pingpongpeng | Foto #11 und #12 | der Löwe hat „geabstraktet“ | Schlitzblende | Altglasfotografie

Das Foto „pingpongpeng #11“, an das der Löwe nun anknüpfen musste, war von der Motivlage her schwierig: etwas zwischen Abstraktion und angedeuteter Gegenständlichkeit. Dies oben ist die Antwort von „der Löwe“.

Der Löwe sagt zu seinem Bild: „Uhh … Löwe und Abstraktes … geht das gut? … War der erste Gedanken … dann wurde das Bild analysiert … Erster Eindruck, wow Fußspuren auf dem Mond oder Mars … dann Maiskolben … brauntöne … Rautengitter … Nee, kann ich nichts mit anfangen … Etwas abstraktes muss her … Abstrakt und Bauchentscheidungen vom Löwen, passt das zusammen? … Ach egal … treiben lassen … Mal schauen, was vor die Schlitzblende kommt … Erst einmal einen Morgenkaffee … Langeweile … Spieltrieb … Kamera in die Hand nehmend … Klick klick … Na ja, wahr wohl nichts … Spaziergang … viel geschlitzblendet … irgendwie nix dabei … aber warte mal … das eine Spielbild … jupp, das wird es … Noch einen Titel gesucht … ja, Worterfindungen können auch abstrakt sein … geabstraktet … ein abstrakter Abstraktionsbegriff … der zu abstrakt für den Duden ist … Bildmotto: “Geabstrakteter Rückspiegelblick

Kamera: Sony NEX 5 
Objektiv: Objektiv Heidosmat f2.8 85mm MC adaptiert mit einem 3D-Druck M42-Selbstbauadapter mit Schlitzblende

Für die, die unser Projekt auf Instagram verfolgen wollen, hier der Link: Instagram: pingpongpeng

Copyright von Buchalov’s Bildern: Jürgen

Copyright von Löwen’s Bildern: Bernhard

Buchalov

Reaktionen

„Viele Brötchen. Po neben Po. Blumenblätter. Schmiedeeisen. Ich weiß nicht.“

Das waren einige Reaktionen auf dieses Motiv, als Juergen es den Besuchern im Atelier auf dem iPad zeigte. Die Anfänge des Entwurfes eines Scherenschnittes – so war es gedacht. Er war dann sichtlich verunsichert – wegen der Uneindeutigkeit des Motivs, das er selbst doch so eindeutig gesehen hatte.

Tja, so ist das mit der Abstraktion: man sieht, was man sehen will.

Tja, und so ist das mit den Absichten, die man hat: man kann ganz schön daneben liegen.

Buchalov

Blume total

Rudolf und Jürgen im Gespräch, im Atelier „Zelle k4“, und im mehr als regen Austausch. Rudolf ist aus dem Urlaub zurück und schon belebt sich die Atelierarbeit merklich.

Rudolf fand, dass das Motiv der Blume total sei: es gebe keinen Lebensbereich mehr,in dem Blumen nicht präsent seien. Man finde sie überall. Blumen seien bei jedem nur möglichen Anlass präsent. Daher komme auch das Gefühl der Beliebigkeit und der Ausgebranntheit dieses Themas.

Rudolf meint, dass ein eigener Ansatz der Darstellung auch darin bestehen könne, die Abstraktion immer weiter voranzutreiben, Abstraktion total, so dass das Motiv der Blume sich in Form und Farbe soweit auflöse, das der Betrachter  nur noch Assoziationen mit den Linien, den Farben, den Formen vornimmt, die Blume erahnt und neue Bildmotive entdeckt.

Oder dass aus der Darstellung von Blumen Ausschnitte ausgewählt werden könnten, die „aufgeblasen“ werden und als Abstraktion in die Tiefe des Motiv hineinführen und das ursprüngliche Blumenmotiv auflösen.

Jürgen hörte sehr genau zu.

Buchalov

ausgelutscht?

Jürgen ist vollkommen eingetaucht in das Thema „Blumen“. Er sagte mir heute morgen im Telefonat:

„Das mit den Blumen, und sie in einer Art darzustellen, die dem „ausgelutschten“ Thema und Sujet etwas Neues geben könnte – das beschäftigt mich jetzt seit Tagen. Folgende Wege habe ich bisher gedanklich, nur gedanklich, beschritten:

1. Blumen in Bildern als Zeichen der Harmonie und Schönheit kombinieren mit Motiven der Brüchigkeit, des Unperfekten, der Disharmonie.

2. Oder: Florale Motive nur auf Konturen reduzieren. Mehr nicht. Schwarz – weiß.

3. Oder: Die Blume nur in ihrer farbigen Flüchtigkeit darstellen und an den Rand der Abstraktion treiben.

4. Oder die Kombination von Möglichkeit 2 und 3.“

Bin gespannt, wo er landet. Und was er dann konkret umsetzt.

Buchalov