Kategorie: Jürgens Tagebuch

  • erschwinglich gleich bezahlbar

    „Sollte Kunst erschwinglich sein?“ – Conny hat die Frage gestellt und die Post ging ab. Die Frage scheint einen Nerv getroffen zu haben, auch meinen, über Hundert Kommentare gab es,  hat sich aber von der Ausgangsfrage weit entfernt. Die Antworten sind bei dem Thema gelandet: „Was soll meine Kunst kosten?“

    Ich gehe noch einmal an den Anfang: „Erschwinglich“ bedeutet „bezahlbar“. Ich möchte die Frage zum besseren Verständnis noch einmal anders stellen:“ soll der Künstler seine Kunst zu einem Preis verkaufen, so das auch weniger „Betuchte“ sie erstehen können?“ Da ist meine Antwort klar „nein“. Denn Kunst kostet ihren Preis und wie der zustande kommt hat Susanne Haun überzeugend belegt.

    Andererseits ist Kunst aber auch eine Ware, die auf dem Kunstmarkt verkauft werden soll und da richtet sich der Preis nach der Nachfrage und den Finanzmöglichkeiten des Käufers. Ist der mit nur wenig Finanzmitteln ausgestattet, muss sich der Preis seinen Möglichkeiten annähern, wenn ich als Künstler verkaufen will. Dann muss ich die Frage mit „ja“ beantworten.

    Wenn ich als Künstler nicht verkaufen will, (und ich persönlich als Jürgen will nicht unbedingt verkaufen) dann ist meine Position zur Frage „Bezahlbarkeit“  ein  „Nein“. Dass ich es dennoch bisweilen tue, hat dann mit meinem sozialen Gewissen zu tun und der Person, die da vor mir steht und der ich es ermöglichen möchte ein Werk von mir zu besitzen, weil ich ihre finanziellen Engpässe sehe und weil sie mir vielleicht symphatisch ist und weil sie ….

  • sieben Tage

    „Sieben Tage“ – so lautet der Ausstellungstitel im „Alten Wasserwerk“ Wachtendonks. Wilfried Diesterheft – Brehme stellt aus.


    Da ich den Schlüssel von meinem „Lieblingsgebäude“ habe, bin ich heute – die Ausstellung war geschlossen – hin, habe mich in den großen Raum begeben und alles wirken lassen. Es ist  immer wieder ein Erlebnis die Unterschiedlichkeit der Wirkung dieses Raumes zu erleben – abhängig vom Ausstellenden, von seinen Exponaten, der Raumaufteilung, der Lichtstimmung. Mein letztes Erleben vor vierzehn Tagen bezog sich ja auf den noch leeren Raum.

    Unsere Schafe im Außengelände, die uns gute Wachdienste in ihrer Friedlichkeit  leisten, haben sich vermehrt. Das ist einfach schön.

  • keine Zeit ohne Kunst

    Es war keine Zeit ohne Kunst. Denn Kunst ist überall. Es war keine Phase ohne Kunstproduktion. Aber es war meine Osterurlaubszeit mit einem zehntägigen Türkeibesuch in der Nähe von Antalya.Und jetzt bin ich wieder zurück und freue mich darauf, Buchalov jetzt wieder aus dieser und seiner eigenen Welt  berichten zu lassen.

    Und ich freue mich sehr auf den Kontakt mit Euch. Wenn ich ehrlich bin muss ich sagen, dass eine zweiwöchige Internetabstinenz und eine totale Konzentration auf sich selbst ganz schön ist. Man bemerkt durch das Nichtvorhandensein des Internets,was einem persönlich wichtig ist. Man wird auf sich selbst zurückgeworfen. Dies klärt einiges. Das ist gut so. Aber jetzt ist es auch genug und der Dialog mit Euch kann wieder losgehen.

    In der Türkei sind einige Aquarellbilder zum „Philo-Blog“ entstanden und „die Lara Zeichnungen – ein zehntägiges Tagebuch“. Ich werde die Ergebnisse in den nächsten Tagen aufarbeiten und Buchalov wird dabei Teile davon hier im Blog zeigen.