Schlagwort: Zeichnungen

  • schwarz

    IMG_5566 2Dietlind habe ihn gestern über ihren Kommentar zu dem schwarzen Seelenkasten auf diese Schiene gebracht: Wieso sei ihm das Schwarz so nahe? So begann Juergen heute morgen unser Frühstück im Atelier „Zelle k5“. Und er dachte laut weiter.

    Letztendlich sei es ja schwarz und weiß, die er bevorzuge. Und manchmal das Rot. Der Klassiker, sagte da „Boris, der Maler“. Genau, meinte Juergen. Und dies liege sicherlich an der Reduktion, die sich dahinter verberge. Sie wüssten ja alle, dass er gerne alles auf ein Minimum beschränke. Wenig finde er gut. Aber Grautöne lasse er auch zu.

    Über die Wirkung von Farben habe er sich auch noch nie groß Gedanken gemacht. Außer ein paar Grundkenntnissen habe er da auch wenig Wissen angehäuft, meinte Juergen. Wie Farben wirken sollten, sei ihm bisher nicht wichtig gewesen. Es sei eher das Gedankliche gewesen, dass er umsetzen wolle: das Thema, der Gehalt, das solle sich wiederfinden und dann würde es natürlich auch in der Darstellung streng. Das wiederum korrespondiere ja mit dem „schwarz – weiß – Ding“. Natürlich wirke das oft düster und vielleicht verkauften sich die Sachen daher so schlecht.

    Obwohl ja der Holzschnitt und die Farbe Schwarz ja eine Tradition hätten.

    Auch die Tusche sei sein Material. Tusche liebe er, meinte Juergen. Sogar die digitalen Zeichnungen fertige er in letzter Zeit nur noch in mit schwarzen Konturen und Flächen an. Und wenig Farbe. Die Photos auf dem iPhone wandele er auch bevorzugt in sw – Fotos um. Komisch das Ganze!

    Jetzt, so dachte ich, versinkt er gleich im schwarzen Kreativloch.

    Buchalov

    For my english readers:

    Why is the colour black so important for me? So Juergen started this morning our breakfast in the studio. And he was thinking on loudly.

  • und er frage sich …

    IMG_6137Man könne es übersehen, meinte Juergen. Wenn aber der Blick ein bewusster sei und man mit wachem Auge durch die Welt laufe, würden einem diese Dinge schon auffallen. Er meinte die Zeichen, die Abweichungen, das Zufällige, die Irritationen, die Hinweise.

    Zum Beweis zeigte er mir eine Aufnahme, die auf der Wand im Untergeschoss eines Theaters in Berlin gefunden habe. Für ihn sei das keine Schmiererei, sondern eine Zeichnung. Eine spontane Zeichnung. Und er frage sich auch:  Warum dieses Motiv? Wer mache so etwas, mit welcher Absicht? Aus welchem Antrieb? Und er wisse, dass es keine klaren Antworten gebe und er wild spekulieren könne, wenn er wolle.

    Buchalov

    For my english readers:

    You could look over it, said Juergen. But if the view is a conscious and you walk through the world with a lively look, we could notice these things already. He meant the signs, the deviations, the accidental, the irritation.

  • Susanne und Juergen

    IMG_0968Susanne und Juergen sind „double bind“. Sagt nicht Juergen, sondern sage ich.

    Sie sind beide aneinander gebunden, freiwillig und erwartungsfroh, denn sie wollen gemeinsame Projekte realisieren. Eines davon ist die Beschäftigung mit Engeln ( hier geht es zur Darstellung des Projektes und Juergens ersten Ergebnissen: >>[…]) und während Susanne die Geschichte der Engel, ihre Ikonographie besonders fasziniert, geht es Juergen um einen Zugang, der seine innere Widersprüchlichkeit zu diesen Geistwesen in den Blick nehmen möchte. Juergen meint, dass dieses Thema „douple bind“ hilft, zu sich selbst zu finden, so wie es Klee in der Beschäftigung mit der Darstetllung seiner Engeln ja auch getan hat. Oder Grieshaber. Und es soll die Verhältnisse klären: das Reden, Denken und Fühlen über, mit, von Engeln steht auf der einen Seite und auf der anderen der Verstand, der aus Juergens Sicht eine ablehnende Haltung zu diesen Himmelswesen haben muss. Ob es Wesen sind, ob sie sind, ist ja schon die Frage. Juergen fühlt sich „double bind“ und ist mehr als skeptisch, wenn nicht sogar ablehnend, was die Existenz von Engeln anbelangt.

    Juergen ist auch an mich gebunden. Das weiß ich. Das hat Susanne Haun hier schön dargestellt.

    Und Susanne ist wahrscheinlich auch doppelt gebunden: einmal an sich selbst mit ihrem aufgeklärten Denken und andererseits in ihrer Liebe zur Ikonographie der Engel. Was wiederum auf sie selbst zurückweist.

    Und Susanne und Juergen sind auch örtlich doppelt gebunden: er hier in Wachtendonk, sie dort in Berlin.

    Na ja! Mal schauen!

    Buchalov

    Susanne and Juergen are „double bind.“ Says not Juergen, but me.

    For my english readers: