
Was soll ich sagen? Man sieht, was man sieht!
Buchalov!
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Juergens Atelier „Zelle k5“ das sind ja eigentlich zwei Räume, der große Raum, für was auch immer, und dieser kleinere, die Druckwerkstatt und gleichzeitig das Materiallager. Wenn man in diesen Raum hineinkommt sieht man rechts auf einem Aktenschrank einen riesigen Stapel von Papieren, bedruckte, unfertig, dicke, dünne, alle möglichen Formate, alle möglichen Sorten, alles aussortiert, weil sie „dem großen Meister“ nicht passten, die Druckqualität mies war, die Farben nicht stimmte – was auch immer. Juergen wirft sie nicht weg. Dort finden sie erst einmal ihren Platz.
Und wenn er druckt, dann nimmt er immer die Restfarbe und den aktuellen Druckstock und druckt auf eines dieser zufällig ausgewählten Papiere, einfach so.
Buchalov
Heute habe ich ihn wieder erwischt: Juergen stand im Atelier „Zelle k5“ vor seinem Drucktisch, mit dem Rücken zu mir, und „himmelte“ seine benutzten Druckstöcke an. Die findet er richtig gut. Ich weiss, dass er die gerne weiter verarbeiten würde, zu Wandobjekten.
Ich habe ihn nicht weiter gestört.
Buchalov