Jürgen versucht in seinem Projekt „to grow“ einiges zum Thema „Wachstum“ zu klären. Dazu gehört auch die Frage, ob es eine persönliche Prioritätenliste der Bereiche für ihn gibt, in denen Wachstum beobachtet werden kann. Das ist Liste 5.
Und es gibt die Frage, aus welchen menschlichen Körperöffnungen möglicherweise etwas wachsen könnte. Der Beantwortung der Frage dient Liste 4.
„Buchalov“ und „der Löwe“ realisieren seit geraumer Zeit ein gemeinsames Photoprojekt. Der jeweils andere führt ein Vorgängerbild inhaltlich und/oder fototechnisch fort.
Buchalov sagt zu seinem Foto: “Ein Stern ist natürlich mehr als ein Stern. Und Licht ist mehr als Licht. Und das sind nur zwei Beispiele. Denn wohin man auch schaut: Symbolik und Inszenierung. Und bei den Inszenierungen spielt der Stern ja eine besondere Rolle: der Stern über Bethlehem, der Rote Stern der Kommunisten, der Todesstern, die Sterntaler, die Sternbilder, der Abendstern, die Sternzeichen, die Sterneköche, und und und. Jürgen nennt solche Motive mittlerweile „ausgelutscht“. Aber dies gilt ja für viele Motive. Gibt es denn noch etwas, was nicht schon fotografiert wurde? Und wie gibt man dem schon so oft Fotografierten einen besonderen Touch? Wie macht man es einzigartig? Das gezeigte Bild ist mit einer Sternenblende als Vorsatz entstanden.“
Fotos, die es nicht geschafft haben:
Kamera: Sony A7II Objektiv:Heidosmat f2.8 85mm MC adaptiert mit einem 3D-Druck M42-Selbstbauadapter mit Sternaufsteckblende
„Habe ich sorgfältig genug gelesen? Kam das Zellwachstum bei einer Schwangerschaft vor? Neues Leben braucht gesundes Zellwachstum. Der winzige Mensch wächst, der Bauch wächst, die Haut dehnt sich, auch das „Fütterorgan“, die Brust, wächst. Und was die diversen Tumorerkrankungen und andere schlimme Krankheitsbilder angeht – mir geht es auch so: anschauen, es aus dem Angstdunkel holen, damit es sich besser damit leben lässt.“
Diesen Impuls hat Jürgen spontan im Atelier einen Tag später mit zwei Skizzen und ein paar Photos aufgegriffen. Ihm ist der Gedanke sehr sympathisch, dass Wachstum letztendlich nicht nur in den Tod führt, sondern – viel besser – in ein zukünftiges Leben. Mal schauen was draus werde, meinte er.