das Zwickelbüro öffnet wieder für drei Tage

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Der Zwickel ist Dada ist Zwickel ist Spielwiese ist Zwickel ist Rhizom ist Zwickel.

Na ja, ich weiß: der Satz klingt kryptisch, typisch für mich, aber er ist ernst gemeint. Denn nächstes Wochenende öffnet wieder das Zwickelbüro, wenn Antje in Juergens Atelier aufläuft und die Beiden drei Tage lang auf „Zwickelreise“ gehen. Rita und Tobias sind ebenfalls vor Ort und wollen „mitreisen“. Sehr schön!

Beim letzten Treffen nahm die Arbeit ihren Anfang aus der Inspiration von Modebildern über Punkmode und endete bei Jürgen in Monotypien und bei Antje in „Colagenmalerei“: >>> [  ]

Diesmal will Jürgen mit zeichnerischen Skizzen starten, die er damals fertigte und die ihn über die ganze Zeit nicht verlassen haben: sie haben sich eingeprägt. Und vielleicht lässt sich aber auch eine Verbindung zu Netzen oder der  >>> „Parzelle 268“ <<<, seinem letzten Projekt, herstellen.

Im Notizbuch jedenfalls werden die Einträge immer umfangreicher.

Buchalov

die Wand

Und damit schließen wir das Jahr 2018 ab, Juergen und ich. Mit der Wand. In seinem Atelier. Vor der wir momentan stehen und glauben, dass dies als Jahresabschlussergebnis ganz passabel ist. Wie so vieles andere in 2018. Wir sind sehr zufrieden.

Wir wünschen Euch alles Gute im Neuen Jahr.

Juergen und Buchalov

und die Praktikantin hörte zu …

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Ich ging mit Juergen in den „Copyshop“ und irgendwie sind wir da in so ein Gespräch mit Oliver hineingeschlittert. Seine Praktikantin saß im Hintergrund, mit offenen Ohren zuhörend. Manchmal schmunzelnd.

Und es ging, ich glaube aus einem Wortspiel heraus, um „Tiefe“: um die Tiefe im Leben, in den alltäglichen Dingen. Und umgekehrt um unsere Oberflächlichkeit und Flüchtigkeit, zum Beispiel auf Facebook. Und Oliver erzählte, dass ihn ab und an in einem Beitrag dort die Tiefe anspringt, aber eher selten. Und erzählte ein Beispiel, bei dem er etwas über Hospizarbeit gelesen habe und was das mit den Helfern vor Ort mache, insbesondere dem Autoren des Blogeintrags.

Und Juegen erzählte von dem Versuch aufmerksam durchs Leben zu gehen, genau hinzuhören, genau zu schauen, die Störungen, die man erzeuge zu beseitigen, es gebe sie schließlich immer, um so der eigenen Tiefe etwas näher zu kommen. Vom Sterben haben sie auch geredet. Klar!

Und die nette Praktikantin hörte immer noch genau hin und stellte ihre Arbeit sogar kurzzeitig ein. Das, was sie da sah und hörte, kam wohl auch nicht alle Tage vor.

Beim Rausgehen sagte Juergen zu mir: „Das war irgendwie ein guter Moment jetzt, oder?“

Buchalov

was man so findet …

IMG_2676_1024Juergen hat sich, so erzählte er mir, da so eine Stelle im Atelier „Zelle k5“ frei gehalten. An diesem kleinen Fleckchen lagere er alle die Papierreste, die er momentan nicht benötige: Fehldrucke, Skizzen, Arbeitsergebnisse mit denen er unzufrieden sei, Papierarbeiten, die ihm misslungen seien und alle die Schnipsel, die so im Laufe der Produktion anfallen würden. Eine kleine Fundgrube halt.

Und dann finde er beim Durchstöbern schon mal so Dinge, da wundere er sich selbst. So gehe es ihm auch mit diesem kleinen Zettel, einer musikalische Notation, einer kleinen Komposition, die er niedergeschrieben habe, ohne dass eine konkrete Melodie ihm Kopf gewesen sei.

Mich würde ja schon interessieren, was man draus machen kann. Musikalisch natürlich.

Buchalov

einiges angesehen

thumb_IMG_1515_1024Man könne momentan an jedem Wochenende eine riesige Anzahl von Ausstellungen, Rundgängen oder Vernissagen besuchen. Damit eröffnete Juergen heute morgen unserer gemeinsames Frühstück in „Zelle k5“. Das sei wie eine riesige Flut an Kunst, in die man eintauchen könne. Wenn man wolle.

Er habe sich in den letzten zwei Wochenenden so einiges angesehen – wegen der Neugierde auf die Kunstwerke und wegen der Kontakte. Schließlich sei er lange nicht vor Ort gewesen. Jetzt frage er sich, was wirklich von dem, was er gesehen habe, Bedeutsamkeit besessen habe. Viel sei es nicht gewesen, wenn er ehrlich sei. Und er sei immer ehrlich.

Aber ein paar Dinge möchte er schon erwähnen, weil sie ihm positive aufgefallen seien:

35Blumen in Krefeld, wegen der Kunst von Lynn Beldner, die es zu sehen gab, klein, fein, spielerisch, und der positiven kommunikativen Stimmung der dort Anwesenden.

Und die Boote-Aktion von Nanni Wagner und Jörg Möller, in der sich die Liebe zum Fremden gezeigt habe und die einen so ungeheure großen Zulauf gehabt habe.

Und Barbara Schmitz Becker in ihrem großen Atelier „Busch8“ in Nettetal, wo es im Rahmen „Nettetaler Kulturszene“  die „Wahlverwandtschaften“, so eine leichte, spielerische und naturbezogene Kunst zu sehen gab, eine Kunst die schleichend nachwirke.

Buchalov