Im Ausschnitt das Ganze, oder?
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
„Na“, fragte ich. „Wie war’s?“
„Tja“, meinte Juergen. Er sei so gefesselt gewesen vom Salon gestern, dass er ganz vergessen habe, zu fotografieren. Nachdem die Einzelnen in der Runde ein wenig von ihren Aktivitäten berichtet hätten – Kunstverein Geldern, Wasserwerk Wachtendonk, Freizeitkünstler Geldern, Aktivitäten in Venlo, Galerie „artedos“ in Kempen – sei man rüber in Rolfs Atelier gegangen und habe dort geschaut und gehört und gefragt und man sei bei grundsätzlichen bildhauerischen Fragen gelandet und bei Rolfs spezieller Arbeitsweise und seinen Überlegungen im Arbeitsprozess und und und.
Und nachdem das Gros der Besucher sich verabschiedet habe, sei ein noch verbleibender Rest am Tisch sitzen geblieben und habe die momentanen gesellschaftlichen Brüche mit den schlimmen Terrormeldungen in den Blick genommen und versucht herauszufinden, was da eigentlich los sei und was das mit uns mache. Ja, so sei das gewesen.
Schade, das ich nicht dabei war, habe ich zu Juergen gesagt.
Buchalov
Rudolf der Bildhauer, Juergen und ich, wir sassen in der Küchenecke in der Ateliergemeinschaft und besprachen den Wegzug von Boris, dem Maler. Der geht nämlich wieder zurück nach Krakau. Schade, wirklich schade! Sein Atelier bei uns behält er allerdings und will sich auch ab und an sehen lassen. Und arbeiten. So ganz ist er also dann doch nicht fort.
Ja, so ist das. Irgendetwas ändert sich immer.
Also habe ich mal schnell die andere Ecke von Rudolfs Atelier fotografiert, bevor die morgen auch verschwunden ist.
Buchalov