was man so findet beim Aufräumen und Sortieren

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Aufräumen muss sein. Und sortieren erst recht. Danach weiß man immer, wo man steht und hat Ordnung in das kreative Chaos gebracht. Meinte Juergen. Ich weiß nicht, ob dem wirklich so ist.

Auf seinem großen Tisch im Atelier hat Juergen jetzt Folgendes liegen: Fundstücke aus seinem Atelier, die ihm wohl irgendwie in den letzten Tagen ins Auge gesprungen sind und aus welchem Grund auch immer hier gelandet sind.

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Beate kam vorbei

Beate kam vorbei und hat Juergen ein Schächtelchen mit Muscheln geschenkt, mit solchen, „die irgend etwas haben“, sagte sie. Sie weiß wohl, dass Juergen eine Schwäche für „das Gebrochene“ hat.

Ich habe ihn nicht darauf hinweisen müssen, was für ein wertschätzender und liebevoller Akt die Übergabe dieser Schachtel war. Juergen hat sich wirklich mächtig gefreut. Und es auch gezeigt. Und Beate war sichtlich angetan.

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ein Ort

Einen Ort zu bestimmen, ihn zu begreifen, ihn zu verorten kann auf vielerlei Art und Weise geschehen. Manches erschließt sich zeichnerisch, einiges fotografisch, wieder anderes im Gespräch mit Menschen. Die Atmosphäre des Ortes wirkt auf die Seele und die Landschaft des Ortes wird zum Szenarium.

Jürgen hat in diesem Sinne in den letzten Tagen spiralförmig Fundstücke um sein Wohnmobil herum gesammelt, gezeichnet, aquarelliert und fotografiert. Das Ganze hat auch schon einen Arbeitstitel: ErdMarken oder OrtsMarken.

Gesammelt hat er das Ausgangsmaterial in einer kleinen Pappschachtel.

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„Hier ist aber ordentlich aufgeräumt!“

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„Hermann, der Vernetzer“ hatte Besuch, eine junge Dame. Na ja, ihr Alter war schwer zu schätzen.

Sie kam auch in Juergens Atelier, er hatte sie zu einem Kaffee eingeladen, und im Türrahmen stehend sagte sie, dass es hier ja verdammt ordentlich sei. Ich bemerkte, wie Juergen irritiert schaute.  Ich glaube, seine Eigenwahrnehmnung von seinem Atelierraum ist eine andere. „Was meint schon ordentlich?“, entgegnete er.

Dann habe ich mich auch mal umgeschaut, das habe ich schon lange nicht mehr getan,  und festgestellt, das Juergen Depots und Materialhaufen  im Raum verteilt hat: Bilder, Fundstücke, Skizzen, Blätter, Fotos, Kopien und so was halt. Man kann das Ordnung nennen. Man kann das auch Suche nennen. Oder gedankliche Stolperfallen. Oder die Suche nach Sicherheiten. Oder Verbindungen. Na ja!

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