
Köpfe sollen es werden, sagte Juergen während des ersten Tages der Tuschewoche. Keine Portraits.
Und hier noch ein paar weitere Ergebnisse von allen Teilnehmern:
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Köpfe sollen es werden, sagte Juergen während des ersten Tages der Tuschewoche. Keine Portraits.
Und hier noch ein paar weitere Ergebnisse von allen Teilnehmern:

Tobias oder „Hermann der Vernetzer“, wie Juergen ihn nennt, und seine Malschülerin S. wurden von Jürgen zu einem Kaffee in „Zelle k5“ eingeladen und schon nach kurzem Vorgeblänkel war man schnell bei grundlegenden Themen. Juergen macht das eigentlich immer. Stets geraten die Diskussionen bei ihm auf das Feld der grundsätzlichen Kunstthemen. Er zieht so etwas irgendwie magisch an. Ich weiß gar nicht, ob das so gut ist. Das muss ich ihm mal sagen.
Diesmal ging es auch um die Frage wie wir grundsätzlich lernen, wie man „Kunstmachen“ im speziellen lernt, wie das Kunstmachen die Kunstmachenden im Arbeitsprozess zum Innehalten zwingt, wie es zum Blick ins eigene Innenleben führt. Juergen konnte von seiner „Rhizomtheorie“ als Methode des kreativen Agierens und der Präsentation von Kunstwerken erzählen.
Und plötzlich waren er und Tobias bei der anstehenden Tuschewoche und was sie dort machen wollen und wie sie es machen werden. Tobias wird sich wohl auf ein kleines Bild mit dem Motiv eines Mannes vor einer dicken Kiste, die alles mögliche sein könnte, konzentrieren. Und Juergen will Köpfe zeichnen, groß und klein und schnell und energetisch, kraftvoll und gebrochen, auf allen möglichen Formen von Papier und sie irgendwie einreihen in seine Serie von „Latos Köpfen“. Vorlagen hat er sich schon zurechtgelegt. Sein eigener Kopf und der von Tobias gehören wohl auch dazu.
Für Beide war es also der „Tag O“ der Tuschewoche.
Buchalov

Susanne schrieb: „Eine Linie biegt sich nach links und rechts, um dann …“
Und Juergen antwortete: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“
Ja so ist das! Susanne und Juergen schicken sich ja in unregelmässigen Abständen diese halben, unfertigen Sätze zu, die der andere bildnerisch und textlich vollenden soll. Diesmal war Juergen nach langer Zeit mal wieder dran. Und er hat es sich nicht leicht gemacht, viele Versuche sind entstanden, aber er hat sich letztendlich für die ganz reduzierte Form entschieden – ein wenig ist mehr. Manchmal jedenfalls.
Und an Susanne schickt er nun folgenden Satzanfang: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
Buchalov
P.S. Die bisherigen Ergebnisse sind hier einsehbar: >>> [ … ] <<< , bitte klicken!