Schlagwort: Zelle k5

  • mehr als ein Schrank

    Gestern gab mir Juergen dieses Bild. Es zeigt seinen vollen Zeichnungsschrank, den er im neue Atelier „Zelle k5“ aufgestellt hat und in dem sich nun alle seine Papierarbeiten, Drucke, Zeichnungen, Collagen, befinden – schön geordnet und beschriftet. Drei Tage hat er dafür gebraucht.

    „Da steht das Ergebnis  eines Künstlerlebens, zumindest in Papier“, sagte er stolz und nachdenklich: ein Schrank, der mehr ist als ein Schrank.

    Und er hat sich abgesichert: alle Bilder sind digitalisiert und auf einer Festplatte gespeichert.

    Buchalov

    For my english readers:

    Yesterday Juergen gave me this picture. It shows his full drawing-cabinet, which he set up in the new studio „Zelle k5“ and that includes now all of his works on paper, prints, drawings, collages – beautifully arranged and labeled. „Here is the result of an artist’s life, at least on paper,“ he said proudly and thoughtfully: a cabinet, that more is as a cabinet.

  • Wächterfiguren

    Diese Diashow benötigt JavaScript.

    Freitags hole ich Juergen immer im Atelier ab. Wir gehen dann gemeinsam zum Mittagessen. Diesmal traf ich ihn im Umzugs-Chaos. Juergen zieht nämlich aus seinem Atelier aus, schon seit Tagen, in zwei angrenzende Räume: die neue „Zelle k5“ und das „rosa Zimmer“. Rudolf der Bildhauer hat das „Herrenzimmer“ und das „Archiv“ schon bezogen. Und Boris der Maler bleibt in seiner „Dunkelkammer“. Die Räume in der Ateliergemeinschaft haben nämlich solche Namen. Und warum sie so heißen, werde ich später mal erklären.

    Juergen zieht um und verkleinert sich, weil er die Mietkosten senken will. Er weiß, darüber haben wir schon oft gesprochen, dass das auf die Größe seiner Kunst, auf die Arbeiten überhaupt, Auswirkungen hat. „Da muss ich durch!“, sagt er dann und sitzt anschließend immer in seiner neuen noch unfertig eingerichteten „Zelle k5“, hört Musik, schaut zum Fenster raus und nimmt sie in Besitz.

    Heute hat er seine Wächterfiguren, die ihn schon in allen Ateliers begleiteten aufgestellt. Sie schauen zum Fenster heraus, in den Innenhof und auf die gegenüberliegende Wand und passen auf ihn auf. Es sieht so aus, als wenn sie traurig von außen auf die kleine Bühne „Welt“ schauen würden, finde ich. Es liegt vielleicht an der Novemberstimmung oder der grauen „Farblichkeit“.

    Buchalov

    For my english readers:

    Always on friday I get Juergen from the studio. We go together for lunch. This time I met him in moving chaos. Juergen pulls out of his studio, in two adjacent rooms, the new „Zelle k5“ and the „rosa Raum“. Rudolf, the sculptor has already referred the „Herrenzimmer“ and the „Archive“ . Boris the painter is staying in his „Dunkelkammer“. The rooms in the studio community have in fact such names. And why they are called so, I will explain later.

    Juergen is moving and becoming smaller, because he wants to pay a lower rent. He knows, we talked many times about it, that this has a great influence of  the size of his art and the artwork in general. „I have to go this way,“ he says and then he sits in his new unfinished „Zelle k5“, is listening to music, looking out of the window and takes possession of the room.

    Today his „Wächterfiguren“ were brought in position. They are looking out of the windows and protect him.