön“ für die Beteiligung an der Aktion ein kleines Werk des Künstlers erhält und zusätzlich wird als Preis jeweils ein „Sternzeichenbuch“ verlost, das der Hamburger Galerist Karsten Peters gesponsort hat.

    Hier dieTeilnehmer:

    Start der Blogparade       Künstler 
    ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten
    29.10.2012 Ute Schätzmüller„man, water“18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland“40 x 50cm, Pastell
    26.11.2012 Frank Koebsch„Faszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell

    Juergen hofft natürlich, dass viele teilnehmen werden und lädt hiermit, dass soll ich mit Nachdruck sagen, alle ganz herzlich zur Teilnahme ein. Für diese Zeit trete ich als Buchalov auch gerne in meinem Blog zurück und überlasse Juergen das Geschehen.

    Buchalov

  • Zwischenergebnis als Endergebnis

    Zu dritt standen sie gestern im Atelier „Zelle k4“: Boris der Maler, Rudolf der Bildhauer und Juergen. Ich kam dazu.

    Und Juergen versuchte beiden zu erklären, dass er momentan seine Holzschnitte, die aus digitalen Zeichnungen entstanden sind, konsequent und pflichtbewusst seit Wochen umsetzte, obwohl die Arbeit bisweilen keinen Spaß mache, sondern halt Arbeit sei, und dass ihm dabei aber immer wieder durch den Kopf gehe, wie er dieser alten Technik etwas Weiteres abgewinnen wolle, so dass die Ergebnisse nicht altbacken, eben holzschnittmässig seien, sondern zeitgemässer erschienen. Sie sollten auch sein eigenes Markenzeichen haben. Deshalb verwende er ja auch oft die verbliebenen Druckstöcke als Wandobjekte.

    Er meinte weiter, ihm sei dabei aufgefallen, dass die Zwischenergebnisse des Druckprozesses, das Unfertige, das Flächige, das noch ohne Tiefe, dass dieses auf ihn eine große Anziehung ausübe. Und dass er sich beim nächsten Male wohl auf dieses Experiment einlassen werde, ausgehend von der Zeichnung, den Druckprozess irgendwann zwischendurch abzubrechen und das Zwischenergebnis als Endergebnis zu nehmen. Den Rest müsse der Betrachter machen. Ihm genüge der Reiz des Zwischenergebnisses, das Unfertige.

    Boris der Maler meinte, dass ihn die Bilder interessieren würden, die ihn auf Entdeckungsreise schicken. Er hatte Zweifel, das Zwischenergebnisse als Endergebnis das können. Und Rudolf der Bildhauer sah keine Notwendigkeit zu einem solchen Unterfangen, da die Holzschnitttechnik eben so sei wie sie sei und mehr nicht zulasse. Alles andere sei moderner Hokuspokus und konstruiert. Effekthascherei!

    Ich staunte.

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  • in der Kette

    Es regnete, Bindfäden, aber Juergen strahlte. Wir saßen bei einer Tasse Kaffee zusammen und er erzählte mir von gestern Abend. „Es ist fantastisch wie die Dinge sich oft zusammenfügen. Wie irgendwann deutlich wird, dass man Teil einer Kette ist, dass das, was wir sehen, immer eine Vorgeschichte hat, dass Nichts so einfach neu entsteht, dass wir in einen größeren Zusammenhang hineingehören und dass die Kunstwerke, die wir sehen auch in einen solchen Zusammenhang gehören. Auch unsere eigenen.“  Er sprach von William Kentridge und von „Hugo Cabaret“, dem Scorsese-film. Und von sich.

    Den Film sah er gestern abend. Der Kunstverein Gelderland hatte eine neue Reihe mit dem Titel „Filmzeit“ aufgelegt, und diesen Film in Geldern gezeigt.

    Und Juergen wurde mit einem Schlag bewusst, in welcher kreativen Tradition sein „Leuchtturm“ William Kentridge steht, von welchen Bildern der sich inspirieren lässt. Und dass der Film „Journey to the moon“ von George Melies dabei so ungemein bedeutsam ist und dass sein eigener Film „Kopfreisen“ sich auch daran orientiert.

    „Plötzlich passt alles zusammen“, sagte Juergen.

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