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  • Hoeven: „beelden op de kaart“ – Tour 1 bis 3

    Irgendwie war es das noch nicht. Jürgen glaubt, dass seine erste Idee zum Projekt „beelden op de kaart“ alleine so nicht trägt.

    Die Gründe sind vielfach: die entstandenen Zeichnungen sind einfach zu allgemein gehalten und könnten auf jeden Ort zutreffen. Das liegt daran, dass Jürgens erste Internetrecherche einfach nichts zu Tage brachte, an dem man ansetzen konnte, an dem man sich festbeißen konnte, das Kannten zeigte. Der Funke sprang einfach nicht über. Es fehlte der Kontakt zu den Menschen, der persönliche Eindruck vor Ort. Zudem ist aus der ersten Idee einer Präsentationsform als Stillleben nun ein Interieur geworden, dass durch Zuviel Elemente einfach diffus wirkt.

    Also hat er noch einmal gesucht und nachgedacht. Gefunden hat er dabei ein große Liste an Objekten, Geschäften, Firmen. Zwei kamen in die nähere Wahl: die Fusspflege/Podotherapie und Dedector Plaza. Um diese Beiden herum hat er nun seine Tour nach Hoeven gebaut. Sie nennt er das weitere Einkreisen.

    Sein fertiges Ergebnis sieht nun so aus:

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    Hoeven Tour1

    Lato hat Hoeven besucht, virtuell. Der Ortsteil Hoeven in Uden entstand aus einem Weiler.  So hatte Lato das gelesen und sich das auch vorgestellt. Doch dann: Häuser, nicht als Häuser. Neubaugebiet, Wohnsiedlung, reine Funktionalität?, Schlafstadt?, ein historischer Wanderweg, Gretls Pedicuresalon, Last mile Solution charge Station, zwei Schönheitssalons, eine Podotherapie, den Dedector Plaza, ein Kinderzentrum, eine Fahrschule, das Fitnesszentrum Body + run, ein Kapsalon, die vegane Brotbäckerei, den Carwash, den Zaunfachhandel, die Shell-Tankstelle und und und. Aber: Wo findet man nun das reale Leben? Wo sind die Menschen und ihr Leben? Daran ist er gescheitert.

    Er hat den Ort daher erst einmal oberflächlich erkundet und Eindrücke gesammelt. Mehr ging nicht. Diese Eindrücke wurden zu Zeichnungen. In ihrer Verschlüsselung liegt die Botschaft. In Latos Werkstatt bastelte er daraus eine Art von Stillleben/ stillleven – still gleich unbewegt, leven gleich Dasein.

    Und so sieht es aus:

    Hoeven Tour2

    Also: Lato ist ein zweites Mal nach Hoeven gereist und hat den Ort aus der Ferne besucht. Wie schon von ihm erwartet hat er dabei im virtuellen Hoeven, oberhalb des Rondwegs , einen Metallschatz gefunden, der aus mehreren Teilen besteht! Das Ministerium für „beelden op de kaart“ nennt den Fund einen von hoher künstlerischer Bedeutung !!!Lato machte diese Entdeckung mit einem Minelab CTX 3030, den er bei Detector Plaza in Hoeven gekauft haben könnte.Wir alle sind natürlich sehr stolz auf Lato und gratulieren ihm zu diesem fantastischen Fund !!!

    Und das ist sein Schatz.:

    Hoeven Tour3

    Lato ist ein drittes Mal nach Hoeven gereist. Diesmal ging es um Füße. Er hat sich gefreut, dass die Podotherapie im Ort ihm das Fotografieren von Kunden und insbesondere von deren Füßen erlaubt hat: sehr großzügig das Ganze, sehr liberal die Menschen. Das Motto lautete: zeigt her Eure Füße.

    Und das sind drei der vielen : 

    (das ist Lato: https://issuu.com/juergenkuester/docs/lato__das_buch1 )

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    Buchalov

  • Hoeven: erstes Einkreisen

    Hoeven, das ist der Ort in Holland, den Jürgen zugelost bekommen hat. Dieses Losverfahren ist ein Teil des Kunstprojektes „beelden op de kaart“: >>> […]<<<. Und er muss sich um den Ort kümmern, einiges von dem rauskriegen, was dort geschieht oder geschehen ist, und dies dann künstlerisch präsentieren. Die erste Beschäftigung nach der Methode des Einkreisens oder der Bleistiftübung förderte folgende Fragen zutage:

    Wie sieht der Ort aus? Äußere Erscheinung? Besonderheiten? Was zeichnet ihn aus? Was sticht ins Auge?

    Bauliches? Postkarten?

    In die Hand nehmen: Bedeutsamkeit, Gewichtung, Zahlen?

    Woher kommt der Ort? Geschichtliches?

    Funktion? Wozu dient der Ort?

    Wie schauen andere auf den Ort? Reisende? Meinungen?

    Wie sieht man Sich selbst? Identifizierung? Sammlungen?

    Wie ist der Ort vernetzt? Eingebunden sein? Region? Handel, Verkehr. Weblinks?

    Wer sind die Menschen? Besondere Menschen? Menschenbilder?

    Und das alles wiederum hat zu einer Vielzahl von Schriftlichem/Text und einigen Zeichnungen geführt als mögliche Antworten auf die Fragen geführt. Ich zeige hier nur einige Zwischenergebnisse.

    Und die flossen erst einmal in einem Bild zusammen, einem Stillleben.

    Soweit die Arbeit von Jürgen. Aber eigentlich ist dieses Bild kein Stillleben, sondern das Bild von einem Interieur. Und jetzt stellt sich für ihn wohl die Frage: Ist es das? Wird das sein Beitrag für „Beelden op de Kaart“ werden?

    Ich habe Zweifel. Er wohl auch.

    Buchalov

  • das Zwickelbüro am Sonntag

    Taram, Taram, Tam Tam, Tam Tam: Heute ist Montag und gestern abend hat das Zwickelbüro für dieses Jahr seine Pforten geschlossen. Im Februar wird es allerdings wieder geöffnet werden.

    Das Zwickelbüro ist ein kreatives Kleinraumbüro.

    Das Zwickelbüro ist eine Gedankenbüro.

    Das Zwickelbüro ist ein Experimentierfeld.

    Das Zwickelbüro ist ein Rückzugsraum.

    Und das Zwickelbüro ist nach Meinung von Jürgen so etwas ähnliches wie Dada. In einem Kommentar an Eva schrieb Jürgen dazu: “Und was Dada anbelangt: ist Dada als weit gefasster Begriff nicht auch die Auflegung gegen Widerstände, gegen Herkömmliches in der Kunst, gegen Reales, gegen das Ernste? Dada ist doch spielen, experimentieren, frei sein, surreal sein, oder? In diesem Sinne ist das Zwickelbüro auch Dada.”

    Antje meinte zu Jürgen gestern, dass ihre Ergebnisse mit dem Gehirnzwickel zu tun hätten. Da gebe es ja im Stammhirn einen Bereich, den man Zwickel nenne. Der wurde schon im letzten Zwickelbüro untersucht. Gestern gab es die Fortsetzung. Antje hat sich von Jürgen eine alte Druckplatte aus seinem Bestand geschnappt, auf ihren Hintergründen gedruckt – Antje ist Spezialistin für vorgefertigte Hintergründe auf Rentenpapier – und hat das Ergebnis malerisch bearbeitet -so erreicht sie Tiefe und Plastizität. Sie mischt das Drucktechnische mit dem Malerischen.

    Und Juergen hat gestern seine riesige Linolschnittplatte weiter bearbeitet, mit der Musik im Hintergrund gesummt, gepflötet und gesungen und war weiterhin auf der Suche nach einer Form des Zwickels, die er noch nicht bearbeitet hatte. Die Platte hat er in verschiedenen Variationen gedruckt.

    Buchalov