Hintergrund

In letzter Zeit, so Juergen, würden seine einzelnen Motive in den Zeichnungen und auf den Blättern einfach so im Blatt stehen, im Raum, isoliert. Kein besonderer Hintergrund. Nur das Weiss des Papiers. Ab und an fänden sich noch versprengte Punkte oder Flecken. Das sei es dann. Der Hintergrund sei ihm irgendwie abhanden gekommen.

Und jetzt frage er sich, was das bedeute.

Buchalov

ich bin fassungslos!

Ich bin betäubt, glaube ich, und nicht mehr Herr meiner Sinne. Ich bin fassungslos! Denn ich habe den Wahlabend in Deutschland aus der Ferne mit Juergen und einigen Freunden erlebt, und es ist nun so, als säße ich mit meinem Vater am Küchentisch, in den Sechzigern, und er erzählt von der braunen Soße, die immer noch existent sei und von der er glaube, dass sie ewig bleibe. Ich, der Pupertierende habe ihm, wie man in dem Alter so ist und weil man ja alles besser weiß, unter dem Einfluss von „Love and peace“ heftig widersprochen.

Und jetzt kann ich es nicht fassen, dass Menschen eine Patei gewählt haben, „die sich das Land und das Volk zurückholen wollen“, das ihnen ja gar nicht gehört. Eine Frechheit! Im Klartext: Rechte Töne, Rassismus, Ausländerfeindlichkeit,Menschenverachtung, Ausgrenzung,

Ich glaube, ich stehe neben mir. Ich werde mit Juergen reden, denn gemeinsam ist so etwas besser ertragbar.

Buchalov

„Rhizomwoche“ mit Barbara

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Die „Rhizomwoche“ naht. Juergen wird sich mit Barbara Schmitz – Becker Ende August nach seiner „Buchalovs Freunde Tour“ treffen und sie werden gemeinsam eine Woche zu diesem Thema in „Busch8“ arbeiten. Hier der Link: >>> [ … ] <<<

Einen Plan haben sie nicht, aber Absichten. Sie wollen versuchen dem Begriff, den Verfahren, den Spuren oder den Inspirationen zu folgen, die im Zusammenhang mit dem Begriff „Rhizom“ im Raum stehen. Juergen meinte, dass es ein Einkreisen mit Irrungen und Wirkungen sein könnte. Es sei auf jeden Fall die gemeinsame Suche nach Erkenntnis.

Buchalov

 

ein wenig Rückblick 

Juergen und ich stehen momentan mit unserem Wohnmobil im Altmühltal und fahren am Fluss entlang und kreuz und quer mit dem Rad durch die Gegend. Wunderschön ist es hier. Frankenland! Und wir halten ein wenig Rueckblick. 

Der Königssee war die letzte Station unserer Fahrt auf der „Deutschen Alpenstrasse“. Keine Frage, ohne den Tourismus  als Wirtschaftsfaktor geht hier nichts. Er ist nur möglich, weil die Landschaft so einmalig und so schön ist. Und wie schrecklich einen dieser Tourismus anspringen kann, erfährt man in Schönau auf dem Weg zum Bootsanleger des Königssees. Juergen hatte eine spezielle Meinung dazu, die er in diesem Foto wiedergegen hat.


Juergen meinte zu mir, dass er vorsichtig sei mit einer generellen „Verteufelung“ des Tourismus. Schließlich sei er ja selbst einer von ihnen,  wenn er die Fremde von Gibraltar bis Trondheim bereise. Das Problem sei halt die Zerstörung und Gefährdung der räumlichen, örtlichen Stimmung und Ästhetik vor Ort durch die Masse an Menschen und die gestalterischen Wildwüchse der Kommerzialisierung. Vielleicht wäre sanfter Tourismus ein Kompromiss.

Der Königssee selbst überwältigt einen wegen seiner Schönheit, keine Frage – trotz der vielen Menschen. 

Und 

Juergen hat auf der Tour einiges zur bayrischen Landschaft zeichnerisch festgehalten und vervollständigt  die Zeichnungen momentan hier in Treuchtlingen. Er nennt sie „Szenarien“ ( dahinter steckt die Annahme, dass die Landschaft und ihre Darstellung eine Bühne sei, mit Handlungsanweisungen und Abläufen fuer uns, die Agierenden) und wird sie in den nächsten Tagen nach und nach zeigen.

Buchalov

dickes Paket

IMG_7301„double bind“: was ist das?

Susanne HaunJuergen Kuester: was ist denn da für eine Zusammenarbeit über die Jahre gewachsen?

Was sagt ihr zu meinen Bildern?

Fühlt ihr Euch hier in „Zelle k5“ wohl?

Kann man künstlerisch zu allen drei großen Religionen gleichzeitig arbeiten?

Welchen Stellenwert hat die Zeichnung heute?

Was treibt uns Menschen eigentlich an?

Kann ich meinen Beitrag zum Projekt „Energielinien“ leisten?

Ist das ein Sandkasten hier?

Ist das Kunst oder nur Spielerei?

Darf ich dich näher kennenlernen?

Was sind denn so die Unterschiede zwischen Berlin und Geldern?

Was macht das Bild mit mir?

Was macht die Musik mit uns?

Seid Ihr zufrieden mit dem selbstgebackenen Kuchen?

Darf man Kritik einfach so äußern, um der Wahrheit willen?

Wieviel Kritik werde ich aushalten?

Wie differenziert sehen Männer Frauen und Frauen Männer?

Kann Kunst heilen?

Das sei nur ein Ausschnitt der Fragen und Themen gewesen, die bei Buchalovs Salon und der anschließenden Vernissage zu „double bind“ durch den Raum geschwebt seien, meinte Juergen heute morgen zu mir.

Ein ganz schön dickes Paket, habe ich gesagt, Mann oh Mann!

Buchalov

Wie kommt die Kunst in meine eigenen vier Wände?

IMG_5488Juergen hat  ein wenig die Diskussion von Frank Koebsch im Rahmen der „Kunst-Blogparade“ verfolgt. Er sprach mich darauf heute an und meinte, es wäre doch mal interessant zu fragen, wie die Teilnehmer im Blog selbst an die Kunst kommen, die sie in ihren eigenen vier Wänden hängen haben. Es würde ja viel kommentiert über das Verhältnis von Kunst und Kommerz, aber die Teilnehmer seien ja nicht nur in der Rolle des Künstlers, sondern auch in der des Konsumenten. Darüber höre man aber im Blog eigentlich nichts.

Ich habe daraufhin versprochen, eine Umfrage zu starten. Ich weiß, ich weiß: es kann kein repräsentatives Ergebnis geben, vielleicht sind die möglichen Antworten auch „doof“, aber vielleicht ist es eine Gelegenheit zum Nachdenken über das eigene „Kunstwerke – Kaufverhalten“ und einen oder mehrere Klicks wert.

Buchalov

For my english readers:

Juergen has  followed the discussion in the context of Frank Koebschs question in the „Kunst – Blogparade“ – a little bit. Today he spoke to me about this and said, that it would be some interesting to ask the participants itself in which way the art, they were hanging in their own rooms, is coming to them. The participants were not only in the role of artists, they were also in that of a consumer.