Autor: juergenkuester

  • Weltprojektionsmaschine 5

    Von Maschinen bin ich fasziniert. Das war schon immer so, seit meiner Jugendzeit.

    Seit ich die erste Skizze der Weltprojektionsmaschine gefunden habe,  denke ständig darüber nach, welche Funktion und Form und Verwendung eine solche Maschine haben könnte. Und was er Grund sein mag, dass ich mich an diesem Thema so festbeiße.

    Ich kann meine Gedanken gut sortieren, wenn ich Skizzen anlege. Deshalb habe ich mir im Schlafzimmer einen kleinen Campingtisch aufgestellt, in die Ecke neben dem Schrank. Darauf liegt ein Blankbook. Mit meinem alten Aquarellkasten und den Entwürfen der Maschine versuche ich meinen Motiven auf die Spur zu kommen.

    Die Ergebnisse trage ich in die Garage.

    Vielleicht ist die Weltprojektionsmaschine auch eine „Nonsensmaschine“?

    Buchalov

  • die Welt verändern

    Für mich ist das keine Frage, sondern ein Faktum: meine Maschine in der Garage verändert sich durch mich. Und sie verändert den Raum, in welchem sie steht, indem sie läuft und wirkt. Es geht um Gerüche, Vibrationen, Veränderungen des Lichts.

    Sie verändert auch mich. Denn ich liebe sie. Diese Veränderungen trage ich hinaus in die Welt außerhalb der Garage. Damit wirke ich auch wieder auf die Dinge, die mich dort umgeben.

    Also ist es keine Frage, sondern ein Fakt: kreativ geschaffene Dinge verändern die Welt, klein und minischrittig zwar, aber es geschieht. Dahinter steht keine zielgerichtete Absicht, sondern das Hoffen auf eine Wirkung der Dinge, die so geschaffen wurden.

    Das gibt meinem Leben einen Sinn.

    Buchalov

  • Svetlanas Katzen

    An den Wochenenden besuche ich gerne eine meiner Töchter. Gestern und heute war ich bei Svetlana in Frankenberg, Hessen. Bei solchen Fahrten sitzt meine Frau am Steuer, sie macht das gerne , weil ich keine Lust habe, auch am Wochenende noch am Steuer zu sitzen, wenn ich schon die ganze Woche für die Firma fahren musste.

    Meine Tochter und ihr Freund sind sehr tierlieb. Sie besitzen zwei Katzen aus dem Tierheim. Die eine heißt „Amigo“, die andere „Stromer“. „Amigo“ hat noch nie die Freiheit gesehen, er lebt als Siamkatze immer im Haus. „Stromer“ dagegen bleibt über Nacht weg und ist ganz Katze.

    Alle geben sich große Mühe: meine Tochter und ihr Freund Daniel bei der Erziehung und Pflege der Tiere – die Beiden haben es echt gut – und die Katzen durch angepasstes Verhalten in der Wohnung bzw. durch ihre Lebendigkeit.

    Die Katzen sind Leben. Sie sind wie Kinder. Sie benötigen Liebe, Streicheleinheiten, Regeln, Ansprache, Essen, eine Toilette, Beschäftigung im Spiel, körperliche Nähe, Respekt und Beachtung. Daniel redet mit „Amigo“ sogar und diese mit ihm. Es ist mir unklar, ob sie sich verstehen.

    Das ist etwas ganz anderes als meine Maschinenwelt in der Garage, bei der mir die Maschine viel gibt, aber nicht so etwas. Die Maschine ist zwar lebendig, aber anders. Dennoch liebe ich sie.

    Buchalov