Königssee:
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
„Sie sind meine Prinzessinen und ich bin ihr Prinz“, sagte Juergen heute mit einem netten, feinen Schmunzeln im Gesicht über Heike und Susanne und sich. Er findet diesen Vergleich und die Wortspielerei wohl gelungen – bezogen auf das gemeinsame Projekt der Drei. Sie übermalen momentan gegenseitig ihre Selbstportraits. Der Gedanke kam ihm während der Arbeit in „Zelle k5“.
Ich finde, dass dies auch ein schöner Projekttitel für das Vorhaben sein könnte: „die Prinzessinen und der Prinz.“
Buchalov

Juergen ist da so hineingeschlittert. Und merkt nun, dass es ihm einiges abverlangt.
Wovon ich rede?
Susanne Haun und Heike Schnittker haben als er noch in Süddeutschland unterwegs war ein zeichnerisches oder malerisches Projekt angestoßen, bei dem es darum geht, erstellte Selbstportraits durch den anderen übermalen zu lassen. Und sie haben Juergen einbezogen. Das freut ihn sehr, es sei ein Zeichen von Wertschätzung sagte er, und er mache da gerne mit. Ich soll danke sagen.
Ich kenne Juergen ja ganz gut, und ich habe mir schon gedacht, dass er sich der großen Anforderung, davon hat er nämlich geredet, stellen wird, indem er sich einen Plan macht. Oder eine Methode festlegt. Um das Ganze zu meistern. Hat er auch getan.
Juergen hat nun einen Rapport begonnen, neben der Arbeit an den Bildern, in dem er alles das, was ihn zu dem Vorhaben bewegt, niederschreibt. Er kreist also das Ganze gedanklich und literarisch ein. Er versucht sich Halt zu geben. Und hat parallel dazu mit der praktischen Arbeit begonnen.
Im Atelier ist er daher auch schon gewesen und hat die Selbstportraits gemalt, die er an Heike und Susanne weitersenden soll, damit diese sie übermalen.
Dem Projekt fehle auch noch ein Arbeitstitel, meinte er zu mir. Bei Juergen müssen die Dinge nämlich immer einen Namen haben. Den „klebt“ er dann auf die Projekt – Schublade.
Buchalov