Schlagwort: Kommunikation

  • Welt in der Welt

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    Das Atelier sei so eine richtige kleine Welt in der eigentlichen Welt. Abgeschlossen nach Außen, erste Etage, über den Menschen, zurückgezogen.

    Und in seinem Kopf sei dann noch einmal eine weitere Welt. Die Welt in der Welt in der Welt also. So Juergen.

    Ich weiß gar nicht genau, was er mir damit sagen möchte. Ist es das alleine „Werkeln“ in der Ateliergemeinschaft, das ihn treibt, weil so wenige Mitstreiter gleichzeitig mit ihm vor Ort sind? Ist es die tolle Möglichkeit zum Rückzug in seine „Zelle k5“, die ihn zu solchen Aussagen veranlasst? Oder ist es das Wissen um einen Schonraum, in dem er kreativ „spielen bzw. arbeiten kann, und in dem er sich so richtig gut aufgehoben fühlt?

    Vermutlich „phantasiert “ er wieder mal so rum.

    Buchalov

  • Tuschewoche: Tag 0

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    Tobias oder „Hermann der Vernetzer“, wie Juergen ihn nennt, und seine Malschülerin S. wurden von Jürgen zu einem Kaffee in „Zelle k5“ eingeladen und schon nach kurzem Vorgeblänkel war man schnell bei grundlegenden Themen. Juergen macht das eigentlich immer. Stets geraten die Diskussionen bei ihm auf das Feld der grundsätzlichen Kunstthemen. Er zieht so etwas irgendwie magisch an. Ich weiß gar nicht, ob das so gut ist. Das muss ich ihm mal sagen.

    Diesmal ging es auch um die Frage wie wir grundsätzlich lernen, wie man „Kunstmachen“ im speziellen lernt, wie das Kunstmachen die Kunstmachenden im Arbeitsprozess zum Innehalten zwingt, wie es zum Blick ins eigene Innenleben führt. Juergen konnte von seiner „Rhizomtheorie“ als Methode des kreativen Agierens und der Präsentation von Kunstwerken  erzählen.

    Und plötzlich waren er und Tobias bei der anstehenden Tuschewoche und was sie dort machen wollen und wie sie es machen werden. Tobias wird sich wohl auf ein kleines Bild mit dem Motiv eines Mannes vor einer dicken Kiste, die alles mögliche sein könnte, konzentrieren. Und Juergen will Köpfe zeichnen, groß und klein und schnell und energetisch, kraftvoll und gebrochen, auf allen möglichen Formen von Papier und sie irgendwie einreihen in seine Serie von „Latos Köpfen“. Vorlagen hat er sich schon zurechtgelegt. Sein eigener Kopf und der von Tobias gehören wohl auch dazu.

    Für Beide war es also der „Tag O“ der Tuschewoche.

    Buchalov

  • Hat sich der „Buchalovs Salon“ totgelaufen?

     

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    „Hat sich Buchalovs Salon totgelaufen?“, fragte mich Juergen heute morgen. Und wenn ich ehrlich bin, und ich bin ehrlich, dann muss ich sagen:“Ja!“

    Ich weiss, was Juergen denkt, und bin durchaus in der Lage, sein Unbehagen genauer zu benennen. So eine Veranstaltung fällt ja nicht vom Himmel und es wird halt immer schwieriger, Künstlerkollegen zu finden, die den Einladungen folgen. Viele sagen so halb zu und einige bleiben ganz in der Unverbindlichkeit, wieder andere fühlen sich aus Gründen der Freundschaft zu Juergen verpflichtet zu kommen. Und das bereitet Juergen auch Unbehagen.

    Und man muss ja wirklich fragen, worin der Zugewinn bei den letzten Treffen bestanden hat. Ich finde nur wenig, bis gar nichts. Werke wurden so gut wie kaum vorgestellt und besprochen, was ja die eigentliche Idee eines Salons ist. Künstler, die Juergen direkt angesprochen hat, ihre letzten Ergebnisse vorzustellen, haben abgesagt.

    Klar, es wurde viel geredet, über Gott und die Welt, über dieses und jenes. Ob es substantiell war , ist die Frage. Natürlich ist es schön, mal ein Forum zu haben, dem man so die eigenen Sicht der Dinge, bisweilen auch im Monolog, darlegen zu können, aber so hatte sich Juergen das ja nicht vorgestellt.

    Und dann erklärte Juergen mir, dass im März kein Salon stattfinden werde, und dass er danach ja auch wieder unterwegs sei. Er überlege ernsthaft, ob es nicht auch andere Formen gebe mit Künstlerfreunden gemeinsam zu agieren und zu reden. Mit „Buchalovs Salon“ sei es jetzt jedenfalls erst einmal genug.

    Buchalov