Buchalovs Blog

  • Tag 3

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    Am Morgen meinte Juergen noch, dass er sehr gespannt sei, was heute geschehen werde. Er und Nanni arbeiten jetzt schon gemeinsam den dritten Tag in seiner >>> „Zelle k5“ <<<   an ihrem gemeinsamen Projekt. Gestern sei er ja gefragt worden, was er denn da mache. Tja, meinte er, heute haben er noch einmal die Scherenschnitte geprüft, geprüft, ob sie seinen eigenen Ansprüchen genügen. Keiner sei durchgefallen.

    Dann habe er die Scherenschnittschnippsel in eine große Tüte gepackt und sich gefragt, ob er die auch, so wie Susanne, zu Gerda nach Griechenland schicken solle. Einfach so, absichtslos. Er habe sich noch nicht getraut.

    Und dann habe er Origami – Schachteln gebastelt, große und kleine, eckige und runde. Solche Schachteln tanzen ihm schon seit geraumer Zeit im Kopf umher. Was die Fahrt letztes Jahr zu den verschiedenen Orten mit ihm gemacht habe, das solle da hinein. Irgendwie. Nanni habe ihm von Bali erzählt von den kleinen Opferschalen aus Papier und Blättern, die sie da gesehen hatte und die da überall an den Straßenrändern oder sogar  auf den Amaturenbrettern der Autos liegen, als Opfergabe. Das habe ihn inspiriert. Und dann sei das nun der Anfang einer geplanten großen OrtsMarke als RaumMarke gewesen, in seinem Atelierraum, als kleine Installation. Morgen arbeite er daran weiter.

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  • Tag 2

    Gestern war der Tag der Orientierung. Nanni und Juergen werden jetzt gemeinsam  eine Woche lang  in >>> „Zelle k5“ <<< arbeiten. Gestern war der Tag der Orientierung: sich thematisch einjustierten, von den Reisen erzählen, Material zeigen, Schwerpunkte setzen und dem anderen mitteilen, was man erwartet, wo man steht. Die Beiden mögen sich.

    Juergen hatte sich, das habe ich genau beobachtet, schon Tage vorher eingestimmt, sein Thema gedanklich umrundet, grobe Notizen angelegt, das Material auf dem Tisch ausgelegt, seine Tagebuch begonnen, das er Rapport nennt, und sich überlegt, wie er methodisch vorgehen möchte, um zu Ergebnissen zu kommen und dennoch die Offenheit im Arbeiten zu haben. Denn der Zufall sei, so sagt er dann immer, sein Partner. Ich kann das nie glauben wie gezielt und diszipliniert er da stets vorgeht.

    Und heute war Tag 2. Sie haben gearbeitet, sich ausgetaucht, über die Schulter geschaut,  und einiges vom anderen aufgegriffen. Sie hatten auch Besuch von Mechthild, der Märchenerzählerin aus dem „Weissen Häuschen“ in Issum, und sie haben es sich insgesamt gut gehen lassen.

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  • Was macht man damit?

    „Das Jahr fängt ja gut an“, fand Juergen heute morgen. Er und Nanni haben sich in seinem Atelier am Ostwall in Geldern  getroffen und jetzt wollen sie eine Woche lang gemeinsam arbeiten. Ich begleite sie. Ihre thematische Schnittstelle: sie waren 2017 beide in der Welt unterwegs, Nanni auf Bali und Juergen in Südeuropa, und von diesen Fahrten haben sie einiges mitgebracht – Fotos, Skizzen, Fundstücke, Gedanken, Notizen und und und.

    Und was macht man nun damit? Und was hat das Ganze mit uns gemacht? Das sind die Fragen, die sie nun umtreiben werden – eine Woche lang.

    Und morgen gehe ich dann ins Detail und berichte genauer, versprochen!

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