
Was man unterwegs so alles sieht – und Boote gehen bei mir immer.
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Was man unterwegs so alles sieht – und Boote gehen bei mir immer.
Buchalov

Das „Prinzip Rhizom“ als Methode: Juergen hat eine kleine bemalte Wellpappe, ein Malstück wie er sagt, als Ausgangspunkt weiterer kreativer Aktivitäten genommen. Das Malstück ist sein Keimling. Ein unscheinbares Teil mit Farben, die Juergen so nicht zusagen. Es sind die Farben von Jöer Möller, und er hat Juergen dieses Malstück mit bedeutungsschweren Worten ans Herz gelegt und übergeben – als Teil des gemeinsamen Projektes „zweifertig“. Jeder gibt dem anderen einen Teil eines Kunstwerkes mit der Bitte, es nun fertigzustellen. Sie sind jetzt im Laufe der Zeit beim „Block neun“ angelangt.
Juergen hat dieses Malstück nun untersucht: fotografisch, zeichnerisch, malerisch und drucktechnisch. Das entspricht seiner momentanen Vorgehnsweise. Und dabei kommt er, so meint er jedenfalls, den Dingen auf die Spur und erfährt wie sie zu ihm stehen.
Buchalov
Da läuft ein Projekt, bei Susanne Haun. Sie hat Juergen gestern abend lieb und nett gebeten, doch daran teilzunehmen. Er hat abgelehnt, weil es ihm momentan nicht passt und weil er über das, was da entstehen könnte, unsicher ist. Ich spüre das.
Es geht darum, sich morgens oder abends im Badezimmerspiegel selbst zu zeichnen. Viele tun das und haben Freude daran. Sie zeigen gerne ihre Ergebnisse.
Juergen hat heute morgen das getan, was er momentan eben kann und was leistbar ist: er hat ein Foto von sich vor dem Spiegel im Bademantel gemacht. Und am Frühstückstisch rumgekritzelt. Er hofft nun, dass Susanne zufrieden ist.