Schlagwort: collaboration

  • das Zwickelbüro am Samstag

    Wenn das Zwickelbüro geöffnet hat, dann ist Dada angesagt. Oder Zwickelaktion. Oder Nonsens.

    So auch heute. Als Gast besitze ich ja das Privileg den Beiden, Antje und Jürgen, über die Schulter schauen zu dürfen und meinen Sermon zu all dem, was da so entsteht, sagen zu können. Buchalov hat eben Narrenfreiheit.

    Juergen war auf der Suche nach den Zwickelformen. Klärung schafft bei so etwas eine oder mehrere Zeichnungen und oft der Besuch des Copyshops um die Ecke. Oliver Blees ist das der Boss, musiziert, rockt, kopiert, faltet, beklebt und hört zu. Und es hat sich tatsächlich einiges geklärt. Das hier soll es nun werden, als Linolschnitt:

    Na ja, ob er damit die Zwickelform gefunden hat, das müsste man noch einmal bereden.

    Antje hat die Deko zu verlassen versucht, sagt sie, und reißt und übermalt und beklebt. De-Dekoration ist das Stichwort. Und da sind wohl auch noch so ganz viele Hintergründe, die auf etwas warten. Und Druckstöcke gibt es ja in Jürgens Atelier genug.

    Buchalov

  • Das Zwickelbüro am heutigen Freitag

    Heute ist Freitag und das Zwickelbüro hat heute nachmittag geöffnet. Antje war da. Sie und Juergen arbeiten gerne im „Zwickelbüro“: das Thema kann der Zwickel sein, wobei der Zwickel ja so vieles sein kann.

    Das gilt nun auch für den kommenden Samstag und Sonntag. Dass das Zwickelbüro geöffnet hat, ist auch der Versuch, neben dem gemeinsamen kreativen Experimentieren im Atelier, in den schweren Zeiten so etwas wie die Normalität herzustellen, die es vor Corona gab. Aber Jürgen weiss: diese Normalität wird es so nicht mehr geben. Aber er will nach vorne schauen. So wie in seinem Projekt „künftig/bald/nach vorne“.

    Jürgens Thema heute: die Verarbeitung von zwei Zwickelansichten aus einem „Art-Sonderheft“, das sich mit Mode und Kunst beschäftigte.

    Antjes Thema: Weiterarbeit an einigen Drucken zum Zwickel.

    Buchalov

  • Projekt ohne Namen: “Irgendwann wird der Mensch müde, …”

    Im „Projekt ohne Namen“ senden sich Susanne Haun und Jürgen im Wechsel halbe Sätze zu und der andere muss sie vervollständigen und ein Werk der Visualisierungen dazu erschaffen. Seit 2016 machen sie das schon so.

    Diesmal hat Jürgen folgenden Satz bekommen: „Irgendwann wird der Mensch müde“. Also, so interpretiert er das: einmal geht es um die Pandemie und was diese mit uns anstellt. Dann geht es wohl auch darum, dass wir der Beschäftigung mit diesem Problem überdrüssig werden und vielleicht in unseren Anstrengungen geschützt mit dem Virus umzugehen nachlassen.

    Das Spielerische, das er ansonsten im Projekt auslebt, hat Jürgen diesmal nicht zu packen bekommen. Der Satz hat ihn gehemmt. Diesmal, so sagte er mir, sei es für ihn echt schwer gewesen. Wenn er den Halbsatz von Susanne zugeschickt bekommt, dann bildet er sogleich und unverzüglich weitere Halbsätze, spontan und ungefiltert. So auch diesmal. Folgende Satzfortsetzungen standen alle auf seiner Liste, und das sind nur die, die nach einer Woche übrig blieben, das „ernste Zeug“ hat er aussortiert:

    Irgendwann wird der Mensch müde,

    … und nimmt sein Doppelherz B12 Vita Energie.

    … brüht sich einen Salbeitee und weiter gehts.

    … gönnt sich eine kalte Dusche und schaut mal.

    … und wirft sich einen Aufheller ein.

    … und geht zum Arzt.

    … und weint sich beim Zähneputzen aus.

    … weint kurz und tritt sich dann selbst in den Hintern.

    Geworden ist es nun folgende Konstellation:

    Susanne: Irgendwann wird der Mensch müde, …

    Jürgen: …hört nur noch auf seinen Bauch und schon steht Satans Thron im Pergamonmuseum.

    Für Susanne hat Jürgen nun folgenden Halbsatz als Aufgabe

    Für ein Manifest genügt ein Wort: …

    Buchalov