Schlagwort: collaboration

  • Projekt ohne Namen #44: „um sich aus der Gemengelage von Krone, Grundrechten und Kontaktsperre heraus zu graben, bedarf es….“

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    Susanne schrieb: : „um sich aus der Gemengelage von Krone, Grundrechten und Kontaktsperre heraus zu graben, bedarf es….“

    Das muss Juergen nun fortführen, denn er hat mit Susanne im „Projekt ohne Namen“ die Vereinbarung getroffen, dies zu tun. Und etwas Visuelles abzuliefern. Und da er ein braver Junge ist, tut er dies auch.

    Diesmal gibt es zwei Bilder mit zwei Halbsätzen als Ergebnis. Warum das so ist ? Im ersten Schritt hat Juergen nach textlichen Antworten gesucht, eine Vielzahl von Möglichkeiten gefunden und die beiden unten gefielen ihm dann am Besten. Die passenden Druckstöcke fanden sich später im Atelier.

    Und hier sind die Sätze:

    „… einer Aktentasche, die den Plan enthält.“

    „… eines Planes, den mein Nachbar, seine Frau und meine Fischverkäuferin kennen.“

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    Und folgenden Halbsatz schickt Juergen nun an Susanne:

    „Ein Zitronenfalter flog vorbei …“

    Buchalov

  • Projekt ohne Namen: #42 – „Die Sonne schien, der Mond war helle …“

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    Susanne schrieb: „Die Sonne schien, der Mond war helle …“

    Und Juergen antwortete: 

    „Gold war Blech und Glas war Kies

    als der Klaus aus ’ner Blechkelle

    sich ’ne Papierkrone blies.“

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    Sie schicken sich noch immer Halbsätze zu, die der andere vervollständigt. Und sie zeichnen dazu, oder drucken oder kleben oder kritzeln – wie auch immer. Sie sind bei #42 angelangt.

    Susannes Halbsatz gehörte zu einem Gedicht, das man allgemein kennt. Aber beschwören will ich das nicht. Diesmal konnte Juergens Antwort nicht so einfach mal schnell am Frühstückstisch entstehen, sondern die Struktur des Textes galt es zu ergründen und auf seine Antwort anzuwenden.

    Hier das „Nonsens- Gedicht“, aus dem Internet gezogen, Quelle unbekannt:

    „Dunkel war’s, der Mond schien helle / schneebedeckt die grüne Flur / als ein Auto blitzesschnelle / langsam um die Ecke fuhr. / Drinnen saßen stehend Leute / Sschweigend ins Gespräch vertieft / als ein totgeschossner Hase / auf der Sandbank Schlittschuh lief. / Und der Wagen fuhr im Trabe / rückwärts einen Berg hinauf. / Droben zog ein alter Rabe / grade eine Turmuhr auf. / Ringsumher herrscht tiefes Schweigen / und mit fürchterlichem Krach / spielen in des Grases Zweigen / zwei Kamele lautlos Schach. / Und auf einer roten Bank, / die blau angestrichen war / saß ein blondgelockter Jüngling / mit kohlrabenschwarzem Haar. /Neben ihm ’ne alte Schachtel, / zählte kaum erst sechzehn Jahr, / und sie aß ein Butterbrot, / das mit Schmalz bestrichen war. 7 Oben auf dem Apfelbaume, / der sehr süße Birnen trug, / hing des Frühlings letzte Pflaume / und an Nüssen noch genug. / Von der regennassen Straße / wirbelte der Staub empor. / Und ein Junge bei der Hitze / mächtig an den Ohren fror. / Beide Hände in den Taschen /  hielt er sich die Augen zu. / Denn er konnte nicht ertragen, / wie nach Veilchen roch die Kuh. / Und zwei Fische liefen munter / durch das blaue Kornfeld hin. / Endlich ging die Sonne unter / und der graue Tag erschien. / Dies Gedicht schrieb Wolfgang Goethe / abends in der Morgenröte, / als er auf dem Nachttopf saß / und seine Morgenzeitung las.“

    Juergens Gedanken kreisen momentan um das Thema „Krone“. Dieser Bezug zum fehlenden Text schien daher logisch. Und von da war dann der Schritt zu den kaiserlichen Insignien Krone, Reichsapfel und Zepter, die den Weg aufs Papier finden sollten, nicht weit.

    Also, ich war dabei und es ist wirklich so geschehen,: Juergen hat sich in seinem Druckraum einmal um die eigene Achse gedreht, langsam, und das, was an Holzresten und Druckstöcken in greifbarer Nähe lag, genommen, ausgewählt und gedruckt – zwei Versionen. Fertig! Ein paar Tuschestriche kamen dann später dazu. Das war es dann. 

    Und Juergen schickt Susanne nun als #43 folgenden Halbsatz: „Ich schaue aus dem Fenster und die Welt hinter mir …“

    „projektohnenamen“ ist auch auf Instagram vertreten, hier der Link: >>> [   ]<<<

    Buchalov

  • Projekt ohne Namen: „Der Gevatter lauert überall, selbst neben dem Abbild des …“

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    Das ist der vierzigste Beitrag zum „projektohnenamen“. Das es mal so viel werden würden, damit hatte Juergen als er mit Susanne Haun dieses Vorhaben startetet nicht gerechnet. Und Susanne wahrscheinlich auch nicht. Und ein Ende – Gott sei dank – ist offenbar noch nicht in Sicht. Auf Instagram ist einiges zu sehen: >>>[…]

    Susanne schrieb: „Der Gevatter lauert überall, selbst neben dem Abbild des …“

    Juergen antwortete: ewigen Loches.“  (Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“, 2.Korinther 4:18)

    Diesmal war es nicht einfach. Der Halbsatz von Susanne, zu dem Juergen sonst mal ganz locker am Frühstückstisch eine Antwort fand, machte Probleme, ein Komma verwirrte Juergen, und Susannes Hinweis auf die Ewigkeit und den Sensenmann blockierte auch ganz schön. Juergen will sich momentan nicht runterziehen lassen. Also hat er es sacken lassen, ein paar Tage lang. Und dann blieb nur die Sense und das Loch, in welches wir alle fallen können und wohl auch werden. Der Druckstock Inch. Druck waren eine Sachen von zwei Stunden, ein Klacks.

    Und es war auch deshalb nicht einfach, weil plötzlich fünf Varianten auf dem Tisch lagen, und Juergen sich nicht für eine entscheiden konnte. Dann also fünf.

    Und im Hintergrund laufen „The Three Degrees mit „when will I see you again“ – passt, finde ich!

    Der Satz, den Juergen jetzt an Susanne sendet, der geht so:

    #41: „Tante Lenis Damenbart war stets …“

    Buchalov